2026 stellt uns erneut vor besondere Herausforderungen: Die angespannte Haushaltslage auf Stadt- und Landesebene bringt erhebliche finanzielle Kürzungen für uns mit sich. Unser diesjähriges Motto Work in Progress beschreibt dabei auch unsere aktuelle Situation: Wir arbeiten weiter - mit weniger Mitteln und unter veränderten Bedingungen.
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Dienstag

Dienstag - 16:00 - Kids 1 - Thalia

Kommt mit auf eine unvergessliche Reise! Ob auf Schienen, unter Wasser oder hoch oben zwischen den Wolken: Unsere kleinen Entdecker:innen erkunden verborgene Welten, knüpfen neue Freundschaften und lernen, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Denn wer träumt, kann sich einfach alles vorstellen.

EINMAL UM DIE WELT
Für junge Zuschauer:innen ab 5 Jahren präsentiert das 38. FILMFEST DRESDEN wieder aktuelle internationale Kinder- und Jugendkurzfilme, die den Hauch der weiten Welt auf die große Leinwand bringen. Mit viel Gefühl oder einer Prise Humor sorgen die Kurzfilme nicht nur für gute Unterhaltung, sondern auch wichtige Denkanstöße. Im Rahmen der Vorführungen hat das Publikum die Chance, sich mit anwesenden Filmemacher:innen auszutauschen sowie Fragen und Meinungen loszuwerden.

DAS JUNGE KURATORIUM
Die Zusammenstellung der fünf Programme fand mit tatkräftiger Unterstützung von 33 engagierten jungen Filmfans aus Dresden und Umgebung satt. Zusammen bilden sie das Junge Kuratorium und haben während der Festivalvorbereitungen viele Kurzfilme gesichtet, darüber diskutiert und über ihre finale Auswahl abgestimmt. So entstand das Kinder- und Jugendprogramm, samt eigenem Programmtitel. In der Festivalwoche werden die filmbegeisterten Mitglieder des Jungen Kuratoriums ihre Lieblingsfilme dem Kinopublikum vorstellen und den geladenen Filmschaffenden Löcher in den Bauch fragen.
Viel Spaß im Kino wünschen: Anni (5), Fritzi (7), Maxim (8), Bruno (8), Lou (9), Jaro (9), Dante (9), Pina (9), Nicoleta (9), Jakob (10), Lilith (10), Julika (10), Gustav G. (11), Kasimir (11), Johann (11), Arthur B. (11), Cäthe (11), Elisabeth (11), Robin (11), Antonio (12), Lotta (12), Gustav S. (12), Marie-Luise (12), Frederik (13), Elise (13), Smilla (15), Gertrud (15), Mathilde (15), Arthur G. (16), Lucy (16), Jette (18), Helena (18), Bundesfreiwillige Elin und Projektleiter Fabian.

von 4,00 € bis 5,00 €
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Ermäßigt

bis 18 Jahre

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Dienstag - 18:00 - Europa ist kein Witz – oder doch? - Thalia

In Zeiten wie diesen ist Lachen vielleicht das Einzige, was uns bleibt. Wir bewegen uns zwischen Europas Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Klassikern und neuen Entdeckungen – nicht um der Realität zu entkommen, sondern um ihr mit Humor zu begegnen. Denn Humor ist ja bekanntlich, wenn man trotzdem lacht.
Kuratiert von Anne Gaschütz

9,00 €
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Dienstag - 19:00 - Feierliche Eröffnung des 38. FILMFEST DRESDEN - Schauburg / Leone-Saal

Vor uns liegt eine Woche voll spannender Kinomomente, aufschlussreicher Talks und aufregender Festivalatmosphäre. Beim feierlichen Auftakt werden die diesjährigen Programmschwerpunkte vorgestellt und ausgewählte Filme der kommenden Festivaltage präsentiert. Anschließend laden wir Euch ein, gemeinsam auf die Festivalwoche anzustoßen.

Eintritt 9 € bzw. mit Einladung oder Akkreditierung

9,00 €
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Dienstag - 20:00 - Retrospektive - Thalia

Der erste Film der Brüder Auguste und Louis Lumière dauert kaum eine Minute und dokumentiert das Ende eines Arbeitsalltags. Er zeigt Männer und Frauen, die als Gruppe durch ein Fabriktor gehen, bevor sie nach links und rechts zügig aus dem Bild verschwinden: LA SORTIE DE L’USINE LUMIÈRE À LYON (Frankreich, 1895) ist der erste Film, der je zur Vorführung gekommen ist. Die Geschichte des Mediums Film ist also eng mit einem Ort der Arbeit verbunden.
Die Geburtsstunde des Kinos fällt auch mit einer Zeit zusammen, in der sich die Arbeitswelt grundlegend veränderte. Es wurde heiß diskutiert, in welcher Weise diese Veränderungen gesellschaftliche Leitbilder und Wertvorstellungen prägen könnten und würden. Nun befinden wir uns wieder in einer Umbruchphase, die einen neuerlichen und noch rasanteren Strukturwandel für jede:n sichtbar und in allen Lebensbereichen spürbar macht.
Die Schwerpunktprogramme unter dem Titel „Work in Progress“ sind Spiegel der Arbeitswelt „in progress“. Die diesjährige Retrospektive rückt arbeitende Menschen und ihre Lebenswelten von der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis heute in den Fokus. Es handelt sich um eine filmische Reise, die ein Augenmerk auf Baukultur und Orte der Arbeit legt. Sie führt von westdeutschen Supermärkten über die proletarische DDR-Provinz in die Weiten Europas. Wir tauchen in den lakonisch-skurrilen Kosmos von Aki Kaurismäki ein und steigen in die Minen Siziliens herab, wir treffen auf Relikte der Wirtschaftswunderzeit und lernen einen Kreativort kennen, an dem auf nahezu utopische Art und Weise Arbeits- und Wohnraum miteinander kombiniert werden.

Kuratiert von Thorsten Birne, Sven Pötting, Sven Voigt

9,00 €
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Dienstag - 21:30 - Nationaler Wettbewerb 1 - Schauburg / Lang-Saal

Seit 1998 ist der Nationale Wettbewerb nun bereits eine der beiden Herzkammern des FILMFEST DRESDEN und pumpt Herzschlag für Herzschlag pure Leidenschaft für Kurzfilme durch die Venen, Adern und Kapillaren des Festivals. Ein Relikt aus einem vergangenen Jahrtausend? Im Gegenteil, mehr als zuvor ist das nationale Filmschaffen ein Pulsmesser in Zeiten von Chaos, Krisen und Kriegen in einer hypertonen Welt. Auf diese Welt reagieren, resonieren, reflektieren; mal bunt, mal monochrom, mal wild und laut, still und stumm, poetisch oder mit Gebrüll: Der Kurzfilm ist kein bloßer Begleiter. Er ist Schrittmacher, Lautmaler, Traumfänger und Wellenbrecher.
Aus hunderten Einreichungen haben wir von der Auswahlkommission des Nationalen Wettbewerbs ein mitreißendes Programm zusammengestellt. In 25 Kurzfilmen, darunter zehn Animationsbeiträge, suchen hiesige Filmemacher:innen neue Narrative wie Ästhetiken, lassen die alten Welten kollabieren und öffnen neue Räume für Figuren und Geschichten. Fantastische Tierwesen und Märchenfiguren treffen auf dystopische Szenarien und existenzielle Krisen, KI-Alpträume und Zeitreisen, medienarchäologische Fundstücke, ein utopisches Tanz-Musical, Fruchtfliegen, Übungen für effektivere Prokrastination und Neujahr in einem anderen Palästina. Selten war der Nationale Wettbewerb so vielschichtig, wundersam und nachhallend.
Lassen Sie sich in die Kinosessel fallen, wenn das Licht ausgeht, der Vorhang sich öffnet und die Vorstellung beginnt! Wir möchten Sie zu einer Herzbluttransfusion einladen, Sie mit unserer Kurzfilmleidenschaft infizieren und Ihnen den Atem rauben. Doch keine Angst, Sie haben nichts zu befürchten, es ist alles Magie!

Christian Hempel für die Auswahlkommission Nationaler Wettbewerb

9,00 €
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9,00 € inkl. 7% MwSt.

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Dienstag - 21:30 - Schwerpunkt 1 - Schauburg/ Tarkowski-Saal

Wie verbringt Ihr Eure Tage? Wie bestreitet Ihr Euren Lebensunterhalt? „… What a Way to Make a Living!“ ist ein Programm über die Realität des Arbeitslebens, betrachtet durch die Brille des intersektionalen Feminismus. Mit einer Mischung aus Archivmaterial und zeitgenössischen Kurzfilmen aus aller Welt bietet diese Auswahl einen zwischenstaatlichen, zeitübergreifenden Einblick in das, was es bedeutet, eine „berufstätige Frau“ zu sein, und untersucht, wie unsere Arbeitserfahrungen durch die Dynamik von Klasse, Rasse, Geschlecht und Nationalität geprägt werden. Das Programm versucht zudem, eine weit gefasste Definition dessen zu liefern, was in einer hyperkapitalistischen, postindustriellen Gesellschaft „lohnende“ Arbeit ausmacht. Von den Reinigungskräften, die unsichtbar unser glänzendes, reibungsloses Leben ermöglichen, bis hin zu den Fabrikarbeiter:innen, die den physischen und psychischen Preis für unsere Sucht nach billigen Konsumgütern zahlen – diese Filme erinnern uns an die menschlichen Opfer unserer Gelüste und Wünsche.
Die Schwierigkeiten berufstätiger Mütter, die zermürbende Realität der „zweiten Schicht“ und die ethischen Probleme, die sich aus der Auslagerung von Hausarbeit an schlecht bezahlte, überwiegend migrantische Arbeitskräfte ergeben, spielen ebenfalls eine herausragende Rolle und erinnern uns an die anhaltende Relevanz der Argumente der zweiten Welle des Feminismus hinsichtlich der Notwendigkeit, der „Frauenarbeit“ einen höheren Stellenwert einzuräumen. Doch trotz der potenziellen Schwere des Themas dienen diese Filme auch als wunderbares Schaufenster für das Kurzfilmemachen in all seiner einfallsreichen Kreativität, wobei sie eine Reihe von Dokumentar-, Analog- und Animationstechniken nutzen, um die Vielfalt der hier gezeigten Perspektiven visuell widerzuspiegeln.
Durch die Konzentration auf Werke von Filmemacherinnen baut „… What a Way to Make a Living!“ zudem auf einer unterschwelligen, metaphorischen Reflexion darüber auf, wie künstlerische Arbeit von Frauen – wie „Frauenarbeit“ generell – in der Filmgeschichte oft herabgewürdigt und an den Rand gedrängt wurde. Die hier gezeigten Kurzfilme umfassen Werke, die solo, in Zusammenarbeit oder als Teil von Kollektiven entstanden sind. Darunter befinden sich Beispiele von Filmemacherinnen, die ein umfangreiches Werk geschaffen haben, sowie von solchen, deren filmisches Schaffen durch die schmerzhafte Realität der Branche ein jähes Ende fand.
Letztendlich hofft dieses Programm, eine Vielstimmigkeit weiblicher Stimmen in den Mittelpunkt der Leinwand zu rücken. Auch wenn es hier keine einfachen Antworten gibt, ermöglicht uns dieser Ansatz zumindest, kurz inne zu halten, eine Pause einzulegen und uns einen Moment Zeit zu nehmen, um die vielen unsichtbaren Frauen zu würdigen, deren weitgehend unsichtbare Arbeit unsere heutige Anwesenheit hier im Kino erst möglich gemacht hat.

Kuratiert von Rachel Pronger

9,00 €
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9,00 € inkl. 7% MwSt.

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Dienstag - 22:00 - Internationaler Wettbewerb 1 - Schauburg / Leone-Saal

Jahr für Jahr scheint unsere menschengemachte Welt mehr aus den Fugen zu geraten. Kriege und Genozide, Klimakollaps, ideologische Konflikte, digitale Empörung, Förderkürzungen – suchen Sie sich etwas aus! Und mit jeder neuen Ausgabe eines Filmfestivals kehrt die Frage nach dessen Rolle in einer solchen Welt zurück.
Jahr für Jahr klingen auch die Antworten vertraut: die Künste stärken, Filmschaffende unterstützen, Dialog pflegen, Brücken bauen. Wertvolle Worte – und oft genug wiederholt, dass sie zur institutionellen Fahrstuhlmusik zu werden drohen, zu aus Gewohnheit aufgesagten Mantras. Warum also weiterhin Einleitungen schreiben, wenn alle ohnehin schon wissen, was darin stehen wird?
Vielleicht, weil eine Einleitung weder Rechtfertigung noch Manifest ist, sondern eine Einladung – ein Angebot dafür, wie wir zusammenkommen wollen. Festivals können die Welt nicht reparieren, aber sie können temporäre Räume schaffen, in denen wir das Miteinander üben: zuhören, lachen, streiten, aufmerksam und neugierig sein.
Die Filme erden diese Aufmerksamkeit. Das diesjährige Programm navigiert die Komplexität unserer Zeit mit Arbeiten, die mal schreien und mal flüstern – Filme, die zögern, beobachten und auf Ambivalenz bestehen in einer Welt, die nach Gewissheit verlangt. Einige setzen sich direkt mit Machtstrukturen auseinander; andere spüren ihnen im Alltäglichen nach, entlang individueller Identitäten und kollektiver Geschichte.
Wenn Publikum und Filme aufeinandertreffen, treten Unterschiede unweigerlich zutage. Erwartungen prallen aufeinander, Vorurteile werden herausgefordert. Doch diese Reibung ist kein Scheitern, sondern gelebter Pluralismus. Wir betreten das Kino geprägt von eigenen Erfahrungen, Hoffnungen und Wünschen; diese Räume zu teilen heißt, Perspektiven zu begegnen, die unsere eigenen verunsichern – und neu auszuhandeln, was wir zu wissen glaubten.
Festivals sind keine neutralen Gebilde. Jede Auswahl trägt eine Perspektive in sich. Sie spiegelt nicht nur die Realitäten, die Filmschaffende beobachten, sondern auch die Gespräche, die wir als Programmer:innen in einer temporären Landschaft anstoßen möchten, geprägt von jenen, die sie betreten. Vielleicht schreiben wir diese Einleitungen weiter, um diesen gemeinsamen Anfang zu markieren – um anzuerkennen, dass wir uns für ein paar Stunden versammeln; präsent zu sein und zu entdecken, was es heißt, gemeinsam zu schauen, zu denken und zu fühlen.

Vincent Förster im Namen der Auswahlkommission für den Internationalen Wettbewerb

9,00 €
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9,00 € inkl. 7% MwSt.

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Dienstag - 22:00 - Schwerpunkt 2 - Thalia

Sie arbeiteten tagsüber. Nachts versuchten einige von ihnen, sich die Zeit zurückzuholen, die ihnen genommen worden war … An dieser Bruchlinie zwischen auferlegter und zurückeroberter Zeit setzt das Programm „What Remains of Gestures“ an.
Die sechs Filme betrachten Arbeit nicht als ökonomische Kategorie, sondern als sinnliche Erfahrung, als ein Ordnungsprinzip des Sichtbaren und Unsichtbaren. Arbeit tritt hier als ordnende Kraft hervor: Sie strukturiert Räume, bestimmt den Rhythmus, weist Körpern bestimmte Gesten zu und überführt Gesten in Funktionen.
In unterschiedlichen geografischen, historischen und formalen Kontexten untersuchen die Filme, wie sich Arbeit in die Existenz von Menschen einschreibt. Sie fragen danach, wie Arbeit Zeit organisiert, Räume zuweist, Rhythmen reguliert und Körper modelliert. Arbeit erscheint hier weniger als Handlung denn als sensible Struktur: als ein Modus, Zeit zu ordnen, Raum einzunehmen und die Grenze zwischen Sagbarem und Unsagbarem zu ziehen. Doch selbst in dieser Ordnung werden Abweichungen sichtbar – Formen des Widerstehens, des Verlangsamens, des Bewahrens gelebter Erfahrung.
In MARTA formt die Wiederholung von Handgriffen einer polnischen Textilarbeiterin eine Zeitstruktur, die ganz von Notwendigkeit bestimmt ist. Die Arbeit wirkt über den Ort der Produktion hinaus, sickert ins Private und verengt den Horizont auf die fortwährende Wiederholung. Die Handlung zielt nicht auf das Ereignis, sondern hält den Verschleiß fest. Die Müdigkeit nimmt Gestalt an – als Form, als Dauer, als Zustand.
IN PRAISE OF SLOWNESS richtet den Blick auf Berufe, die vom Verschwinden bedroht sind. Langsamkeit gewinnt dabei eine besondere Bedeutung: Sie gibt der Geste ihre Tiefe zurück und stellt eine Beziehung zur Welt her, die sich der rein produktiven Messbarkeit entzieht. Arbeit entfaltet sich hier als Präsenz, als Aufmerksamkeit, als Einschreibung in eine gelebte Dauer.
In 所有动作都应杀死风 (ALL MOVEMENTS SHOULD KILL THE WIND) und FROM ECUADOR WITH LOVE wiederholen sich Gesten bis an die Grenze des Verschwindens. Ob beim Bearbeiten von Stein oder beim Kultivieren von Rosen – menschliche Arbeit scheint von Material, Natur oder industrieller Logik absorbiert zu werden.
Mit INVENTAR verschiebt sich der Blick auf Architektur und kollektives Gedächtnis. Der Rückbau eines modernistischen Gebäudes macht die Auflösung eines historischen Projekts sichtbar. Die Körper, die an seiner Demontage arbeiten, sind Teil dieser Transformation: Die Materie zerfällt – und mit ihr die Erzählung, die sie getragen hat. Arbeit wird damit zum Medium symbolischer Re-Konfiguration.
Demgegenüber verengt KRAHËT E PUNËTORËVE radikal den Maßstab. Hier geht es nicht mehr um kollektive Erinnerung, sondern um körperliche Einschreibung. Von Unfällen gezeichnete Körper erinnern daran, dass Arbeit nicht verschwindet, wenn die Tätigkeit an sich endet. Die unterbrochene Geste arbeitet im Fleisch weiter. Während INVENTAR eine Geschichte im Zerfall zeigt, macht KRAHËT E PUNËTORËVE eine unauslöschliche Spur sichtbar.
Diese Filme formulieren eine ästhetische und politische Frage im konkretesten Sinn: Wer hat ein Recht auf Zeit, auf Sichtbarkeit, auf Sprache? Und was bleibt von den Gesten, wenn die Produktion endet, ihre Spuren aber fortbestehen?

Kuratiert von Randa Maroufi

9,00 €
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9,00 € inkl. 7% MwSt.

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Mittwoch

Mittwoch - 12:00 - Internationaler Wettbewerb 2 - Schauburg / Leone-Saal

Jahr für Jahr scheint unsere menschengemachte Welt mehr aus den Fugen zu geraten. Kriege und Genozide, Klimakollaps, ideologische Konflikte, digitale Empörung, Förderkürzungen – suchen Sie sich etwas aus! Und mit jeder neuen Ausgabe eines Filmfestivals kehrt die Frage nach dessen Rolle in einer solchen Welt zurück.
Jahr für Jahr klingen auch die Antworten vertraut: die Künste stärken, Filmschaffende unterstützen, Dialog pflegen, Brücken bauen. Wertvolle Worte – und oft genug wiederholt, dass sie zur institutionellen Fahrstuhlmusik zu werden drohen, zu aus Gewohnheit aufgesagten Mantras. Warum also weiterhin Einleitungen schreiben, wenn alle ohnehin schon wissen, was darin stehen wird?
Vielleicht, weil eine Einleitung weder Rechtfertigung noch Manifest ist, sondern eine Einladung – ein Angebot dafür, wie wir zusammenkommen wollen. Festivals können die Welt nicht reparieren, aber sie können temporäre Räume schaffen, in denen wir das Miteinander üben: zuhören, lachen, streiten, aufmerksam und neugierig sein.
Die Filme erden diese Aufmerksamkeit. Das diesjährige Programm navigiert die Komplexität unserer Zeit mit Arbeiten, die mal schreien und mal flüstern – Filme, die zögern, beobachten und auf Ambivalenz bestehen in einer Welt, die nach Gewissheit verlangt. Einige setzen sich direkt mit Machtstrukturen auseinander; andere spüren ihnen im Alltäglichen nach, entlang individueller Identitäten und kollektiver Geschichte.
Wenn Publikum und Filme aufeinandertreffen, treten Unterschiede unweigerlich zutage. Erwartungen prallen aufeinander, Vorurteile werden herausgefordert. Doch diese Reibung ist kein Scheitern, sondern gelebter Pluralismus. Wir betreten das Kino geprägt von eigenen Erfahrungen, Hoffnungen und Wünschen; diese Räume zu teilen heißt, Perspektiven zu begegnen, die unsere eigenen verunsichern – und neu auszuhandeln, was wir zu wissen glaubten.
Festivals sind keine neutralen Gebilde. Jede Auswahl trägt eine Perspektive in sich. Sie spiegelt nicht nur die Realitäten, die Filmschaffende beobachten, sondern auch die Gespräche, die wir als Programmer:innen in einer temporären Landschaft anstoßen möchten, geprägt von jenen, die sie betreten. Vielleicht schreiben wir diese Einleitungen weiter, um diesen gemeinsamen Anfang zu markieren – um anzuerkennen, dass wir uns für ein paar Stunden versammeln; präsent zu sein und zu entdecken, was es heißt, gemeinsam zu schauen, zu denken und zu fühlen.

Vincent Förster im Namen der Auswahlkommission für den Internationalen Wettbewerb

6,00 €
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6,00 € inkl. 7% MwSt.

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Mittwoch - 15:00 - Internationaler Wettbewerb 3 - Schauburg / Leone-Saal

Jahr für Jahr scheint unsere menschengemachte Welt mehr aus den Fugen zu geraten. Kriege und Genozide, Klimakollaps, ideologische Konflikte, digitale Empörung, Förderkürzungen – suchen Sie sich etwas aus! Und mit jeder neuen Ausgabe eines Filmfestivals kehrt die Frage nach dessen Rolle in einer solchen Welt zurück.
Jahr für Jahr klingen auch die Antworten vertraut: die Künste stärken, Filmschaffende unterstützen, Dialog pflegen, Brücken bauen. Wertvolle Worte – und oft genug wiederholt, dass sie zur institutionellen Fahrstuhlmusik zu werden drohen, zu aus Gewohnheit aufgesagten Mantras. Warum also weiterhin Einleitungen schreiben, wenn alle ohnehin schon wissen, was darin stehen wird?
Vielleicht, weil eine Einleitung weder Rechtfertigung noch Manifest ist, sondern eine Einladung – ein Angebot dafür, wie wir zusammenkommen wollen. Festivals können die Welt nicht reparieren, aber sie können temporäre Räume schaffen, in denen wir das Miteinander üben: zuhören, lachen, streiten, aufmerksam und neugierig sein.
Die Filme erden diese Aufmerksamkeit. Das diesjährige Programm navigiert die Komplexität unserer Zeit mit Arbeiten, die mal schreien und mal flüstern – Filme, die zögern, beobachten und auf Ambivalenz bestehen in einer Welt, die nach Gewissheit verlangt. Einige setzen sich direkt mit Machtstrukturen auseinander; andere spüren ihnen im Alltäglichen nach, entlang individueller Identitäten und kollektiver Geschichte.
Wenn Publikum und Filme aufeinandertreffen, treten Unterschiede unweigerlich zutage. Erwartungen prallen aufeinander, Vorurteile werden herausgefordert. Doch diese Reibung ist kein Scheitern, sondern gelebter Pluralismus. Wir betreten das Kino geprägt von eigenen Erfahrungen, Hoffnungen und Wünschen; diese Räume zu teilen heißt, Perspektiven zu begegnen, die unsere eigenen verunsichern – und neu auszuhandeln, was wir zu wissen glaubten.
Festivals sind keine neutralen Gebilde. Jede Auswahl trägt eine Perspektive in sich. Sie spiegelt nicht nur die Realitäten, die Filmschaffende beobachten, sondern auch die Gespräche, die wir als Programmer:innen in einer temporären Landschaft anstoßen möchten, geprägt von jenen, die sie betreten. Vielleicht schreiben wir diese Einleitungen weiter, um diesen gemeinsamen Anfang zu markieren – um anzuerkennen, dass wir uns für ein paar Stunden versammeln; präsent zu sein und zu entdecken, was es heißt, gemeinsam zu schauen, zu denken und zu fühlen.

Vincent Förster im Namen der Auswahlkommission für den Internationalen Wettbewerb

6,00 €
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6,00 € inkl. 7% MwSt.

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Mittwoch - 16:00 - Kids 2 - Thalia

Es kommt oft anders als man denkt. Manchmal wird es für unsere Held:innen ganz schön knifflig, aber mit Freund:innen an ihrer Seite macht alles mehr Spaß. In diesen Geschichten wird gespielt, geholfen und gestaunt. Ein buntes Filmprogramm, das zeigt: Selbst wenn die Welt Kopf steht, ist es genau richtig, so zu sein, wie man ist.

EINMAL UM DIE WELT
Für junge Zuschauer:innen ab 5 Jahren präsentiert das 38. FILMFEST DRESDEN wieder aktuelle internationale Kinder- und Jugendkurzfilme, die den Hauch der weiten Welt auf die große Leinwand bringen. Mit viel Gefühl oder einer Prise Humor sorgen die Kurzfilme nicht nur für gute Unterhaltung, sondern auch wichtige Denkanstöße. Im Rahmen der Vorführungen hat das Publikum die Chance, sich mit anwesenden Filmemacher:innen auszutauschen sowie Fragen und Meinungen loszuwerden.

DAS JUNGE KURATORIUM
Die Zusammenstellung der fünf Programme fand mit tatkräftiger Unterstützung von 33 engagierten jungen Filmfans aus Dresden und Umgebung satt. Zusammen bilden sie das Junge Kuratorium und haben während der Festivalvorbereitungen viele Kurzfilme gesichtet, darüber diskutiert und über ihre finale Auswahl abgestimmt. So entstand das Kinder- und Jugendprogramm, samt eigenem Programmtitel. In der Festivalwoche werden die filmbegeisterten Mitglieder des Jungen Kuratoriums ihre Lieblingsfilme dem Kinopublikum vorstellen und den geladenen Filmschaffenden Löcher in den Bauch fragen.
Viel Spaß im Kino wünschen: Anni (5), Fritzi (7), Maxim (8), Bruno (8), Lou (9), Jaro (9), Dante (9), Pina (9), Nicoleta (9), Jakob (10), Lilith (10), Julika (10), Gustav G. (11), Kasimir (11), Johann (11), Arthur B. (11), Cäthe (11), Elisabeth (11), Robin (11), Antonio (12), Lotta (12), Gustav S. (12), Marie-Luise (12), Frederik (13), Elise (13), Smilla (15), Gertrud (15), Mathilde (15), Arthur G. (16), Lucy (16), Jette (18), Helena (18), Bundesfreiwillige Elin und Projektleiter Fabian.

von 4,00 € bis 5,00 €
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5,00 € inkl. 7% MwSt.

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Ermäßigt

bis 18 Jahre

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Mittwoch - 16:00 - Nationaler Wettbewerb 4 - Schauburg / Lang-Saal

Seit 1998 ist der Nationale Wettbewerb nun bereits eine der beiden Herzkammern des FILMFEST DRESDEN und pumpt Herzschlag für Herzschlag pure Leidenschaft für Kurzfilme durch die Venen, Adern und Kapillaren des Festivals. Ein Relikt aus einem vergangenen Jahrtausend? Im Gegenteil, mehr als zuvor ist das nationale Filmschaffen ein Pulsmesser in Zeiten von Chaos, Krisen und Kriegen in einer hypertonen Welt. Auf diese Welt reagieren, resonieren, reflektieren; mal bunt, mal monochrom, mal wild und laut, still und stumm, poetisch oder mit Gebrüll: Der Kurzfilm ist kein bloßer Begleiter. Er ist Schrittmacher, Lautmaler, Traumfänger und Wellenbrecher.
Aus hunderten Einreichungen haben wir von der Auswahlkommission des Nationalen Wettbewerbs ein mitreißendes Programm zusammengestellt. In 25 Kurzfilmen, darunter zehn Animationsbeiträge, suchen hiesige Filmemacher:innen neue Narrative wie Ästhetiken, lassen die alten Welten kollabieren und öffnen neue Räume für Figuren und Geschichten. Fantastische Tierwesen und Märchenfiguren treffen auf dystopische Szenarien und existenzielle Krisen, KI-Alpträume und Zeitreisen, medienarchäologische Fundstücke, ein utopisches Tanz-Musical, Fruchtfliegen, Übungen für effektivere Prokrastination und Neujahr in einem anderen Palästina. Selten war der Nationale Wettbewerb so vielschichtig, wundersam und nachhallend.
Lassen Sie sich in die Kinosessel fallen, wenn das Licht ausgeht, der Vorhang sich öffnet und die Vorstellung beginnt! Wir möchten Sie zu einer Herzbluttransfusion einladen, Sie mit unserer Kurzfilmleidenschaft infizieren und Ihnen den Atem rauben. Doch keine Angst, Sie haben nichts zu befürchten, es ist alles Magie!

Christian Hempel für die Auswahlkommission Nationaler Wettbewerb

6,00 €
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6,00 € inkl. 7% MwSt.

Menge

Mittwoch - 16:00 - WSW - Clubkino im Lingnerschloss

Der Filmverband Sachsen lädt gemeinsam mit dem Sorbisch-Deutschen Filmnetzwerk Łužycafilm und der Stiftung für das sorbische Volk im Rahmen des FILMFEST DRESDEN zum Filmprogramm „Wiźeś.Sichtbar.Widźomne“ in das Lingnerschloss ein. Mit Animation, Musikvideo und Kurzspielfilmen aus der sorbischen Lausitz bietet die Veranstaltung eine spannende Mischung verschiedener Formate und Perspektiven.

TOŚ TA LUBOSĆ/DIESE LIEBE
Regie: Katja Hrjehorjec
TOŚ TA LUBOSĆ handelt, wie der Titel schon verrät, von der großen kleinen Liebe. Während Jacke Schwarz im Lied eine Liebe besingt, die „alles immer verträgt, ohne sich in das eigene Spiegelbild zu verlieben“, feiert das Musikvideo diejenigen, die uns täglich Halt geben. Nicht die große Romanze, nicht der Prinz auf dem weißen Pferd, sondern die, die wir auch nicht mehr loswerden: unsere Geschwister. Und sind unsere Freund:innen nicht auch genau das – Geschwister? Wilde Hühner goes Łužica. Das Musikvideo von TOŚ TA LUBOSĆ ist eine Liebeserklärung an Schwesternschaft.

SONNENKÖNIGIN
Regie: Oskar Gaston Koller
Der Kurzfilm von der Filmuniversität Babelsberg erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die zur Repräsentantin eines ländlichen Klimawandelprojekts wird. Zwar wird Johanna vom Bürgermeister unterstützt, doch ihr schlägt auch heftiger Widerstand entgegen. Als Karsten, ihr schärfster Widersacher, sie während eines traditionellen Dorffestes öffentlich angeht, droht die Situation zu eskalieren. Lionel, der eine heimliche Liebesbeziehung mit Johanna führt, traut sich nicht, für sie einzustehen. Johanna ahnt, dass sie für ihren Aktivismus einen hohen Preis zahlen muss.

KITO, MAJA A POTAJNA KŘINJA: WO PŘIPOłDNICY KIŽ CHCYŠE STAWIZNIČKU SŁYŠEĆ/KITO, MAJA UND DIE KUGELKISTE: VON DER MITTAGSFRAU, DIE EINE GESCHICHTE HÖREN WOLLTE
Regie: Eliza Płocieniak-Alvarez
Hanka (Kito) vergisst, in der Mittagshitze eine Pause zu machen und gerät in Gefahr, von der Mittagsfrau (Maja) bestraft zu werden. Um sich zu retten, muss sie die Mittagsfrau ablenken, sonst droht ihr ein Sonnenbrand. Wird sie es schaffen, die Mittagsfrau für eine ganze Stunde zu unterhalten?

Z NJEBJES WYŠIN/VOM HIMMEL HOCH
Regie: Angela Schuster
Ein Mädchen erlebt den Zauber der Vorweihnachtszeit: Weihnachtsstollen, Heimlichkeiten und das Warten auf das Bože dźěćatko, das sorbische Christkind. Doch plötzlich sind da Zweifel. Kommt das Bože dźěćatko wirklich vom Himmel auf die Erde herab, um den Menschen Segen zu bringen? Der Stummfilm mit sorbischen und deutschen Schrifttafeln, umrahmt von traditionellen Blaudruckornamenten und Musikbegleitung auf der Kinoorgel, erzählt eine berührende Geschichte aus der Lausitz zur Zeit der 1920er Jahre.

Wir bitten um Anmeldung per Mail an m.mager@filmverband-sachsen.de.
Eintritt frei, in deutscher und sorbischer Sprache

Im Anschluss an die Vorführungen und Filmgespräche bietet sich die Möglichkeit des Austausches und der Vernetzung beim Get-together des Filmverband Sachsen e. V. mit kühlen Getränken ab 18 Uhr in schönem Ambiente im Sternensaal des Lingnerschlosses.

Ab 19 Uhr zeigen der Filmverband Sachsen und die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) in der Reihe „Regionaler Fokus“ Ausschnitte aus ihrem gemeinsamen Digitalisierungsprogramm zur Sicherung des audiovisuellen Erbes in Sachsen (SAVE). In diesem Jahr widmet sich die Programmreihe dem Dresdner Filmschaffenden Ernst Hirsch.

6,00 €
Online Standard

6,00 € inkl. 7% MwSt.

Menge

Mittwoch - 17:30 - Internationaler Wettbewerb 4 - Schauburg / Leone-Saal

Jahr für Jahr scheint unsere menschengemachte Welt mehr aus den Fugen zu geraten. Kriege und Genozide, Klimakollaps, ideologische Konflikte, digitale Empörung, Förderkürzungen – suchen Sie sich etwas aus! Und mit jeder neuen Ausgabe eines Filmfestivals kehrt die Frage nach dessen Rolle in einer solchen Welt zurück.
Jahr für Jahr klingen auch die Antworten vertraut: die Künste stärken, Filmschaffende unterstützen, Dialog pflegen, Brücken bauen. Wertvolle Worte – und oft genug wiederholt, dass sie zur institutionellen Fahrstuhlmusik zu werden drohen, zu aus Gewohnheit aufgesagten Mantras. Warum also weiterhin Einleitungen schreiben, wenn alle ohnehin schon wissen, was darin stehen wird?
Vielleicht, weil eine Einleitung weder Rechtfertigung noch Manifest ist, sondern eine Einladung – ein Angebot dafür, wie wir zusammenkommen wollen. Festivals können die Welt nicht reparieren, aber sie können temporäre Räume schaffen, in denen wir das Miteinander üben: zuhören, lachen, streiten, aufmerksam und neugierig sein.
Die Filme erden diese Aufmerksamkeit. Das diesjährige Programm navigiert die Komplexität unserer Zeit mit Arbeiten, die mal schreien und mal flüstern – Filme, die zögern, beobachten und auf Ambivalenz bestehen in einer Welt, die nach Gewissheit verlangt. Einige setzen sich direkt mit Machtstrukturen auseinander; andere spüren ihnen im Alltäglichen nach, entlang individueller Identitäten und kollektiver Geschichte.
Wenn Publikum und Filme aufeinandertreffen, treten Unterschiede unweigerlich zutage. Erwartungen prallen aufeinander, Vorurteile werden herausgefordert. Doch diese Reibung ist kein Scheitern, sondern gelebter Pluralismus. Wir betreten das Kino geprägt von eigenen Erfahrungen, Hoffnungen und Wünschen; diese Räume zu teilen heißt, Perspektiven zu begegnen, die unsere eigenen verunsichern – und neu auszuhandeln, was wir zu wissen glaubten.
Festivals sind keine neutralen Gebilde. Jede Auswahl trägt eine Perspektive in sich. Sie spiegelt nicht nur die Realitäten, die Filmschaffende beobachten, sondern auch die Gespräche, die wir als Programmer:innen in einer temporären Landschaft anstoßen möchten, geprägt von jenen, die sie betreten. Vielleicht schreiben wir diese Einleitungen weiter, um diesen gemeinsamen Anfang zu markieren – um anzuerkennen, dass wir uns für ein paar Stunden versammeln; präsent zu sein und zu entdecken, was es heißt, gemeinsam zu schauen, zu denken und zu fühlen.

Vincent Förster im Namen der Auswahlkommission für den Internationalen Wettbewerb

6,00 €
Online Standard

6,00 € inkl. 7% MwSt.

Menge

Mittwoch - 18:00 - Diskurs Europa 2 - Thalia

Das Programm „Can’t Help Being Human“ vereint sechs zeitgenössische lettische Kurzfilme, die die Spannungen zwischen privaten Impulsen und gesellschaftlichen Erwartungen, zwischen Innenleben und den Rollen, die wir spielen, beleuchten. Die Auswahl bewegt sich zwischen Fiktion, Dokumentarfilm und Animation und zeigt, wie Menschen mit Verletzlichkeit, Sehnsucht und Verantwortung umgehen – oft durch kleine Rituale, Routinen und Gesten der Fürsorge.
Den Auftakt bildet der RĪGAS CERIŅI, in dem sich scheinbar beiläufige Gespräche über Gerüche zu unerwartet aufschlussreichen Begegnungen entwickeln. Zwischen ängstlichen Bürger:innen, überheblichen Behörden und vorbeikommenden Fremden zeigen die Schilderungen, wie etwas nicht Greifbares wie ein Duft Verlegenheit, Humor und stille Verletzlichkeit in sich tragen kann.
In CAN’T HELP MYSELF führt die Suche nach Verbundenheit entlang der Ostseeküste. Während sie Eis verkauft, taucht eine junge Frau in geführte Affirmationen und Fragmente mitgehörter Gespräche ein und probt Intimität in einer Landschaft, die von Ratschlägen, Zweifeln und Sehnsucht durchdrungen ist.
Eine dunklere Form der Routine prägt TĪRĪBA. Obwohl es sich um ein humorvolles Porträt eines von Hygiene besessenen Büroangestellten handelt, offenbart der Film eine zerbrechlichere emotionale Realität, in der sorgfältig gepflegte Rituale auf tiefere Ängste und Abhängigkeiten hindeuten.
Mit Blick auf das Kino selbst betritt 81 METRS während der Pandemie im Jahr 2021 Lettlands letzte noch erhaltene Kinosäle. Gedreht auf Super 8, reflektiert der Film über die Verletzlichkeit physischer Kinoräume und die kollektiven Erinnerungen, die sie weiterhin bewahren.
Fragen nach Disziplin und Pflicht tauchen in GUARD OF HONOUR auf, wo eine zeremonielle militärische Routine fortbesteht, selbst als eine Naturkatastrophe die Szene stört. Der einfache Akt, auf seinem Posten zu bleiben, wird sowohl absurd als auch still ergreifend.
Schließlich stellt KUR SAULĪTE NAKTI GUĻ? den modernen Arbeitsplatz als surreale Unternehmensmythologie dar. In fensterlosen Büros, bevölkert von erschöpften Manager:innen und Buchhalter:innen, tauchen seltsame Rituale und Fragmente von Folklore auf, als Wege, mit der Monotonie der heutigen Arbeitswelt fertig zu werden.
In diesen Werken verflechten sich Humor, Melancholie und stille Absurdität. Gemeinsam zeichnen sie ein Bild der Gegenwart, in der Menschen Routinen, Geschichten und kleine Gesten der Fürsorge schaffen – Wege, sich zu erden und dem Alltag einen Sinn zu geben. In Momenten der Unsicherheit werden diese Gewohnheiten zu Werkzeugen der Resilienz und helfen uns, uns in einer Welt zurechtzufinden, die nicht nur von persönlichen Zweifeln, sondern auch von den Lasten und Ängsten der aktuellen Zeit geprägt ist. Die Filme erinnern uns auf sanfte Weise daran, dass Menschsein bedeutet, ständig nach einer Verbindung, Sinn und Stabilität zu suchen, selbst wenn sich die Welt um uns herum unsicher anfühlt.

Kuratiert von Lauma Kaudzīte

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Mittwoch - 18:00 - Schwerpunkt 4 - Schauburg/ Tarkowski-Saal

Heimat ist etwas Festes und doch Brüchiges. Sie ist mehr als nur ein Ort. Sie ist Erinnerung, fortwährende Erfahrung und flüchtiges Gut in einer Zeit, in der Menschen gewollt oder ungewollt immer mehr zu Nomad:innen werden. Die hier versammelten Filme bilden verschiedene Facetten von dem, was Heimat sein kann: Teil einer Identität, an der wir arbeiten und die sich immer wieder neu bildet.
Kuratiert von Husein Bastouni, Sven Pötting

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Mittwoch - 18:30 - Animated - Schauburg / Chaplin-Saal

In diesem Jahr feiern wir eine außergewöhnliche 90-jährige Reise der afrikanischen Animation; eine Geschichte, die kreative Widerstandsfähigkeit, kulturelle Ausdruckskraft und die Rückeroberung des Bildes aus dem Inneren des Kontinents feiert. Zu lange wurde Afrika durch die Brille von Außenstehenden betrachtet, von kolonialen Darstellungen bis hin zu Hollywood-Porträts, die Landschaften exotisierten und gleichzeitig die kreative Kraft Afrikas ausschlossen. Doch lange bevor globale Studios afrikanische Schauplätze und Symbole übernahmen, verstanden afrikanische Erzähltraditionen bereits Bewegung, Transformation und Narrativ: die Grundlagen der Animation. Die afrikanische Animation entstand aus der einheimischen Vorstellungskraft, die auf mündlicher Überlieferung, Puppenspiel, Schattentheater und Performance beruhte, und verband sich später mit der Filmtechnologie zu einer einzigartigen Filmsprache, die von afrikanischen Stimmen und Lebenserfahrungen belebt wurde.
Dieses Programm spiegelt dieses Erbe wider, von der bahnbrechenden Zeichentrickfigur Mish-Mish bis hin zu zeitgenössischen Kurzfilmen, die Folklore, Sozialsatire, poetische Reflexion und fantasievolle Zukunftsvisionen umfassen.
I DIFAA AL WATANI (1939, Ägypten) fängt den spielerischen patriotischen Geist von Mish-Mish Effendi ein, einer der frühesten Zeichentrickfiguren des Kontinents, der in diesem Film die nationale Armee gegen die Nazis anführt, die Ende der 1930er Jahre in Ägypten einmarschierten. BON VOYAGE, SIM (1966, Niger) nimmt uns mit auf eine satirische Reise eines Froschpräsidenten und zeigt die Kreativität nach der Unabhängigkeit. LA FEMME MARIÉE À TROIS HOMMES (1993, Burkina Faso/Kanada) interpretiert eine Volkssage über Wahlfreiheit und Handlungsfähigkeit neu, während MINE (1991, Südafrika) von William Kentridge mit ausdrucksstarker, handgefertigter Animation die Entmenschlichung der Apartheid thematisiert.
Zeitgenössische Stimmen kommen in L’OMBRE DES PAPILLONS (2022, Marokko/Portugal) zum Ausdruck, einer traumhaften Meditation über Erinnerung. THE PYRAMID (2021, Ägypten) verbindet Witz mit altertümlicher Fantasie. SHOUT SHOUT, LET IT ALL OUT (2006, Südafrika) bietet spielerische Absurdität, und TOTO’S JOURNEY (2005, Kenia) reflektiert das tägliche Leben in Bewegung. ILM, LE SAVOIR (2008, Madagaskar) setzt sich mit Unterschieden und Zugehörigkeit auseinander, während BLACK BARBIE (2016, Ghana) Schönheitsideale kritisch hinterfragt. Die Auswahl endet mit KIZAZI MOTO: STARDUST (2023, Ägypten/Südafrika), einer afro-futuristischen Geschichte über Schicksal und Verwandlung, und unterstreicht die Kraft der Animation, Afrikas Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft darzustellen.
Zusammen erzählen diese Filme eine Geschichte von Innovation und kulturellem Wiederaufleben, ein Zeugnis afrikanischer Geschichtenerzähler:innen, die das animierte Bild zurückerobern und ihre Ausdrucksmöglichkeiten über Jahrzehnte hinweg erweitert haben.

Kuratiert von Mohamed Ghazala

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Mittwoch - 19:00 - Nationaler Wettbewerb 3 - Schauburg / Lang-Saal

Seit 1998 ist der Nationale Wettbewerb nun bereits eine der beiden Herzkammern des FILMFEST DRESDEN und pumpt Herzschlag für Herzschlag pure Leidenschaft für Kurzfilme durch die Venen, Adern und Kapillaren des Festivals. Ein Relikt aus einem vergangenen Jahrtausend? Im Gegenteil, mehr als zuvor ist das nationale Filmschaffen ein Pulsmesser in Zeiten von Chaos, Krisen und Kriegen in einer hypertonen Welt. Auf diese Welt reagieren, resonieren, reflektieren; mal bunt, mal monochrom, mal wild und laut, still und stumm, poetisch oder mit Gebrüll: Der Kurzfilm ist kein bloßer Begleiter. Er ist Schrittmacher, Lautmaler, Traumfänger und Wellenbrecher.
Aus hunderten Einreichungen haben wir von der Auswahlkommission des Nationalen Wettbewerbs ein mitreißendes Programm zusammengestellt. In 25 Kurzfilmen, darunter zehn Animationsbeiträge, suchen hiesige Filmemacher:innen neue Narrative wie Ästhetiken, lassen die alten Welten kollabieren und öffnen neue Räume für Figuren und Geschichten. Fantastische Tierwesen und Märchenfiguren treffen auf dystopische Szenarien und existenzielle Krisen, KI-Alpträume und Zeitreisen, medienarchäologische Fundstücke, ein utopisches Tanz-Musical, Fruchtfliegen, Übungen für effektivere Prokrastination und Neujahr in einem anderen Palästina. Selten war der Nationale Wettbewerb so vielschichtig, wundersam und nachhallend.
Lassen Sie sich in die Kinosessel fallen, wenn das Licht ausgeht, der Vorhang sich öffnet und die Vorstellung beginnt! Wir möchten Sie zu einer Herzbluttransfusion einladen, Sie mit unserer Kurzfilmleidenschaft infizieren und Ihnen den Atem rauben. Doch keine Angst, Sie haben nichts zu befürchten, es ist alles Magie!

Christian Hempel für die Auswahlkommission Nationaler Wettbewerb

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Mittwoch - 19:00 - Regionaler Fokus - Clubkino im Lingnerschloss

Das alte Dresden, prächtige Residenz der Wettiner Kurfürsten, Perle des Barock – es sind Zuschreibungen wie diese, die das Selbstverständnis der sächsischen Hauptstadt bis heute prägen. Dieses Dresden ist im Zweiten Weltkrieg in Flammen aufgegangen. Ein Schicksal, das es mit vielen anderen deutschen Großstädten teilte, das jedoch wohl in keiner davon im kollektiven Gedächtnis bis heute derart präsent ist. Das hat vielleicht auch mit den unzähligen Bildern der Stadt zu tun, gebannt auf lichtempfindliche Filmstreifen. Schließlich war Dresden nicht nur historische Kulisse, sondern eine Zeitlang auch größter Produktionsstandort von Fotoapparaten, Filmkameras, Projektoren, Fotopapieren und Filmmaterial in Europa. Material, das natürlich irgendwo ausprobiert werden musste, und so entstanden von all der barocken Pracht nicht nur unzählige Fotoaufnahmen, sondern auch zahlreiche bewegte Bilder.
Dass viele davon erhalten sind, haben wir Ernst Hirsch zu verdanken. Der Dresdner Kameramann, Dokumentarfilmer und Regisseur trug in seinem privaten Archiv zahlreiche historische Filme über Dresden zusammen, die ältesten stammen von 1903. Aber es ist nicht nur die Sammlerleidenschaft, die Ernst Hirsch den Beinamen „Das Auge von Dresden“ einbrachte. Als Neunjähriger erlebte er den Untergang der Stadt, ihren Wiederaufbau begleitete er selbst mit der Filmkamera. Den Kunstwerken Dresdens und den Künstler:innen, die hier tätig waren, setzte er zahlreiche dokumentarische Denkmale, aber er machte auch vor für die Dresdner:innen schmachvollen Themen, wie dem „Judenlager“ am Heller, keinen Halt.
Einen Teil des Archivs von Ernst Hirsch haben die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) und der Filmverband Sachsen während der Pilotphase ihres gemeinsamen Programms zur Sicherung des audio-visuellen Erbes in Sachsen (SAVE) bereits 2018 digitalisiert. Im vergangenen Jahr erwarben die SLUB und die Museen der Stadt Dresden dann die gesamte Film- und Kamerasammlung von Hirsch, um sie für kommende Generationen zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ein kleiner Ausschnitt aus insgesamt mehr als 400 Filmrollen ist anlässlich des bevorstehenden 90. Geburtstages von Ernst Hirsch im Regionalen Fokus zu sehen. Im Zentrum steht historisches Archivmaterial aus der Zeit vor 1945, ergänzt wird es durch Aufnahmen des Filmemachers vom Wiederaufbau des Zwingers, der Hofkirche und der heutigen Wilsdruffer Straße aus den 1950er und 60er Jahren sowie der Frauenkirche aus den 1990ern.

Kuratiert von André Hennig, Ernst Hirsch, Lukas Schneider

Vor Beginn der Aufführung am Mittwoch bittet der Filmverband Sachsen alle Gäste zu einem kleinen kostenfreien Empfang.

Über Sicherung des audio-visuellen Erbes in Sachsen (SAVE)
Seit 2016 kümmert sich der Filmverband Sachsen gemeinsam mit der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) um die Bewahrung analoger audio-visueller Medien mit Bezug zum Freistaat. Durch das Landeprogramm SAVE werden audio-visuelle Kulturgüter und Forschungsdokumente mit sächsischem Bezug fachgerecht digitalisiert, öffentlich zugänglich gemacht und für die Zukunft dauerhaft gesichert. Gefördert wird das Landesprogramm SAVE durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus aus Mitteln auf Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

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Mittwoch - 20:00 - Fokus Québec - Thalia

Mit diesem Programm wollte ich die kulturelle Vielfalt durch Ästhetik und Form erkunden, um zu zeigen, wie groß und doch einzigartig Québec in seiner kreativen Energie ist. Obwohl all diese Filme unterschiedliche Kulturen und Ideen behandeln, zieht sich der pulsierende kreative Impuls der einzigartigen Kunst Québecs wie ein roter Faden durch alle Filme.
Ich interessiere mich für Ästhetik als Mittel zur Erforschung von Kultur und Perspektive, deshalb habe ich das Programm „Shifted Horizons“ genannt. Normalerweise denken wir bei Quebecer Kino nur an französisch-kanadisches Kino, und ich wollte die Tiefen und Ecken erkunden, die nicht unbedingt immer repräsentiert oder zusammen gezeigt werden.

Harley Charmandy

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Mittwoch - 20:00 - Internationaler Wettbewerb 5 - Schauburg / Leone-Saal

Jahr für Jahr scheint unsere menschengemachte Welt mehr aus den Fugen zu geraten. Kriege und Genozide, Klimakollaps, ideologische Konflikte, digitale Empörung, Förderkürzungen – suchen Sie sich etwas aus! Und mit jeder neuen Ausgabe eines Filmfestivals kehrt die Frage nach dessen Rolle in einer solchen Welt zurück.
Jahr für Jahr klingen auch die Antworten vertraut: die Künste stärken, Filmschaffende unterstützen, Dialog pflegen, Brücken bauen. Wertvolle Worte – und oft genug wiederholt, dass sie zur institutionellen Fahrstuhlmusik zu werden drohen, zu aus Gewohnheit aufgesagten Mantras. Warum also weiterhin Einleitungen schreiben, wenn alle ohnehin schon wissen, was darin stehen wird?
Vielleicht, weil eine Einleitung weder Rechtfertigung noch Manifest ist, sondern eine Einladung – ein Angebot dafür, wie wir zusammenkommen wollen. Festivals können die Welt nicht reparieren, aber sie können temporäre Räume schaffen, in denen wir das Miteinander üben: zuhören, lachen, streiten, aufmerksam und neugierig sein.
Die Filme erden diese Aufmerksamkeit. Das diesjährige Programm navigiert die Komplexität unserer Zeit mit Arbeiten, die mal schreien und mal flüstern – Filme, die zögern, beobachten und auf Ambivalenz bestehen in einer Welt, die nach Gewissheit verlangt. Einige setzen sich direkt mit Machtstrukturen auseinander; andere spüren ihnen im Alltäglichen nach, entlang individueller Identitäten und kollektiver Geschichte.
Wenn Publikum und Filme aufeinandertreffen, treten Unterschiede unweigerlich zutage. Erwartungen prallen aufeinander, Vorurteile werden herausgefordert. Doch diese Reibung ist kein Scheitern, sondern gelebter Pluralismus. Wir betreten das Kino geprägt von eigenen Erfahrungen, Hoffnungen und Wünschen; diese Räume zu teilen heißt, Perspektiven zu begegnen, die unsere eigenen verunsichern – und neu auszuhandeln, was wir zu wissen glaubten.
Festivals sind keine neutralen Gebilde. Jede Auswahl trägt eine Perspektive in sich. Sie spiegelt nicht nur die Realitäten, die Filmschaffende beobachten, sondern auch die Gespräche, die wir als Programmer:innen in einer temporären Landschaft anstoßen möchten, geprägt von jenen, die sie betreten. Vielleicht schreiben wir diese Einleitungen weiter, um diesen gemeinsamen Anfang zu markieren – um anzuerkennen, dass wir uns für ein paar Stunden versammeln; präsent zu sein und zu entdecken, was es heißt, gemeinsam zu schauen, zu denken und zu fühlen.

Vincent Förster im Namen der Auswahlkommission für den Internationalen Wettbewerb

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Mittwoch - 20:30 - Schwerpunkt 3 - Schauburg/ Tarkowski-Saal

Unser Arbeitsalltag befindet sich in einem Wandel, der durch Digitalisierung, KI und Globalisierung massiv beschleunigt wird. Traditionelle Strukturen lösen sich auf. Diese komplexe Dynamik fasziniert und verunsichert gleichermaßen. Das in Zusammenarbeit mit dem Schaufler Lab@TU Dresden entstandene Programm zeigt, wie sich die „schöne neue Arbeitswelt“ auch auf unser Leben auswirkt.
Kuratiert von Pauline Hohn, Gwendolin Kremer, Sven Pötting, Mario Pfeifer

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Mittwoch - 21:00 - Schwerpunkt 2 - Schauburg / Chaplin-Saal

Sie arbeiteten tagsüber. Nachts versuchten einige von ihnen, sich die Zeit zurückzuholen, die ihnen genommen worden war … An dieser Bruchlinie zwischen auferlegter und zurückeroberter Zeit setzt das Programm „What Remains of Gestures“ an.
Die sechs Filme betrachten Arbeit nicht als ökonomische Kategorie, sondern als sinnliche Erfahrung, als ein Ordnungsprinzip des Sichtbaren und Unsichtbaren. Arbeit tritt hier als ordnende Kraft hervor: Sie strukturiert Räume, bestimmt den Rhythmus, weist Körpern bestimmte Gesten zu und überführt Gesten in Funktionen.
In unterschiedlichen geografischen, historischen und formalen Kontexten untersuchen die Filme, wie sich Arbeit in die Existenz von Menschen einschreibt. Sie fragen danach, wie Arbeit Zeit organisiert, Räume zuweist, Rhythmen reguliert und Körper modelliert. Arbeit erscheint hier weniger als Handlung denn als sensible Struktur: als ein Modus, Zeit zu ordnen, Raum einzunehmen und die Grenze zwischen Sagbarem und Unsagbarem zu ziehen. Doch selbst in dieser Ordnung werden Abweichungen sichtbar – Formen des Widerstehens, des Verlangsamens, des Bewahrens gelebter Erfahrung.
In MARTA formt die Wiederholung von Handgriffen einer polnischen Textilarbeiterin eine Zeitstruktur, die ganz von Notwendigkeit bestimmt ist. Die Arbeit wirkt über den Ort der Produktion hinaus, sickert ins Private und verengt den Horizont auf die fortwährende Wiederholung. Die Handlung zielt nicht auf das Ereignis, sondern hält den Verschleiß fest. Die Müdigkeit nimmt Gestalt an – als Form, als Dauer, als Zustand.
IN PRAISE OF SLOWNESS richtet den Blick auf Berufe, die vom Verschwinden bedroht sind. Langsamkeit gewinnt dabei eine besondere Bedeutung: Sie gibt der Geste ihre Tiefe zurück und stellt eine Beziehung zur Welt her, die sich der rein produktiven Messbarkeit entzieht. Arbeit entfaltet sich hier als Präsenz, als Aufmerksamkeit, als Einschreibung in eine gelebte Dauer.
In 所有动作都应杀死风 (ALL MOVEMENTS SHOULD KILL THE WIND) und FROM ECUADOR WITH LOVE wiederholen sich Gesten bis an die Grenze des Verschwindens. Ob beim Bearbeiten von Stein oder beim Kultivieren von Rosen – menschliche Arbeit scheint von Material, Natur oder industrieller Logik absorbiert zu werden.
Mit INVENTAR verschiebt sich der Blick auf Architektur und kollektives Gedächtnis. Der Rückbau eines modernistischen Gebäudes macht die Auflösung eines historischen Projekts sichtbar. Die Körper, die an seiner Demontage arbeiten, sind Teil dieser Transformation: Die Materie zerfällt – und mit ihr die Erzählung, die sie getragen hat. Arbeit wird damit zum Medium symbolischer Re-Konfiguration.
Demgegenüber verengt KRAHËT E PUNËTORËVE radikal den Maßstab. Hier geht es nicht mehr um kollektive Erinnerung, sondern um körperliche Einschreibung. Von Unfällen gezeichnete Körper erinnern daran, dass Arbeit nicht verschwindet, wenn die Tätigkeit an sich endet. Die unterbrochene Geste arbeitet im Fleisch weiter. Während INVENTAR eine Geschichte im Zerfall zeigt, macht KRAHËT E PUNËTORËVE eine unauslöschliche Spur sichtbar.
Diese Filme formulieren eine ästhetische und politische Frage im konkretesten Sinn: Wer hat ein Recht auf Zeit, auf Sichtbarkeit, auf Sprache? Und was bleibt von den Gesten, wenn die Produktion endet, ihre Spuren aber fortbestehen?

Kuratiert von Randa Maroufi

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Mittwoch - 22:00 - Nationaler Wettbewerb 2 - Schauburg / Lang-Saal

Seit 1998 ist der Nationale Wettbewerb nun bereits eine der beiden Herzkammern des FILMFEST DRESDEN und pumpt Herzschlag für Herzschlag pure Leidenschaft für Kurzfilme durch die Venen, Adern und Kapillaren des Festivals. Ein Relikt aus einem vergangenen Jahrtausend? Im Gegenteil, mehr als zuvor ist das nationale Filmschaffen ein Pulsmesser in Zeiten von Chaos, Krisen und Kriegen in einer hypertonen Welt. Auf diese Welt reagieren, resonieren, reflektieren; mal bunt, mal monochrom, mal wild und laut, still und stumm, poetisch oder mit Gebrüll: Der Kurzfilm ist kein bloßer Begleiter. Er ist Schrittmacher, Lautmaler, Traumfänger und Wellenbrecher.
Aus hunderten Einreichungen haben wir von der Auswahlkommission des Nationalen Wettbewerbs ein mitreißendes Programm zusammengestellt. In 25 Kurzfilmen, darunter zehn Animationsbeiträge, suchen hiesige Filmemacher:innen neue Narrative wie Ästhetiken, lassen die alten Welten kollabieren und öffnen neue Räume für Figuren und Geschichten. Fantastische Tierwesen und Märchenfiguren treffen auf dystopische Szenarien und existenzielle Krisen, KI-Alpträume und Zeitreisen, medienarchäologische Fundstücke, ein utopisches Tanz-Musical, Fruchtfliegen, Übungen für effektivere Prokrastination und Neujahr in einem anderen Palästina. Selten war der Nationale Wettbewerb so vielschichtig, wundersam und nachhallend.
Lassen Sie sich in die Kinosessel fallen, wenn das Licht ausgeht, der Vorhang sich öffnet und die Vorstellung beginnt! Wir möchten Sie zu einer Herzbluttransfusion einladen, Sie mit unserer Kurzfilmleidenschaft infizieren und Ihnen den Atem rauben. Doch keine Angst, Sie haben nichts zu befürchten, es ist alles Magie!

Christian Hempel für die Auswahlkommission Nationaler Wettbewerb

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Mittwoch - 22:30 - Internationaler Wettbewerb 6 - Schauburg / Leone-Saal

Jahr für Jahr scheint unsere menschengemachte Welt mehr aus den Fugen zu geraten. Kriege und Genozide, Klimakollaps, ideologische Konflikte, digitale Empörung, Förderkürzungen – suchen Sie sich etwas aus! Und mit jeder neuen Ausgabe eines Filmfestivals kehrt die Frage nach dessen Rolle in einer solchen Welt zurück.
Jahr für Jahr klingen auch die Antworten vertraut: die Künste stärken, Filmschaffende unterstützen, Dialog pflegen, Brücken bauen. Wertvolle Worte – und oft genug wiederholt, dass sie zur institutionellen Fahrstuhlmusik zu werden drohen, zu aus Gewohnheit aufgesagten Mantras. Warum also weiterhin Einleitungen schreiben, wenn alle ohnehin schon wissen, was darin stehen wird?
Vielleicht, weil eine Einleitung weder Rechtfertigung noch Manifest ist, sondern eine Einladung – ein Angebot dafür, wie wir zusammenkommen wollen. Festivals können die Welt nicht reparieren, aber sie können temporäre Räume schaffen, in denen wir das Miteinander üben: zuhören, lachen, streiten, aufmerksam und neugierig sein.
Die Filme erden diese Aufmerksamkeit. Das diesjährige Programm navigiert die Komplexität unserer Zeit mit Arbeiten, die mal schreien und mal flüstern – Filme, die zögern, beobachten und auf Ambivalenz bestehen in einer Welt, die nach Gewissheit verlangt. Einige setzen sich direkt mit Machtstrukturen auseinander; andere spüren ihnen im Alltäglichen nach, entlang individueller Identitäten und kollektiver Geschichte.
Wenn Publikum und Filme aufeinandertreffen, treten Unterschiede unweigerlich zutage. Erwartungen prallen aufeinander, Vorurteile werden herausgefordert. Doch diese Reibung ist kein Scheitern, sondern gelebter Pluralismus. Wir betreten das Kino geprägt von eigenen Erfahrungen, Hoffnungen und Wünschen; diese Räume zu teilen heißt, Perspektiven zu begegnen, die unsere eigenen verunsichern – und neu auszuhandeln, was wir zu wissen glaubten.
Festivals sind keine neutralen Gebilde. Jede Auswahl trägt eine Perspektive in sich. Sie spiegelt nicht nur die Realitäten, die Filmschaffende beobachten, sondern auch die Gespräche, die wir als Programmer:innen in einer temporären Landschaft anstoßen möchten, geprägt von jenen, die sie betreten. Vielleicht schreiben wir diese Einleitungen weiter, um diesen gemeinsamen Anfang zu markieren – um anzuerkennen, dass wir uns für ein paar Stunden versammeln; präsent zu sein und zu entdecken, was es heißt, gemeinsam zu schauen, zu denken und zu fühlen.

Vincent Förster im Namen der Auswahlkommission für den Internationalen Wettbewerb

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Mittwoch - 22:30 - Panorama International - Thalia

Wusstet Ihr, dass man aus der Spitze einer Ananas eine neue Ananas züchten kann, und aus der Spitze dieser Ananas wiederum eine weitere – und so weiter und so fort, theoretisch bis in alle Ewigkeit? Nützliches Wissen für den Tag, an dem geopolitische Katastrophen die Menschheit dazu zwingen, neu zu lernen, wie man in einer Welt nach dem Internet lebt. Bei dem Versuch, digitale Erinnerungen in die Realität zurückzubringen, könnte eine süß-saftige Ananas Euren Abend in einer von Mark Zuckerberg und dem Jenner-Kardashian-Clan betriebenen Entzugsklinik retten.
Saftig ist auch das Stichwort für zwei Schweißer, die während ihrer Mittagspause ein Himmelsphänomen beobachten. Angesichts des Erhabenen lassen sie ihre Masken fallen – obwohl die Sonne scheint. Apropos Masken: Habt Ihr jemals über die Gefühle einer Rettungspuppe nachgedacht? Hinter ihrem starren Lächeln strömen Emotionen durch ihren Plastikkörper, besonders wenn sie am Boden eines Schwimmbeckens vergessen wird. Wie schön wäre es, von den starken und beruhigenden Armen eines Schwimmers aufgehoben und an die Oberfläche gebracht zu werden …
Könnte dieser Schwimmer Pubert Jimbob sein? Noch nicht. Zunächst muss er Nadine, einem Klumpen mit Mund, zu Hilfe kommen, nachdem er von einer rätselhaften Gestalt, die ihm ein Feuerzeug zuwirft, von seinem geliebten Sofa weggelockt wurde. Candela hingegen hätte wahrscheinlich auf ihrem bleiben sollen. Stattdessen überfährt sie versehentlich den Hund ihres Neffen – ausgerechnet an seinem Geburtstag. Anstatt zu gestehen, erfindet sie eine Legende über eine Pilgerreise von Hunden zu einem heiligen Baum.
Und Lügen halten sich ja bekanntermaßen überraschend lange, zumindest bis wir wirklich im Post-Internet-Zeitalter angekommen sind. Bis dahin werden in unserer wilden Welt gewöhnliche Menschen als Wölfe bezeichnet und als nutzlos und gefährlich verfolgt, während sie in Wirklichkeit nur liebenswerte Katzen sind, die ihr normales Leben leben. Am Ende ist sich jedenfalls niemand einig, was wirklich wahr ist: die Sonnenfinsternis, die Pilgerreise, die Wölfe oder die Katzen. Immerhin die Ananas wächst weiter – und das ist ein ebenso gutes System der Wahrheit wie jedes andere.

Vincent Förster im Namen der Auswahlkommission für den Internationalen Wettbewerb

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Donnerstag

Donnerstag - 12:00 - Internationaler Wettbewerb 1 - Schauburg / Leone-Saal

Jahr für Jahr scheint unsere menschengemachte Welt mehr aus den Fugen zu geraten. Kriege und Genozide, Klimakollaps, ideologische Konflikte, digitale Empörung, Förderkürzungen – suchen Sie sich etwas aus! Und mit jeder neuen Ausgabe eines Filmfestivals kehrt die Frage nach dessen Rolle in einer solchen Welt zurück.
Jahr für Jahr klingen auch die Antworten vertraut: die Künste stärken, Filmschaffende unterstützen, Dialog pflegen, Brücken bauen. Wertvolle Worte – und oft genug wiederholt, dass sie zur institutionellen Fahrstuhlmusik zu werden drohen, zu aus Gewohnheit aufgesagten Mantras. Warum also weiterhin Einleitungen schreiben, wenn alle ohnehin schon wissen, was darin stehen wird?
Vielleicht, weil eine Einleitung weder Rechtfertigung noch Manifest ist, sondern eine Einladung – ein Angebot dafür, wie wir zusammenkommen wollen. Festivals können die Welt nicht reparieren, aber sie können temporäre Räume schaffen, in denen wir das Miteinander üben: zuhören, lachen, streiten, aufmerksam und neugierig sein.
Die Filme erden diese Aufmerksamkeit. Das diesjährige Programm navigiert die Komplexität unserer Zeit mit Arbeiten, die mal schreien und mal flüstern – Filme, die zögern, beobachten und auf Ambivalenz bestehen in einer Welt, die nach Gewissheit verlangt. Einige setzen sich direkt mit Machtstrukturen auseinander; andere spüren ihnen im Alltäglichen nach, entlang individueller Identitäten und kollektiver Geschichte.
Wenn Publikum und Filme aufeinandertreffen, treten Unterschiede unweigerlich zutage. Erwartungen prallen aufeinander, Vorurteile werden herausgefordert. Doch diese Reibung ist kein Scheitern, sondern gelebter Pluralismus. Wir betreten das Kino geprägt von eigenen Erfahrungen, Hoffnungen und Wünschen; diese Räume zu teilen heißt, Perspektiven zu begegnen, die unsere eigenen verunsichern – und neu auszuhandeln, was wir zu wissen glaubten.
Festivals sind keine neutralen Gebilde. Jede Auswahl trägt eine Perspektive in sich. Sie spiegelt nicht nur die Realitäten, die Filmschaffende beobachten, sondern auch die Gespräche, die wir als Programmer:innen in einer temporären Landschaft anstoßen möchten, geprägt von jenen, die sie betreten. Vielleicht schreiben wir diese Einleitungen weiter, um diesen gemeinsamen Anfang zu markieren – um anzuerkennen, dass wir uns für ein paar Stunden versammeln; präsent zu sein und zu entdecken, was es heißt, gemeinsam zu schauen, zu denken und zu fühlen.

Vincent Förster im Namen der Auswahlkommission für den Internationalen Wettbewerb

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Donnerstag - 13:00 - Mitteldeutscher Wettbewerb - Schauburg/ Tarkowski-Saal

Auch in diesem Jahr spiegeln die für den Wettbewerb ausgewählten Arbeiten die dynamische Filmszene Mitteldeutschlands und repräsentieren die Innovationskraft der regionalen Filmkultur. Die Filme bewegen sich thematisch in einem Spannungsfeld von lokalen und globalen Fragestellungen. Eine Tendenz zur Internationalisierung, zu Co-Produktionen und einer Diversität von gesprochenen Sprachen findet sich in den einzelnen Beiträgen. Vertreten sind verschiedene Gattungen und Genres, auch Dokumentarfilme, die in ihrer Reinform nicht im Nationalen und Internationalen Wettbewerb zu sehen sind. Deutlich erkennbar ist die Tendenz zum Essayfilm, einer besonderen Form des „audiovisuellen Denkens“. Dieser erzählt weniger linear und verknüpft Assoziationen, persönliche Erinnerungen und Gedanken sowie gesellschaftliche Fragestellungen zu einer vielschichtigen Erzählung. Diese Offenheit erlaubt es, komplexe Themen auf poetische, überraschende Weise zu beleuchten und das Publikum aktiv in den Denk- und Reflexionsprozess einzubeziehen.
COLD CALL ist so ein essayistischer Dokumentarfilm, der zudem ein Verbindungsglied zum thematischen Schwerpunkt „Work in Progress“ schafft. Es geht um digitale Selbstjustiz, globale Arbeitsstrukturen und Ungleichheit sowie ein kriminelles Phänomen namens Scamming, das erst auf den zweiten Blick die damit verbundenen Implikationen offenbart und vorschnelle Täterzuweisungen hinterfragen lässt. Der Kurzspielfilm ALLES LIEGT AUF IHR UND IST DIE WELT erkundet das Seelenleben der jungen Protagonistin und handelt von enorm belastender Care-Arbeit, die eine junge Frau, die grade ihr Abitur gemacht hat und ihr Leben genießen sollte, an ihre Grenzen bringt. NEITHER FISH NOR FOWL ist eine poetische Dokumentation über die Flucht einer domestizierten Kuh in die Wildnis, die zur Reflexion über die Grenzbereiche zwischen Natur und Kultur inspiriert und die Konzepte von Freiheit, Fürsorge oder Kontrolle hinterfragt. LOVE YOUR NAILS! ist ein zum Teil KI-generierter Film, der mit umgekehrten Geschlechterrollen spielt, um Geschichte, Sichtbarkeit und soziale Codes zu hinterfragen. UNBEMERKT VERSTORBEN begleitet ein Team von Tatort-Reiniger:innen, die die Wohnung eines allein verstorbenen Menschen säubern, und erinnert daran, wie ein ganzes Leben oft ohne Zeug:innen und ohne Spuren verschwinden kann. EINE TOCHTER UND ZEHN SÖHNE porträtiert junge Erwachsene, die zwischen postsowjetischer Gegenwart und den Verheißungen des American Dream ihren eigenen Weg suchen. Zum Abschluss verbindet das Musikvideo ZERSPLITTER DEIN GLAS Selbstreflexion über Nähe, Unsicherheit und Gefühlschaos mit einem melancholischen Groove zu einem intensiven (Klang-)Erlebnis.

Sven Pötting für die Sichtungskommission des Mitteldeutschen Wettbewerb

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Donnerstag - 14:00 - Nationaler Wettbewerb 2 - Schauburg / Lang-Saal

Seit 1998 ist der Nationale Wettbewerb nun bereits eine der beiden Herzkammern des FILMFEST DRESDEN und pumpt Herzschlag für Herzschlag pure Leidenschaft für Kurzfilme durch die Venen, Adern und Kapillaren des Festivals. Ein Relikt aus einem vergangenen Jahrtausend? Im Gegenteil, mehr als zuvor ist das nationale Filmschaffen ein Pulsmesser in Zeiten von Chaos, Krisen und Kriegen in einer hypertonen Welt. Auf diese Welt reagieren, resonieren, reflektieren; mal bunt, mal monochrom, mal wild und laut, still und stumm, poetisch oder mit Gebrüll: Der Kurzfilm ist kein bloßer Begleiter. Er ist Schrittmacher, Lautmaler, Traumfänger und Wellenbrecher.
Aus hunderten Einreichungen haben wir von der Auswahlkommission des Nationalen Wettbewerbs ein mitreißendes Programm zusammengestellt. In 25 Kurzfilmen, darunter zehn Animationsbeiträge, suchen hiesige Filmemacher:innen neue Narrative wie Ästhetiken, lassen die alten Welten kollabieren und öffnen neue Räume für Figuren und Geschichten. Fantastische Tierwesen und Märchenfiguren treffen auf dystopische Szenarien und existenzielle Krisen, KI-Alpträume und Zeitreisen, medienarchäologische Fundstücke, ein utopisches Tanz-Musical, Fruchtfliegen, Übungen für effektivere Prokrastination und Neujahr in einem anderen Palästina. Selten war der Nationale Wettbewerb so vielschichtig, wundersam und nachhallend.
Lassen Sie sich in die Kinosessel fallen, wenn das Licht ausgeht, der Vorhang sich öffnet und die Vorstellung beginnt! Wir möchten Sie zu einer Herzbluttransfusion einladen, Sie mit unserer Kurzfilmleidenschaft infizieren und Ihnen den Atem rauben. Doch keine Angst, Sie haben nichts zu befürchten, es ist alles Magie!

Christian Hempel für die Auswahlkommission Nationaler Wettbewerb

9,00 €
Online Standard

9,00 € inkl. 7% MwSt.

Menge

Donnerstag - 14:30 - Internationaler Wettbewerb 6 - Schauburg / Leone-Saal

Jahr für Jahr scheint unsere menschengemachte Welt mehr aus den Fugen zu geraten. Kriege und Genozide, Klimakollaps, ideologische Konflikte, digitale Empörung, Förderkürzungen – suchen Sie sich etwas aus! Und mit jeder neuen Ausgabe eines Filmfestivals kehrt die Frage nach dessen Rolle in einer solchen Welt zurück.
Jahr für Jahr klingen auch die Antworten vertraut: die Künste stärken, Filmschaffende unterstützen, Dialog pflegen, Brücken bauen. Wertvolle Worte – und oft genug wiederholt, dass sie zur institutionellen Fahrstuhlmusik zu werden drohen, zu aus Gewohnheit aufgesagten Mantras. Warum also weiterhin Einleitungen schreiben, wenn alle ohnehin schon wissen, was darin stehen wird?
Vielleicht, weil eine Einleitung weder Rechtfertigung noch Manifest ist, sondern eine Einladung – ein Angebot dafür, wie wir zusammenkommen wollen. Festivals können die Welt nicht reparieren, aber sie können temporäre Räume schaffen, in denen wir das Miteinander üben: zuhören, lachen, streiten, aufmerksam und neugierig sein.
Die Filme erden diese Aufmerksamkeit. Das diesjährige Programm navigiert die Komplexität unserer Zeit mit Arbeiten, die mal schreien und mal flüstern – Filme, die zögern, beobachten und auf Ambivalenz bestehen in einer Welt, die nach Gewissheit verlangt. Einige setzen sich direkt mit Machtstrukturen auseinander; andere spüren ihnen im Alltäglichen nach, entlang individueller Identitäten und kollektiver Geschichte.
Wenn Publikum und Filme aufeinandertreffen, treten Unterschiede unweigerlich zutage. Erwartungen prallen aufeinander, Vorurteile werden herausgefordert. Doch diese Reibung ist kein Scheitern, sondern gelebter Pluralismus. Wir betreten das Kino geprägt von eigenen Erfahrungen, Hoffnungen und Wünschen; diese Räume zu teilen heißt, Perspektiven zu begegnen, die unsere eigenen verunsichern – und neu auszuhandeln, was wir zu wissen glaubten.
Festivals sind keine neutralen Gebilde. Jede Auswahl trägt eine Perspektive in sich. Sie spiegelt nicht nur die Realitäten, die Filmschaffende beobachten, sondern auch die Gespräche, die wir als Programmer:innen in einer temporären Landschaft anstoßen möchten, geprägt von jenen, die sie betreten. Vielleicht schreiben wir diese Einleitungen weiter, um diesen gemeinsamen Anfang zu markieren – um anzuerkennen, dass wir uns für ein paar Stunden versammeln; präsent zu sein und zu entdecken, was es heißt, gemeinsam zu schauen, zu denken und zu fühlen.

Vincent Förster im Namen der Auswahlkommission für den Internationalen Wettbewerb

9,00 €
Online Standard

9,00 € inkl. 7% MwSt.

Menge

Donnerstag - 15:30 - Nationaler Wettbewerb 4 - Schauburg/ Tarkowski-Saal

Seit 1998 ist der Nationale Wettbewerb nun bereits eine der beiden Herzkammern des FILMFEST DRESDEN und pumpt Herzschlag für Herzschlag pure Leidenschaft für Kurzfilme durch die Venen, Adern und Kapillaren des Festivals. Ein Relikt aus einem vergangenen Jahrtausend? Im Gegenteil, mehr als zuvor ist das nationale Filmschaffen ein Pulsmesser in Zeiten von Chaos, Krisen und Kriegen in einer hypertonen Welt. Auf diese Welt reagieren, resonieren, reflektieren; mal bunt, mal monochrom, mal wild und laut, still und stumm, poetisch oder mit Gebrüll: Der Kurzfilm ist kein bloßer Begleiter. Er ist Schrittmacher, Lautmaler, Traumfänger und Wellenbrecher.
Aus hunderten Einreichungen haben wir von der Auswahlkommission des Nationalen Wettbewerbs ein mitreißendes Programm zusammengestellt. In 25 Kurzfilmen, darunter zehn Animationsbeiträge, suchen hiesige Filmemacher:innen neue Narrative wie Ästhetiken, lassen die alten Welten kollabieren und öffnen neue Räume für Figuren und Geschichten. Fantastische Tierwesen und Märchenfiguren treffen auf dystopische Szenarien und existenzielle Krisen, KI-Alpträume und Zeitreisen, medienarchäologische Fundstücke, ein utopisches Tanz-Musical, Fruchtfliegen, Übungen für effektivere Prokrastination und Neujahr in einem anderen Palästina. Selten war der Nationale Wettbewerb so vielschichtig, wundersam und nachhallend.
Lassen Sie sich in die Kinosessel fallen, wenn das Licht ausgeht, der Vorhang sich öffnet und die Vorstellung beginnt! Wir möchten Sie zu einer Herzbluttransfusion einladen, Sie mit unserer Kurzfilmleidenschaft infizieren und Ihnen den Atem rauben. Doch keine Angst, Sie haben nichts zu befürchten, es ist alles Magie!

Christian Hempel für die Auswahlkommission Nationaler Wettbewerb

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Donnerstag - 16:00 - Kids 3 - Thalia

Dieses Kurzfilmprogramm vermittelt liebevoll die Hoffnungen und Sehnsüchte der Protagonist:innen. Tapfer stellen sie sich den kleinen und großen Hürden des Heranwachsens. Und für aufmerksame Augen offenbaren sich ihre Stärken und Schwächen in allen Facetten.

EINMAL UM DIE WELT
Für junge Zuschauer:innen ab 5 Jahren präsentiert das 38. FILMFEST DRESDEN wieder aktuelle internationale Kinder- und Jugendkurzfilme, die den Hauch der weiten Welt auf die große Leinwand bringen. Mit viel Gefühl oder einer Prise Humor sorgen die Kurzfilme nicht nur für gute Unterhaltung, sondern auch wichtige Denkanstöße. Im Rahmen der Vorführungen hat das Publikum die Chance, sich mit anwesenden Filmemacher:innen auszutauschen sowie Fragen und Meinungen loszuwerden.

DAS JUNGE KURATORIUM
Die Zusammenstellung der fünf Programme fand mit tatkräftiger Unterstützung von 33 engagierten jungen Filmfans aus Dresden und Umgebung satt. Zusammen bilden sie das Junge Kuratorium und haben während der Festivalvorbereitungen viele Kurzfilme gesichtet, darüber diskutiert und über ihre finale Auswahl abgestimmt. So entstand das Kinder- und Jugendprogramm, samt eigenem Programmtitel. In der Festivalwoche werden die filmbegeisterten Mitglieder des Jungen Kuratoriums ihre Lieblingsfilme dem Kinopublikum vorstellen und den geladenen Filmschaffenden Löcher in den Bauch fragen.
Viel Spaß im Kino wünschen: Anni (5), Fritzi (7), Maxim (8), Bruno (8), Lou (9), Jaro (9), Dante (9), Pina (9), Nicoleta (9), Jakob (10), Lilith (10), Julika (10), Gustav G. (11), Kasimir (11), Johann (11), Arthur B. (11), Cäthe (11), Elisabeth (11), Robin (11), Antonio (12), Lotta (12), Gustav S. (12), Marie-Luise (12), Frederik (13), Elise (13), Smilla (15), Gertrud (15), Mathilde (15), Arthur G. (16), Lucy (16), Jette (18), Helena (18), Bundesfreiwillige Elin und Projektleiter Fabian.

von 4,00 € bis 5,00 €
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Ermäßigt

bis 18 Jahre

4,00 € inkl. 7% MwSt.

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Donnerstag - 17:00 - Internationaler Wettbewerb 3 - Schauburg / Leone-Saal

Jahr für Jahr scheint unsere menschengemachte Welt mehr aus den Fugen zu geraten. Kriege und Genozide, Klimakollaps, ideologische Konflikte, digitale Empörung, Förderkürzungen – suchen Sie sich etwas aus! Und mit jeder neuen Ausgabe eines Filmfestivals kehrt die Frage nach dessen Rolle in einer solchen Welt zurück.
Jahr für Jahr klingen auch die Antworten vertraut: die Künste stärken, Filmschaffende unterstützen, Dialog pflegen, Brücken bauen. Wertvolle Worte – und oft genug wiederholt, dass sie zur institutionellen Fahrstuhlmusik zu werden drohen, zu aus Gewohnheit aufgesagten Mantras. Warum also weiterhin Einleitungen schreiben, wenn alle ohnehin schon wissen, was darin stehen wird?
Vielleicht, weil eine Einleitung weder Rechtfertigung noch Manifest ist, sondern eine Einladung – ein Angebot dafür, wie wir zusammenkommen wollen. Festivals können die Welt nicht reparieren, aber sie können temporäre Räume schaffen, in denen wir das Miteinander üben: zuhören, lachen, streiten, aufmerksam und neugierig sein.
Die Filme erden diese Aufmerksamkeit. Das diesjährige Programm navigiert die Komplexität unserer Zeit mit Arbeiten, die mal schreien und mal flüstern – Filme, die zögern, beobachten und auf Ambivalenz bestehen in einer Welt, die nach Gewissheit verlangt. Einige setzen sich direkt mit Machtstrukturen auseinander; andere spüren ihnen im Alltäglichen nach, entlang individueller Identitäten und kollektiver Geschichte.
Wenn Publikum und Filme aufeinandertreffen, treten Unterschiede unweigerlich zutage. Erwartungen prallen aufeinander, Vorurteile werden herausgefordert. Doch diese Reibung ist kein Scheitern, sondern gelebter Pluralismus. Wir betreten das Kino geprägt von eigenen Erfahrungen, Hoffnungen und Wünschen; diese Räume zu teilen heißt, Perspektiven zu begegnen, die unsere eigenen verunsichern – und neu auszuhandeln, was wir zu wissen glaubten.
Festivals sind keine neutralen Gebilde. Jede Auswahl trägt eine Perspektive in sich. Sie spiegelt nicht nur die Realitäten, die Filmschaffende beobachten, sondern auch die Gespräche, die wir als Programmer:innen in einer temporären Landschaft anstoßen möchten, geprägt von jenen, die sie betreten. Vielleicht schreiben wir diese Einleitungen weiter, um diesen gemeinsamen Anfang zu markieren – um anzuerkennen, dass wir uns für ein paar Stunden versammeln; präsent zu sein und zu entdecken, was es heißt, gemeinsam zu schauen, zu denken und zu fühlen.

Vincent Förster im Namen der Auswahlkommission für den Internationalen Wettbewerb

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Donnerstag - 17:00 - Nominierte: LUCA - Schauburg / Lang-Saal

Das diesjährige Filmfest widmet sich erneut dem Thema Geschlechtergerechtigkeit und vergibt zum 9. Mal den LUCA-Filmpreis. Neben Veranstaltungen zum Thema widmen wir den nominierten Filmen auch in diesem Jahr ein eigenes Programm.
LUCA steht für die Anerkennung aller Geschlechter und positioniert sich klar gegen Sexismus und Diskriminierung. Das Engagement ist in dieser Form in der Festivallandschaft, speziell im Kurzfilmbereich, nahezu einzigartig. Die nominierten Filme geben unterschiedlichen Lebens- und Liebesweisen Raum, die Normen aufbrechen und neue Perspektiven eröffnen. Sie erzählen von Liebe, Akzeptanz und Solidarität – und von dem Recht, frei und selbstbestimmt zu leben. Stereotype werden dabei aufgebrochen und unterschiedliche Gewalterfahrungen von Frauen und Männern sowie Erlebnisse von Menschen mit vielfaltigen geschlechtlichen Identitäten thematisiert.
Vertreter:innen des Genderkompetenzzentrums Sachsen, der LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen e. V. und der LAG Queeres Netzwerk Sachsen e. V., vertreten dieses Jahr durch das FILMFEST DRESDEN, wählten als Vorjury die Filme aus. Gemeinsam mit der Hauptjury für den LUCA-Filmpreis für GeschlechterGerechtigkeit sind sie beim Gespräch nach dem Programm anwesend und beantworten Fragen des Publikums.

Kuratiert von Fatma Kütle, Anthony Rin Kluge, Thomas Qiu Hönel

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Donnerstag - 17:30 - Nominierte: voll politisch - Schauburg / Chaplin-Saal

Kurzfilme haben das Potenzial, kulturelle, gesellschaftliche und politische Tendenzen zeitnah, künstlerisch und pointiert reflektieren zu können. Der Preis „voll politisch“ – Kurzfilmpreis für demokratische Kultur honoriert in diesem Jahr erneut den Film, der eine kritische und kontroverse Sicht auf ein politisches Thema ermöglicht. Eine Vorjury wählt die nominierten Filmbeiträge aus.

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Donnerstag - 18:00 - Jugend 2 - Schauburg/ Tarkowski-Saal

Neue Umstände, alte Erinnerungen und die Sehnsucht nach Veränderung bestimmen die Geschichten dieses Kurzfilmprogramms. Vor dem Hintergrund familiärer Konflikte und flüchtiger Erinnerungen schärfen die Protagonist:innen ihren Blick für die Umwelt und kommen sich selbst dabei näher als je zuvor.

EINMAL UM DIE WELT
Für junge Zuschauer:innen ab 5 Jahren präsentiert das 38. FILMFEST DRESDEN wieder aktuelle internationale Kinder- und Jugendkurzfilme, die den Hauch der weiten Welt auf die große Leinwand bringen. Mit viel Gefühl oder einer Prise Humor sorgen die Kurzfilme nicht nur für gute Unterhaltung, sondern auch wichtige Denkanstöße. Im Rahmen der Vorführungen hat das Publikum die Chance, sich mit anwesenden Filmemacher:innen auszutauschen sowie Fragen und Meinungen loszuwerden.

DAS JUNGE KURATORIUM
Die Zusammenstellung der fünf Programme fand mit tatkräftiger Unterstützung von 33 engagierten jungen Filmfans aus Dresden und Umgebung satt. Zusammen bilden sie das Junge Kuratorium und haben während der Festivalvorbereitungen viele Kurzfilme gesichtet, darüber diskutiert und über ihre finale Auswahl abgestimmt. So entstand das Kinder- und Jugendprogramm, samt eigenem Programmtitel. In der Festivalwoche werden die filmbegeisterten Mitglieder des Jungen Kuratoriums ihre Lieblingsfilme dem Kinopublikum vorstellen und den geladenen Filmschaffenden Löcher in den Bauch fragen.
Viel Spaß im Kino wünschen: Anni (5), Fritzi (7), Maxim (8), Bruno (8), Lou (9), Jaro (9), Dante (9), Pina (9), Nicoleta (9), Jakob (10), Lilith (10), Julika (10), Gustav G. (11), Kasimir (11), Johann (11), Arthur B. (11), Cäthe (11), Elisabeth (11), Robin (11), Antonio (12), Lotta (12), Gustav S. (12), Marie-Luise (12), Frederik (13), Elise (13), Smilla (15), Gertrud (15), Mathilde (15), Arthur G. (16), Lucy (16), Jette (18), Helena (18), Bundesfreiwillige Elin und Projektleiter Fabian.

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Donnerstag - 18:30 - Diskurs Europa 1 - Thalia

Mit dem Programm „Spiele mit Spiegeln“ wird der Fokus auf randständige Filmkulturen des Baltikums unter sowjetischer Okkupation fortgesetzt. 2023 widmete sich die Retrospektive „Das süße Wort Freiheit“ dem litauischen Künstler Artūras Barysas (1954-2005) – einem der wichtigsten subkulturellen Akteur:innen im Vilnius der 1980er Jahre. Nun wenden wir uns dem offiziellen Amateurfilm in Lettland zu.
Ab Ende der 1950er Jahre, während der „Tauwetter“-Politik unter Nikita Chruschtschow, wurden in der Sowjetunion die ersten Amateurfilm-Gruppen zugelassen. Lettland gehörte damals zu den Hotspots dieser immer beliebteren Freizeitbeschäftigung. 1970 war hier ihre Zahl auf mehr als 40 Amateurfilmklubs angewachsen. Gedreht wurde meist auf dem semi-professionellen Format 16mm – was gegenüber 8mm eine höhere technische Qualität und auch die Möglichkeit nachträglicher Vertonung mit sich brachte. Darunter gab es spätestens ab Mitte der 1960er Jahre immer wieder Einzelpersonen oder kleine Gruppen, die etwas mehr wagten, als von den strengen kulturpolitischen und juristischen Maßgaben vorgesehen war. So bildete z. B. die Beschäftigung mit der eigenständigen ethnischen Geschichte Lettlands eine wichtige, weil identitätsstiftende Rolle. Auch Umweltschutz oder Nöte des Alltags waren wichtige Themen.
Die Beobachtung durch den KGB gehörte zur Tagesordnung. Einige Pionier:innen der Szene wurden gemaßregelt, Material wurde beschlagnahmt oder aus Angst von den Autor:innen selbst zerstört. Dennoch hat sich ein Korpus wertvoller Werke erhalten. Für dessen Erforschung und Einordnung in die europäische Filmgeschichte hat sich vor allem die lettische Kulturhistorikerin Dr. Inese Strupule verdient gemacht. Die gesicherten und teilweise restaurierten Werke gehören heute zum nationalen Kulturerbe. Sie fanden Aufnahme im Lettischen Nationalarchiv Riga und wurden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Unsere Auswahl umfasst 15 zwischen 1966 und 1989 entstandene Produktionen, darunter befinden sich fiktionale und dokumentarische Arbeiten sowie Animations- und Experimentalfilme. Sie sind nun erstmals in Deutschland zu sehen. Das Programm wurde kuratiert von Dr. Elina Reitere und Dr. Claus Löser, die auch die Vorführungen begleiten und kommentieren werden. Die Recherche und Bereitstellung der Filme erfolgt in enger Kooperation mit Sanita Grīna vom lettischen Nationalarchiv Riga.

Kuratiert von Dr. Elīna Reitere und Dr. Claus Löser, mit Unterstützung von Sanita Grīna

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Donnerstag - 19:00 - The Currency Lab 1 - Geh8 Kunst Raum Ateliers

Eine Zusammenkunft von performativen, dokumentarischen und fiktionalen Arbeiten, die aus feministischen, indigenen und poetischen Perspektiven widerständige Praktiken gegenüber kolonialer und rassistischer Gewalt sowie kapitalistischer Ausbeutung und Zerstörung verhandeln. Kuratiert von Gregor Kasper.

In einer Zeit, in der gesellschaftliche Ordnungen weltweit spürbaren Veränderungen unterliegen, stellt The Currency Lab – Recht & Ordnung grundlegende Fragen: Welche Vorstellungen von Recht und Ordnung prägen unsere Gegenwart? Welche historischen Kontinuitäten wirken fort – von bestehenden Machtverhältnissen über soziale Strukturen bis hin zu globalen Abhängigkeiten? Und wie lassen sich diesen Entwicklungen alternative, solidarische und zukunftsweisende Praktiken entgegensetzen?

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Donnerstag - 19:30 - Mitteldeutscher Wettbewerb - Schauburg / Leone-Saal

Auch in diesem Jahr spiegeln die für den Wettbewerb ausgewählten Arbeiten die dynamische Filmszene Mitteldeutschlands und repräsentieren die Innovationskraft der regionalen Filmkultur. Die Filme bewegen sich thematisch in einem Spannungsfeld von lokalen und globalen Fragestellungen. Eine Tendenz zur Internationalisierung, zu Co-Produktionen und einer Diversität von gesprochenen Sprachen findet sich in den einzelnen Beiträgen. Vertreten sind verschiedene Gattungen und Genres, auch Dokumentarfilme, die in ihrer Reinform nicht im Nationalen und Internationalen Wettbewerb zu sehen sind. Deutlich erkennbar ist die Tendenz zum Essayfilm, einer besonderen Form des „audiovisuellen Denkens“. Dieser erzählt weniger linear und verknüpft Assoziationen, persönliche Erinnerungen und Gedanken sowie gesellschaftliche Fragestellungen zu einer vielschichtigen Erzählung. Diese Offenheit erlaubt es, komplexe Themen auf poetische, überraschende Weise zu beleuchten und das Publikum aktiv in den Denk- und Reflexionsprozess einzubeziehen.
COLD CALL ist so ein essayistischer Dokumentarfilm, der zudem ein Verbindungsglied zum thematischen Schwerpunkt „Work in Progress“ schafft. Es geht um digitale Selbstjustiz, globale Arbeitsstrukturen und Ungleichheit sowie ein kriminelles Phänomen namens Scamming, das erst auf den zweiten Blick die damit verbundenen Implikationen offenbart und vorschnelle Täterzuweisungen hinterfragen lässt. Der Kurzspielfilm ALLES LIEGT AUF IHR UND IST DIE WELT erkundet das Seelenleben der jungen Protagonistin und handelt von enorm belastender Care-Arbeit, die eine junge Frau, die grade ihr Abitur gemacht hat und ihr Leben genießen sollte, an ihre Grenzen bringt. NEITHER FISH NOR FOWL ist eine poetische Dokumentation über die Flucht einer domestizierten Kuh in die Wildnis, die zur Reflexion über die Grenzbereiche zwischen Natur und Kultur inspiriert und die Konzepte von Freiheit, Fürsorge oder Kontrolle hinterfragt. LOVE YOUR NAILS! ist ein zum Teil KI-generierter Film, der mit umgekehrten Geschlechterrollen spielt, um Geschichte, Sichtbarkeit und soziale Codes zu hinterfragen. UNBEMERKT VERSTORBEN begleitet ein Team von Tatort-Reiniger:innen, die die Wohnung eines allein verstorbenen Menschen säubern, und erinnert daran, wie ein ganzes Leben oft ohne Zeug:innen und ohne Spuren verschwinden kann. EINE TOCHTER UND ZEHN SÖHNE porträtiert junge Erwachsene, die zwischen postsowjetischer Gegenwart und den Verheißungen des American Dream ihren eigenen Weg suchen. Zum Abschluss verbindet das Musikvideo ZERSPLITTER DEIN GLAS Selbstreflexion über Nähe, Unsicherheit und Gefühlschaos mit einem melancholischen Groove zu einem intensiven (Klang-)Erlebnis.

Sven Pötting für die Sichtungskommission des Mitteldeutschen Wettbewerb

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Donnerstag - 20:00 - Internationaler Wettbewerb 4 - Schauburg / Lang-Saal

Jahr für Jahr scheint unsere menschengemachte Welt mehr aus den Fugen zu geraten. Kriege und Genozide, Klimakollaps, ideologische Konflikte, digitale Empörung, Förderkürzungen – suchen Sie sich etwas aus! Und mit jeder neuen Ausgabe eines Filmfestivals kehrt die Frage nach dessen Rolle in einer solchen Welt zurück.
Jahr für Jahr klingen auch die Antworten vertraut: die Künste stärken, Filmschaffende unterstützen, Dialog pflegen, Brücken bauen. Wertvolle Worte – und oft genug wiederholt, dass sie zur institutionellen Fahrstuhlmusik zu werden drohen, zu aus Gewohnheit aufgesagten Mantras. Warum also weiterhin Einleitungen schreiben, wenn alle ohnehin schon wissen, was darin stehen wird?
Vielleicht, weil eine Einleitung weder Rechtfertigung noch Manifest ist, sondern eine Einladung – ein Angebot dafür, wie wir zusammenkommen wollen. Festivals können die Welt nicht reparieren, aber sie können temporäre Räume schaffen, in denen wir das Miteinander üben: zuhören, lachen, streiten, aufmerksam und neugierig sein.
Die Filme erden diese Aufmerksamkeit. Das diesjährige Programm navigiert die Komplexität unserer Zeit mit Arbeiten, die mal schreien und mal flüstern – Filme, die zögern, beobachten und auf Ambivalenz bestehen in einer Welt, die nach Gewissheit verlangt. Einige setzen sich direkt mit Machtstrukturen auseinander; andere spüren ihnen im Alltäglichen nach, entlang individueller Identitäten und kollektiver Geschichte.
Wenn Publikum und Filme aufeinandertreffen, treten Unterschiede unweigerlich zutage. Erwartungen prallen aufeinander, Vorurteile werden herausgefordert. Doch diese Reibung ist kein Scheitern, sondern gelebter Pluralismus. Wir betreten das Kino geprägt von eigenen Erfahrungen, Hoffnungen und Wünschen; diese Räume zu teilen heißt, Perspektiven zu begegnen, die unsere eigenen verunsichern – und neu auszuhandeln, was wir zu wissen glaubten.
Festivals sind keine neutralen Gebilde. Jede Auswahl trägt eine Perspektive in sich. Sie spiegelt nicht nur die Realitäten, die Filmschaffende beobachten, sondern auch die Gespräche, die wir als Programmer:innen in einer temporären Landschaft anstoßen möchten, geprägt von jenen, die sie betreten. Vielleicht schreiben wir diese Einleitungen weiter, um diesen gemeinsamen Anfang zu markieren – um anzuerkennen, dass wir uns für ein paar Stunden versammeln; präsent zu sein und zu entdecken, was es heißt, gemeinsam zu schauen, zu denken und zu fühlen.

Vincent Förster im Namen der Auswahlkommission für den Internationalen Wettbewerb

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Donnerstag - 20:00 - Schwerpunkt 1 - Schauburg/ Tarkowski-Saal

Wie verbringt Ihr Eure Tage? Wie bestreitet Ihr Euren Lebensunterhalt? „… What a Way to Make a Living!“ ist ein Programm über die Realität des Arbeitslebens, betrachtet durch die Brille des intersektionalen Feminismus. Mit einer Mischung aus Archivmaterial und zeitgenössischen Kurzfilmen aus aller Welt bietet diese Auswahl einen zwischenstaatlichen, zeitübergreifenden Einblick in das, was es bedeutet, eine „berufstätige Frau“ zu sein, und untersucht, wie unsere Arbeitserfahrungen durch die Dynamik von Klasse, Rasse, Geschlecht und Nationalität geprägt werden. Das Programm versucht zudem, eine weit gefasste Definition dessen zu liefern, was in einer hyperkapitalistischen, postindustriellen Gesellschaft „lohnende“ Arbeit ausmacht. Von den Reinigungskräften, die unsichtbar unser glänzendes, reibungsloses Leben ermöglichen, bis hin zu den Fabrikarbeiter:innen, die den physischen und psychischen Preis für unsere Sucht nach billigen Konsumgütern zahlen – diese Filme erinnern uns an die menschlichen Opfer unserer Gelüste und Wünsche.
Die Schwierigkeiten berufstätiger Mütter, die zermürbende Realität der „zweiten Schicht“ und die ethischen Probleme, die sich aus der Auslagerung von Hausarbeit an schlecht bezahlte, überwiegend migrantische Arbeitskräfte ergeben, spielen ebenfalls eine herausragende Rolle und erinnern uns an die anhaltende Relevanz der Argumente der zweiten Welle des Feminismus hinsichtlich der Notwendigkeit, der „Frauenarbeit“ einen höheren Stellenwert einzuräumen. Doch trotz der potenziellen Schwere des Themas dienen diese Filme auch als wunderbares Schaufenster für das Kurzfilmemachen in all seiner einfallsreichen Kreativität, wobei sie eine Reihe von Dokumentar-, Analog- und Animationstechniken nutzen, um die Vielfalt der hier gezeigten Perspektiven visuell widerzuspiegeln.
Durch die Konzentration auf Werke von Filmemacherinnen baut „… What a Way to Make a Living!“ zudem auf einer unterschwelligen, metaphorischen Reflexion darüber auf, wie künstlerische Arbeit von Frauen – wie „Frauenarbeit“ generell – in der Filmgeschichte oft herabgewürdigt und an den Rand gedrängt wurde. Die hier gezeigten Kurzfilme umfassen Werke, die solo, in Zusammenarbeit oder als Teil von Kollektiven entstanden sind. Darunter befinden sich Beispiele von Filmemacherinnen, die ein umfangreiches Werk geschaffen haben, sowie von solchen, deren filmisches Schaffen durch die schmerzhafte Realität der Branche ein jähes Ende fand.
Letztendlich hofft dieses Programm, eine Vielstimmigkeit weiblicher Stimmen in den Mittelpunkt der Leinwand zu rücken. Auch wenn es hier keine einfachen Antworten gibt, ermöglicht uns dieser Ansatz zumindest, kurz inne zu halten, eine Pause einzulegen und uns einen Moment Zeit zu nehmen, um die vielen unsichtbaren Frauen zu würdigen, deren weitgehend unsichtbare Arbeit unsere heutige Anwesenheit hier im Kino erst möglich gemacht hat.

Kuratiert von Rachel Pronger

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Donnerstag - 21:00 - Panorama National - Schauburg / Chaplin-Saal

Der Schönbildseher ist kaputt, die Brautschuhe liegen im Schweinestall. Die maskuline Wettrangelei ist vorbei, auch antike Videospielagent:innen müssen aufgeben. Creating Human Life Outside the Body? Ein glatter Fehlschlag. Nun die Lottozahlen. Vogelkacke. Doch eine niederbayerische Astro-Therapeutin meint, am Ende wird alles gut. Eine Box unerfüllter Träume im Panorama National.

Christian Hempel für die Auswahlkommission Nationaler Wettbewerb

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Donnerstag - 21:00 - Schwerpunkt 2 - Thalia

Sie arbeiteten tagsüber. Nachts versuchten einige von ihnen, sich die Zeit zurückzuholen, die ihnen genommen worden war … An dieser Bruchlinie zwischen auferlegter und zurückeroberter Zeit setzt das Programm „What Remains of Gestures“ an.
Die sechs Filme betrachten Arbeit nicht als ökonomische Kategorie, sondern als sinnliche Erfahrung, als ein Ordnungsprinzip des Sichtbaren und Unsichtbaren. Arbeit tritt hier als ordnende Kraft hervor: Sie strukturiert Räume, bestimmt den Rhythmus, weist Körpern bestimmte Gesten zu und überführt Gesten in Funktionen.
In unterschiedlichen geografischen, historischen und formalen Kontexten untersuchen die Filme, wie sich Arbeit in die Existenz von Menschen einschreibt. Sie fragen danach, wie Arbeit Zeit organisiert, Räume zuweist, Rhythmen reguliert und Körper modelliert. Arbeit erscheint hier weniger als Handlung denn als sensible Struktur: als ein Modus, Zeit zu ordnen, Raum einzunehmen und die Grenze zwischen Sagbarem und Unsagbarem zu ziehen. Doch selbst in dieser Ordnung werden Abweichungen sichtbar – Formen des Widerstehens, des Verlangsamens, des Bewahrens gelebter Erfahrung.
In MARTA formt die Wiederholung von Handgriffen einer polnischen Textilarbeiterin eine Zeitstruktur, die ganz von Notwendigkeit bestimmt ist. Die Arbeit wirkt über den Ort der Produktion hinaus, sickert ins Private und verengt den Horizont auf die fortwährende Wiederholung. Die Handlung zielt nicht auf das Ereignis, sondern hält den Verschleiß fest. Die Müdigkeit nimmt Gestalt an – als Form, als Dauer, als Zustand.
IN PRAISE OF SLOWNESS richtet den Blick auf Berufe, die vom Verschwinden bedroht sind. Langsamkeit gewinnt dabei eine besondere Bedeutung: Sie gibt der Geste ihre Tiefe zurück und stellt eine Beziehung zur Welt her, die sich der rein produktiven Messbarkeit entzieht. Arbeit entfaltet sich hier als Präsenz, als Aufmerksamkeit, als Einschreibung in eine gelebte Dauer.
In 所有动作都应杀死风 (ALL MOVEMENTS SHOULD KILL THE WIND) und FROM ECUADOR WITH LOVE wiederholen sich Gesten bis an die Grenze des Verschwindens. Ob beim Bearbeiten von Stein oder beim Kultivieren von Rosen – menschliche Arbeit scheint von Material, Natur oder industrieller Logik absorbiert zu werden.
Mit INVENTAR verschiebt sich der Blick auf Architektur und kollektives Gedächtnis. Der Rückbau eines modernistischen Gebäudes macht die Auflösung eines historischen Projekts sichtbar. Die Körper, die an seiner Demontage arbeiten, sind Teil dieser Transformation: Die Materie zerfällt – und mit ihr die Erzählung, die sie getragen hat. Arbeit wird damit zum Medium symbolischer Re-Konfiguration.
Demgegenüber verengt KRAHËT E PUNËTORËVE radikal den Maßstab. Hier geht es nicht mehr um kollektive Erinnerung, sondern um körperliche Einschreibung. Von Unfällen gezeichnete Körper erinnern daran, dass Arbeit nicht verschwindet, wenn die Tätigkeit an sich endet. Die unterbrochene Geste arbeitet im Fleisch weiter. Während INVENTAR eine Geschichte im Zerfall zeigt, macht KRAHËT E PUNËTORËVE eine unauslöschliche Spur sichtbar.
Diese Filme formulieren eine ästhetische und politische Frage im konkretesten Sinn: Wer hat ein Recht auf Zeit, auf Sichtbarkeit, auf Sprache? Und was bleibt von den Gesten, wenn die Produktion endet, ihre Spuren aber fortbestehen?

Kuratiert von Randa Maroufi

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Donnerstag - 22:30 - Internationaler Wettbewerb 2 - Schauburg / Lang-Saal

Jahr für Jahr scheint unsere menschengemachte Welt mehr aus den Fugen zu geraten. Kriege und Genozide, Klimakollaps, ideologische Konflikte, digitale Empörung, Förderkürzungen – suchen Sie sich etwas aus! Und mit jeder neuen Ausgabe eines Filmfestivals kehrt die Frage nach dessen Rolle in einer solchen Welt zurück.
Jahr für Jahr klingen auch die Antworten vertraut: die Künste stärken, Filmschaffende unterstützen, Dialog pflegen, Brücken bauen. Wertvolle Worte – und oft genug wiederholt, dass sie zur institutionellen Fahrstuhlmusik zu werden drohen, zu aus Gewohnheit aufgesagten Mantras. Warum also weiterhin Einleitungen schreiben, wenn alle ohnehin schon wissen, was darin stehen wird?
Vielleicht, weil eine Einleitung weder Rechtfertigung noch Manifest ist, sondern eine Einladung – ein Angebot dafür, wie wir zusammenkommen wollen. Festivals können die Welt nicht reparieren, aber sie können temporäre Räume schaffen, in denen wir das Miteinander üben: zuhören, lachen, streiten, aufmerksam und neugierig sein.
Die Filme erden diese Aufmerksamkeit. Das diesjährige Programm navigiert die Komplexität unserer Zeit mit Arbeiten, die mal schreien und mal flüstern – Filme, die zögern, beobachten und auf Ambivalenz bestehen in einer Welt, die nach Gewissheit verlangt. Einige setzen sich direkt mit Machtstrukturen auseinander; andere spüren ihnen im Alltäglichen nach, entlang individueller Identitäten und kollektiver Geschichte.
Wenn Publikum und Filme aufeinandertreffen, treten Unterschiede unweigerlich zutage. Erwartungen prallen aufeinander, Vorurteile werden herausgefordert. Doch diese Reibung ist kein Scheitern, sondern gelebter Pluralismus. Wir betreten das Kino geprägt von eigenen Erfahrungen, Hoffnungen und Wünschen; diese Räume zu teilen heißt, Perspektiven zu begegnen, die unsere eigenen verunsichern – und neu auszuhandeln, was wir zu wissen glaubten.
Festivals sind keine neutralen Gebilde. Jede Auswahl trägt eine Perspektive in sich. Sie spiegelt nicht nur die Realitäten, die Filmschaffende beobachten, sondern auch die Gespräche, die wir als Programmer:innen in einer temporären Landschaft anstoßen möchten, geprägt von jenen, die sie betreten. Vielleicht schreiben wir diese Einleitungen weiter, um diesen gemeinsamen Anfang zu markieren – um anzuerkennen, dass wir uns für ein paar Stunden versammeln; präsent zu sein und zu entdecken, was es heißt, gemeinsam zu schauen, zu denken und zu fühlen.

Vincent Förster im Namen der Auswahlkommission für den Internationalen Wettbewerb

9,00 €
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9,00 € inkl. 7% MwSt.

Menge

Donnerstag - 22:30 - Nationaler Wettbewerb 3 - Schauburg/ Tarkowski-Saal

Seit 1998 ist der Nationale Wettbewerb nun bereits eine der beiden Herzkammern des FILMFEST DRESDEN und pumpt Herzschlag für Herzschlag pure Leidenschaft für Kurzfilme durch die Venen, Adern und Kapillaren des Festivals. Ein Relikt aus einem vergangenen Jahrtausend? Im Gegenteil, mehr als zuvor ist das nationale Filmschaffen ein Pulsmesser in Zeiten von Chaos, Krisen und Kriegen in einer hypertonen Welt. Auf diese Welt reagieren, resonieren, reflektieren; mal bunt, mal monochrom, mal wild und laut, still und stumm, poetisch oder mit Gebrüll: Der Kurzfilm ist kein bloßer Begleiter. Er ist Schrittmacher, Lautmaler, Traumfänger und Wellenbrecher.
Aus hunderten Einreichungen haben wir von der Auswahlkommission des Nationalen Wettbewerbs ein mitreißendes Programm zusammengestellt. In 25 Kurzfilmen, darunter zehn Animationsbeiträge, suchen hiesige Filmemacher:innen neue Narrative wie Ästhetiken, lassen die alten Welten kollabieren und öffnen neue Räume für Figuren und Geschichten. Fantastische Tierwesen und Märchenfiguren treffen auf dystopische Szenarien und existenzielle Krisen, KI-Alpträume und Zeitreisen, medienarchäologische Fundstücke, ein utopisches Tanz-Musical, Fruchtfliegen, Übungen für effektivere Prokrastination und Neujahr in einem anderen Palästina. Selten war der Nationale Wettbewerb so vielschichtig, wundersam und nachhallend.
Lassen Sie sich in die Kinosessel fallen, wenn das Licht ausgeht, der Vorhang sich öffnet und die Vorstellung beginnt! Wir möchten Sie zu einer Herzbluttransfusion einladen, Sie mit unserer Kurzfilmleidenschaft infizieren und Ihnen den Atem rauben. Doch keine Angst, Sie haben nichts zu befürchten, es ist alles Magie!

Christian Hempel für die Auswahlkommission Nationaler Wettbewerb

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Donnerstag - 23:30 - Cinema Digestif 1 - Thalia

Der „Boss“ kann ein System sein, ein Gefühl, eine innere Stimme oder eine perfekt lächelnde Girlboss-Figur. Das Programm vereint Animationen, die sich dem Thema in unterschiedlichen Stilen und erzählerischen Strategien nähern. Von verführerischen Empowerment-Fantasien bis zu surrealen Kontrollfiguren laden sie zu einer spielerischen, mitunter verstörenden Reise durch Machtstrukturen ein.
Kuratiert von Mackenzie Fincham, Petra Stipetić

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Freitag

Freitag - 12:30 - Internationaler Wettbewerb 5 - Schauburg / Leone-Saal

Jahr für Jahr scheint unsere menschengemachte Welt mehr aus den Fugen zu geraten. Kriege und Genozide, Klimakollaps, ideologische Konflikte, digitale Empörung, Förderkürzungen – suchen Sie sich etwas aus! Und mit jeder neuen Ausgabe eines Filmfestivals kehrt die Frage nach dessen Rolle in einer solchen Welt zurück.
Jahr für Jahr klingen auch die Antworten vertraut: die Künste stärken, Filmschaffende unterstützen, Dialog pflegen, Brücken bauen. Wertvolle Worte – und oft genug wiederholt, dass sie zur institutionellen Fahrstuhlmusik zu werden drohen, zu aus Gewohnheit aufgesagten Mantras. Warum also weiterhin Einleitungen schreiben, wenn alle ohnehin schon wissen, was darin stehen wird?
Vielleicht, weil eine Einleitung weder Rechtfertigung noch Manifest ist, sondern eine Einladung – ein Angebot dafür, wie wir zusammenkommen wollen. Festivals können die Welt nicht reparieren, aber sie können temporäre Räume schaffen, in denen wir das Miteinander üben: zuhören, lachen, streiten, aufmerksam und neugierig sein.
Die Filme erden diese Aufmerksamkeit. Das diesjährige Programm navigiert die Komplexität unserer Zeit mit Arbeiten, die mal schreien und mal flüstern – Filme, die zögern, beobachten und auf Ambivalenz bestehen in einer Welt, die nach Gewissheit verlangt. Einige setzen sich direkt mit Machtstrukturen auseinander; andere spüren ihnen im Alltäglichen nach, entlang individueller Identitäten und kollektiver Geschichte.
Wenn Publikum und Filme aufeinandertreffen, treten Unterschiede unweigerlich zutage. Erwartungen prallen aufeinander, Vorurteile werden herausgefordert. Doch diese Reibung ist kein Scheitern, sondern gelebter Pluralismus. Wir betreten das Kino geprägt von eigenen Erfahrungen, Hoffnungen und Wünschen; diese Räume zu teilen heißt, Perspektiven zu begegnen, die unsere eigenen verunsichern – und neu auszuhandeln, was wir zu wissen glaubten.
Festivals sind keine neutralen Gebilde. Jede Auswahl trägt eine Perspektive in sich. Sie spiegelt nicht nur die Realitäten, die Filmschaffende beobachten, sondern auch die Gespräche, die wir als Programmer:innen in einer temporären Landschaft anstoßen möchten, geprägt von jenen, die sie betreten. Vielleicht schreiben wir diese Einleitungen weiter, um diesen gemeinsamen Anfang zu markieren – um anzuerkennen, dass wir uns für ein paar Stunden versammeln; präsent zu sein und zu entdecken, was es heißt, gemeinsam zu schauen, zu denken und zu fühlen.

Vincent Förster im Namen der Auswahlkommission für den Internationalen Wettbewerb

9,00 €
Online Standard

9,00 € inkl. 7% MwSt.

Menge

Freitag - 15:00 - Internationaler Wettbewerb 3 - Schauburg / Leone-Saal

Jahr für Jahr scheint unsere menschengemachte Welt mehr aus den Fugen zu geraten. Kriege und Genozide, Klimakollaps, ideologische Konflikte, digitale Empörung, Förderkürzungen – suchen Sie sich etwas aus! Und mit jeder neuen Ausgabe eines Filmfestivals kehrt die Frage nach dessen Rolle in einer solchen Welt zurück.
Jahr für Jahr klingen auch die Antworten vertraut: die Künste stärken, Filmschaffende unterstützen, Dialog pflegen, Brücken bauen. Wertvolle Worte – und oft genug wiederholt, dass sie zur institutionellen Fahrstuhlmusik zu werden drohen, zu aus Gewohnheit aufgesagten Mantras. Warum also weiterhin Einleitungen schreiben, wenn alle ohnehin schon wissen, was darin stehen wird?
Vielleicht, weil eine Einleitung weder Rechtfertigung noch Manifest ist, sondern eine Einladung – ein Angebot dafür, wie wir zusammenkommen wollen. Festivals können die Welt nicht reparieren, aber sie können temporäre Räume schaffen, in denen wir das Miteinander üben: zuhören, lachen, streiten, aufmerksam und neugierig sein.
Die Filme erden diese Aufmerksamkeit. Das diesjährige Programm navigiert die Komplexität unserer Zeit mit Arbeiten, die mal schreien und mal flüstern – Filme, die zögern, beobachten und auf Ambivalenz bestehen in einer Welt, die nach Gewissheit verlangt. Einige setzen sich direkt mit Machtstrukturen auseinander; andere spüren ihnen im Alltäglichen nach, entlang individueller Identitäten und kollektiver Geschichte.
Wenn Publikum und Filme aufeinandertreffen, treten Unterschiede unweigerlich zutage. Erwartungen prallen aufeinander, Vorurteile werden herausgefordert. Doch diese Reibung ist kein Scheitern, sondern gelebter Pluralismus. Wir betreten das Kino geprägt von eigenen Erfahrungen, Hoffnungen und Wünschen; diese Räume zu teilen heißt, Perspektiven zu begegnen, die unsere eigenen verunsichern – und neu auszuhandeln, was wir zu wissen glaubten.
Festivals sind keine neutralen Gebilde. Jede Auswahl trägt eine Perspektive in sich. Sie spiegelt nicht nur die Realitäten, die Filmschaffende beobachten, sondern auch die Gespräche, die wir als Programmer:innen in einer temporären Landschaft anstoßen möchten, geprägt von jenen, die sie betreten. Vielleicht schreiben wir diese Einleitungen weiter, um diesen gemeinsamen Anfang zu markieren – um anzuerkennen, dass wir uns für ein paar Stunden versammeln; präsent zu sein und zu entdecken, was es heißt, gemeinsam zu schauen, zu denken und zu fühlen.

Vincent Förster im Namen der Auswahlkommission für den Internationalen Wettbewerb

9,00 €
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Freitag - 15:30 - Kids 3 - Schauburg/ Tarkowski-Saal

Dieses Kurzfilmprogramm vermittelt liebevoll die Hoffnungen und Sehnsüchte der Protagonist:innen. Tapfer stellen sie sich den kleinen und großen Hürden des Heranwachsens. Und für aufmerksame Augen offenbaren sich ihre Stärken und Schwächen in allen Facetten.

EINMAL UM DIE WELT
Für junge Zuschauer:innen ab 5 Jahren präsentiert das 38. FILMFEST DRESDEN wieder aktuelle internationale Kinder- und Jugendkurzfilme, die den Hauch der weiten Welt auf die große Leinwand bringen. Mit viel Gefühl oder einer Prise Humor sorgen die Kurzfilme nicht nur für gute Unterhaltung, sondern auch wichtige Denkanstöße. Im Rahmen der Vorführungen hat das Publikum die Chance, sich mit anwesenden Filmemacher:innen auszutauschen sowie Fragen und Meinungen loszuwerden.

DAS JUNGE KURATORIUM
Die Zusammenstellung der fünf Programme fand mit tatkräftiger Unterstützung von 33 engagierten jungen Filmfans aus Dresden und Umgebung satt. Zusammen bilden sie das Junge Kuratorium und haben während der Festivalvorbereitungen viele Kurzfilme gesichtet, darüber diskutiert und über ihre finale Auswahl abgestimmt. So entstand das Kinder- und Jugendprogramm, samt eigenem Programmtitel. In der Festivalwoche werden die filmbegeisterten Mitglieder des Jungen Kuratoriums ihre Lieblingsfilme dem Kinopublikum vorstellen und den geladenen Filmschaffenden Löcher in den Bauch fragen.
Viel Spaß im Kino wünschen: Anni (5), Fritzi (7), Maxim (8), Bruno (8), Lou (9), Jaro (9), Dante (9), Pina (9), Nicoleta (9), Jakob (10), Lilith (10), Julika (10), Gustav G. (11), Kasimir (11), Johann (11), Arthur B. (11), Cäthe (11), Elisabeth (11), Robin (11), Antonio (12), Lotta (12), Gustav S. (12), Marie-Luise (12), Frederik (13), Elise (13), Smilla (15), Gertrud (15), Mathilde (15), Arthur G. (16), Lucy (16), Jette (18), Helena (18), Bundesfreiwillige Elin und Projektleiter Fabian.

von 4,00 € bis 5,00 €
Online Standard

5,00 € inkl. 7% MwSt.

Menge
Ermäßigt

bis 18 Jahre

4,00 € inkl. 7% MwSt.

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Freitag - 16:00 - Kids 1 - Thalia

Kommt mit auf eine unvergessliche Reise! Ob auf Schienen, unter Wasser oder hoch oben zwischen den Wolken: Unsere kleinen Entdecker:innen erkunden verborgene Welten, knüpfen neue Freundschaften und lernen, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Denn wer träumt, kann sich einfach alles vorstellen.

EINMAL UM DIE WELT
Für junge Zuschauer:innen ab 5 Jahren präsentiert das 38. FILMFEST DRESDEN wieder aktuelle internationale Kinder- und Jugendkurzfilme, die den Hauch der weiten Welt auf die große Leinwand bringen. Mit viel Gefühl oder einer Prise Humor sorgen die Kurzfilme nicht nur für gute Unterhaltung, sondern auch wichtige Denkanstöße. Im Rahmen der Vorführungen hat das Publikum die Chance, sich mit anwesenden Filmemacher:innen auszutauschen sowie Fragen und Meinungen loszuwerden.

DAS JUNGE KURATORIUM
Die Zusammenstellung der fünf Programme fand mit tatkräftiger Unterstützung von 33 engagierten jungen Filmfans aus Dresden und Umgebung satt. Zusammen bilden sie das Junge Kuratorium und haben während der Festivalvorbereitungen viele Kurzfilme gesichtet, darüber diskutiert und über ihre finale Auswahl abgestimmt. So entstand das Kinder- und Jugendprogramm, samt eigenem Programmtitel. In der Festivalwoche werden die filmbegeisterten Mitglieder des Jungen Kuratoriums ihre Lieblingsfilme dem Kinopublikum vorstellen und den geladenen Filmschaffenden Löcher in den Bauch fragen.
Viel Spaß im Kino wünschen: Anni (5), Fritzi (7), Maxim (8), Bruno (8), Lou (9), Jaro (9), Dante (9), Pina (9), Nicoleta (9), Jakob (10), Lilith (10), Julika (10), Gustav G. (11), Kasimir (11), Johann (11), Arthur B. (11), Cäthe (11), Elisabeth (11), Robin (11), Antonio (12), Lotta (12), Gustav S. (12), Marie-Luise (12), Frederik (13), Elise (13), Smilla (15), Gertrud (15), Mathilde (15), Arthur G. (16), Lucy (16), Jette (18), Helena (18), Bundesfreiwillige Elin und Projektleiter Fabian.

von 4,00 € bis 5,00 €
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5,00 € inkl. 7% MwSt.

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Ermäßigt

bis 18 Jahre

4,00 € inkl. 7% MwSt.

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Freitag - 16:00 - Nationaler Wettbewerb 3 - Schauburg / Lang-Saal

Seit 1998 ist der Nationale Wettbewerb nun bereits eine der beiden Herzkammern des FILMFEST DRESDEN und pumpt Herzschlag für Herzschlag pure Leidenschaft für Kurzfilme durch die Venen, Adern und Kapillaren des Festivals. Ein Relikt aus einem vergangenen Jahrtausend? Im Gegenteil, mehr als zuvor ist das nationale Filmschaffen ein Pulsmesser in Zeiten von Chaos, Krisen und Kriegen in einer hypertonen Welt. Auf diese Welt reagieren, resonieren, reflektieren; mal bunt, mal monochrom, mal wild und laut, still und stumm, poetisch oder mit Gebrüll: Der Kurzfilm ist kein bloßer Begleiter. Er ist Schrittmacher, Lautmaler, Traumfänger und Wellenbrecher.
Aus hunderten Einreichungen haben wir von der Auswahlkommission des Nationalen Wettbewerbs ein mitreißendes Programm zusammengestellt. In 25 Kurzfilmen, darunter zehn Animationsbeiträge, suchen hiesige Filmemacher:innen neue Narrative wie Ästhetiken, lassen die alten Welten kollabieren und öffnen neue Räume für Figuren und Geschichten. Fantastische Tierwesen und Märchenfiguren treffen auf dystopische Szenarien und existenzielle Krisen, KI-Alpträume und Zeitreisen, medienarchäologische Fundstücke, ein utopisches Tanz-Musical, Fruchtfliegen, Übungen für effektivere Prokrastination und Neujahr in einem anderen Palästina. Selten war der Nationale Wettbewerb so vielschichtig, wundersam und nachhallend.
Lassen Sie sich in die Kinosessel fallen, wenn das Licht ausgeht, der Vorhang sich öffnet und die Vorstellung beginnt! Wir möchten Sie zu einer Herzbluttransfusion einladen, Sie mit unserer Kurzfilmleidenschaft infizieren und Ihnen den Atem rauben. Doch keine Angst, Sie haben nichts zu befürchten, es ist alles Magie!

Christian Hempel für die Auswahlkommission Nationaler Wettbewerb

9,00 €
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9,00 € inkl. 7% MwSt.

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Freitag - 17:00 - Nominierte: Filmton - Schauburg / Chaplin-Saal

Sehen wir einen Film, verführt uns zunächst das Bild. Doch seine volle Kraft entfaltet er erst im fein abgestimmten Zusammenwirken mit dem Ton – mit jener künstlerischen Disziplin, die wir Sound Design nennen. Film schreibt sich nicht nur ins Auge, sondern ebenso ins Ohr ein: Geräusche, Atmosphären und Stille formen Bedeutung, strukturieren Zeit, verdichten Emotion. Erst durch ein tonästhetisches Gesamtkonzept entsteht jene sinnliche Kohärenz, die Figuren, Räume und Objekte miteinander verbindet und Zuschauer:innen tief in filmische Welten eintauchen lässt.
Sound Design ist damit weit mehr als akustische Begleitung. Es ist erzählerische Kraft, Rhythmusgeber, Resonanzraum. Klänge schaffen Übergänge, setzen Kontrapunkte, eröffnen imaginäre Räume jenseits des Sichtbaren. Sie modellieren Nähe und Distanz, lassen Intimes hörbar und Unsichtbares spürbar werden. Nicht selten trägt der Ton die Dramaturgie – manchmal leise und unterschwellig, manchmal radikal und „sound breaking“.
Diese Arbeiten sind für den Kinosaal geschaffen, für den Raum, in dem Klang physisch erfahrbar wird. Dort sollten sie idealerweise wahrgenommen werden – und dort sichten selbstverständlich auch unsere Vorjury- und Jurymitglieder die nominierten Filme. Mit der Verleihung des Goldenen Reiter Filmton würdigt die Jury, bestehend aus Alma Weber, Eyup Kuş und Eduardo Mamede, eine herausragende künstlerische Leistung, besondere Kreativität und höchste Qualität im filmauditiven Bereich.
Beim Screening zum Preis „Goldener Reiter Filmton“, gestiftet von den Ballroom Studios, werden bis zu zehn Filme öffentlich präsentiert. Ausgewählt werden sie von einer Vorjury aus jungen Musiker:innen, die jene Wettbewerbsbeiträge bestimmt, die klanglich besonders eigenständig, innovativ und eindrucksvoll sind. Freuen Sie sich auf ein Programm, das die Ohren öffnet, Hörgewohnheiten herausfordert und zeigt, wie kraftvoll Kino klingt!

Sven Pötting

9,00 €
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9,00 € inkl. 7% MwSt.

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Freitag - 17:30 - Internationaler Wettbewerb 2 - Schauburg / Leone-Saal

Jahr für Jahr scheint unsere menschengemachte Welt mehr aus den Fugen zu geraten. Kriege und Genozide, Klimakollaps, ideologische Konflikte, digitale Empörung, Förderkürzungen – suchen Sie sich etwas aus! Und mit jeder neuen Ausgabe eines Filmfestivals kehrt die Frage nach dessen Rolle in einer solchen Welt zurück.
Jahr für Jahr klingen auch die Antworten vertraut: die Künste stärken, Filmschaffende unterstützen, Dialog pflegen, Brücken bauen. Wertvolle Worte – und oft genug wiederholt, dass sie zur institutionellen Fahrstuhlmusik zu werden drohen, zu aus Gewohnheit aufgesagten Mantras. Warum also weiterhin Einleitungen schreiben, wenn alle ohnehin schon wissen, was darin stehen wird?
Vielleicht, weil eine Einleitung weder Rechtfertigung noch Manifest ist, sondern eine Einladung – ein Angebot dafür, wie wir zusammenkommen wollen. Festivals können die Welt nicht reparieren, aber sie können temporäre Räume schaffen, in denen wir das Miteinander üben: zuhören, lachen, streiten, aufmerksam und neugierig sein.
Die Filme erden diese Aufmerksamkeit. Das diesjährige Programm navigiert die Komplexität unserer Zeit mit Arbeiten, die mal schreien und mal flüstern – Filme, die zögern, beobachten und auf Ambivalenz bestehen in einer Welt, die nach Gewissheit verlangt. Einige setzen sich direkt mit Machtstrukturen auseinander; andere spüren ihnen im Alltäglichen nach, entlang individueller Identitäten und kollektiver Geschichte.
Wenn Publikum und Filme aufeinandertreffen, treten Unterschiede unweigerlich zutage. Erwartungen prallen aufeinander, Vorurteile werden herausgefordert. Doch diese Reibung ist kein Scheitern, sondern gelebter Pluralismus. Wir betreten das Kino geprägt von eigenen Erfahrungen, Hoffnungen und Wünschen; diese Räume zu teilen heißt, Perspektiven zu begegnen, die unsere eigenen verunsichern – und neu auszuhandeln, was wir zu wissen glaubten.
Festivals sind keine neutralen Gebilde. Jede Auswahl trägt eine Perspektive in sich. Sie spiegelt nicht nur die Realitäten, die Filmschaffende beobachten, sondern auch die Gespräche, die wir als Programmer:innen in einer temporären Landschaft anstoßen möchten, geprägt von jenen, die sie betreten. Vielleicht schreiben wir diese Einleitungen weiter, um diesen gemeinsamen Anfang zu markieren – um anzuerkennen, dass wir uns für ein paar Stunden versammeln; präsent zu sein und zu entdecken, was es heißt, gemeinsam zu schauen, zu denken und zu fühlen.

Vincent Förster im Namen der Auswahlkommission für den Internationalen Wettbewerb

9,00 €
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9,00 € inkl. 7% MwSt.

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Freitag - 17:30 - Jugend 1 - Schauburg/ Tarkowski-Saal

Sich Alltagsrassismus, Umweltzerstörung oder den eigenen Ängsten entgegenzustellen, erfordert Mut. Die Geschichten dieses Kurzfilmprogramms handeln von genau diesem Moment: dem Wagnis, die eigene Komfortzone zu verlassen, eine unsichtbare Grenze zu übertreten und daran zu wachsen.

EINMAL UM DIE WELT
Für junge Zuschauer:innen ab 5 Jahren präsentiert das 38. FILMFEST DRESDEN wieder aktuelle internationale Kinder- und Jugendkurzfilme, die den Hauch der weiten Welt auf die große Leinwand bringen. Mit viel Gefühl oder einer Prise Humor sorgen die Kurzfilme nicht nur für gute Unterhaltung, sondern auch wichtige Denkanstöße. Im Rahmen der Vorführungen hat das Publikum die Chance, sich mit anwesenden Filmemacher:innen auszutauschen sowie Fragen und Meinungen loszuwerden.

DAS JUNGE KURATORIUM
Die Zusammenstellung der fünf Programme fand mit tatkräftiger Unterstützung von 33 engagierten jungen Filmfans aus Dresden und Umgebung satt. Zusammen bilden sie das Junge Kuratorium und haben während der Festivalvorbereitungen viele Kurzfilme gesichtet, darüber diskutiert und über ihre finale Auswahl abgestimmt. So entstand das Kinder- und Jugendprogramm, samt eigenem Programmtitel. In der Festivalwoche werden die filmbegeisterten Mitglieder des Jungen Kuratoriums ihre Lieblingsfilme dem Kinopublikum vorstellen und den geladenen Filmschaffenden Löcher in den Bauch fragen.

Viel Spaß im Kino wünschen: Anni (5), Fritzi (7), Maxim (8), Bruno (8), Lou (9), Jaro (9), Dante (9), Pina (9), Nicoleta (9), Jakob (10), Lilith (10), Julika (10), Gustav G. (11), Kasimir (11), Johann (11), Arthur B. (11), Cäthe (11), Elisabeth (11), Robin (11), Antonio (12), Lotta (12), Gustav S. (12), Marie-Luise (12), Frederik (13), Elise (13), Smilla (15), Gertrud (15), Mathilde (15), Arthur G. (16), Lucy (16), Jette (18), Helena (18), Bundesfreiwillige Elin und Projektleiter Fabian.

von 4,00 € bis 5,00 €
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5,00 € inkl. 7% MwSt.

Menge
Ermäßigt

bis 18 Jahre

4,00 € inkl. 7% MwSt.

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Freitag - 18:30 - Fokus Québec - Thalia

Mit diesem Programm wollte ich die kulturelle Vielfalt durch Ästhetik und Form erkunden, um zu zeigen, wie groß und doch einzigartig Québec in seiner kreativen Energie ist. Obwohl all diese Filme unterschiedliche Kulturen und Ideen behandeln, zieht sich der pulsierende kreative Impuls der einzigartigen Kunst Québecs wie ein roter Faden durch alle Filme.
Ich interessiere mich für Ästhetik als Mittel zur Erforschung von Kultur und Perspektive, deshalb habe ich das Programm „Shifted Horizons“ genannt. Normalerweise denken wir bei Quebecer Kino nur an französisch-kanadisches Kino, und ich wollte die Tiefen und Ecken erkunden, die nicht unbedingt immer repräsentiert oder zusammen gezeigt werden.

Harley Charmandy

9,00 €
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9,00 € inkl. 7% MwSt.

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Freitag - 19:00 - Nationaler Wettbewerb 4 - Schauburg / Lang-Saal

Seit 1998 ist der Nationale Wettbewerb nun bereits eine der beiden Herzkammern des FILMFEST DRESDEN und pumpt Herzschlag für Herzschlag pure Leidenschaft für Kurzfilme durch die Venen, Adern und Kapillaren des Festivals. Ein Relikt aus einem vergangenen Jahrtausend? Im Gegenteil, mehr als zuvor ist das nationale Filmschaffen ein Pulsmesser in Zeiten von Chaos, Krisen und Kriegen in einer hypertonen Welt. Auf diese Welt reagieren, resonieren, reflektieren; mal bunt, mal monochrom, mal wild und laut, still und stumm, poetisch oder mit Gebrüll: Der Kurzfilm ist kein bloßer Begleiter. Er ist Schrittmacher, Lautmaler, Traumfänger und Wellenbrecher.
Aus hunderten Einreichungen haben wir von der Auswahlkommission des Nationalen Wettbewerbs ein mitreißendes Programm zusammengestellt. In 25 Kurzfilmen, darunter zehn Animationsbeiträge, suchen hiesige Filmemacher:innen neue Narrative wie Ästhetiken, lassen die alten Welten kollabieren und öffnen neue Räume für Figuren und Geschichten. Fantastische Tierwesen und Märchenfiguren treffen auf dystopische Szenarien und existenzielle Krisen, KI-Alpträume und Zeitreisen, medienarchäologische Fundstücke, ein utopisches Tanz-Musical, Fruchtfliegen, Übungen für effektivere Prokrastination und Neujahr in einem anderen Palästina. Selten war der Nationale Wettbewerb so vielschichtig, wundersam und nachhallend.
Lassen Sie sich in die Kinosessel fallen, wenn das Licht ausgeht, der Vorhang sich öffnet und die Vorstellung beginnt! Wir möchten Sie zu einer Herzbluttransfusion einladen, Sie mit unserer Kurzfilmleidenschaft infizieren und Ihnen den Atem rauben. Doch keine Angst, Sie haben nichts zu befürchten, es ist alles Magie!

Christian Hempel für die Auswahlkommission Nationaler Wettbewerb

9,00 €
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Freitag - 19:00 - The Currency Lab 2 - Geh8 Kunst Raum Ateliers

Taiwans vielschichtige Kolonialgeschichte prägt bis heute unterschiedliche Erinnerungen und Lebensrealitäten, die in diesen Filmen aus Perspektiven jenseits politischer Macht erzählt und in Körpern, Alltagspraktiken und persönlichen Erinnerungen eingeschrieben werden. Kuratiert von Yen Yi Lee.

In einer Zeit, in der gesellschaftliche Ordnungen weltweit spürbaren Veränderungen unterliegen, stellt „The Currency Lab – Recht & Ordnung“ grundlegende Fragen: Welche Vorstellungen von Recht und Ordnung prägen unsere Gegenwart? Welche historischen Kontinuitäten wirken fort – von bestehenden Machtverhältnissen über soziale Strukturen bis hin zu globalen Abhängigkeiten? Und wie lassen sich diesen Entwicklungen alternative, solidarische und zukunftsweisende Praktiken entgegensetzen?

5,00 €
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Freitag - 19:30 - Schwerpunkt 4 - Schauburg/ Tarkowski-Saal

Heimat ist etwas Festes und doch Brüchiges. Sie ist mehr als nur ein Ort. Sie ist Erinnerung, fortwährende Erfahrung und flüchtiges Gut in einer Zeit, in der Menschen gewollt oder ungewollt immer mehr zu Nomad:innen werden. Die hier versammelten Filme bilden verschiedene Facetten von dem, was Heimat sein kann: Teil einer Identität, an der wir arbeiten und die sich immer wieder neu bildet.
Kuratiert von Husein Bastouni, Sven Pötting

9,00 €
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9,00 € inkl. 7% MwSt.

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Freitag - 20:00 - Animated - Schauburg / Chaplin-Saal

In diesem Jahr feiern wir eine außergewöhnliche 90-jährige Reise der afrikanischen Animation; eine Geschichte, die kreative Widerstandsfähigkeit, kulturelle Ausdruckskraft und die Rückeroberung des Bildes aus dem Inneren des Kontinents feiert. Zu lange wurde Afrika durch die Brille von Außenstehenden betrachtet, von kolonialen Darstellungen bis hin zu Hollywood-Porträts, die Landschaften exotisierten und gleichzeitig die kreative Kraft Afrikas ausschlossen. Doch lange bevor globale Studios afrikanische Schauplätze und Symbole übernahmen, verstanden afrikanische Erzähltraditionen bereits Bewegung, Transformation und Narrativ: die Grundlagen der Animation. Die afrikanische Animation entstand aus der einheimischen Vorstellungskraft, die auf mündlicher Überlieferung, Puppenspiel, Schattentheater und Performance beruhte, und verband sich später mit der Filmtechnologie zu einer einzigartigen Filmsprache, die von afrikanischen Stimmen und Lebenserfahrungen belebt wurde.
Dieses Programm spiegelt dieses Erbe wider, von der bahnbrechenden Zeichentrickfigur Mish-Mish bis hin zu zeitgenössischen Kurzfilmen, die Folklore, Sozialsatire, poetische Reflexion und fantasievolle Zukunftsvisionen umfassen.
I DIFAA AL WATANI (1939, Ägypten) fängt den spielerischen patriotischen Geist von Mish-Mish Effendi ein, einer der frühesten Zeichentrickfiguren des Kontinents, der in diesem Film die nationale Armee gegen die Nazis anführt, die Ende der 1930er Jahre in Ägypten einmarschierten. BON VOYAGE, SIM (1966, Niger) nimmt uns mit auf eine satirische Reise eines Froschpräsidenten und zeigt die Kreativität nach der Unabhängigkeit. LA FEMME MARIÉE À TROIS HOMMES (1993, Burkina Faso/Kanada) interpretiert eine Volkssage über Wahlfreiheit und Handlungsfähigkeit neu, während MINE (1991, Südafrika) von William Kentridge mit ausdrucksstarker, handgefertigter Animation die Entmenschlichung der Apartheid thematisiert.
Zeitgenössische Stimmen kommen in L’OMBRE DES PAPILLONS (2022, Marokko/Portugal) zum Ausdruck, einer traumhaften Meditation über Erinnerung. THE PYRAMID (2021, Ägypten) verbindet Witz mit altertümlicher Fantasie. SHOUT SHOUT, LET IT ALL OUT (2006, Südafrika) bietet spielerische Absurdität, und TOTO’S JOURNEY (2005, Kenia) reflektiert das tägliche Leben in Bewegung. ILM, LE SAVOIR (2008, Madagaskar) setzt sich mit Unterschieden und Zugehörigkeit auseinander, während BLACK BARBIE (2016, Ghana) Schönheitsideale kritisch hinterfragt. Die Auswahl endet mit KIZAZI MOTO: STARDUST (2023, Ägypten/Südafrika), einer afro-futuristischen Geschichte über Schicksal und Verwandlung, und unterstreicht die Kraft der Animation, Afrikas Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft darzustellen.
Zusammen erzählen diese Filme eine Geschichte von Innovation und kulturellem Wiederaufleben, ein Zeugnis afrikanischer Geschichtenerzähler:innen, die das animierte Bild zurückerobern und ihre Ausdrucksmöglichkeiten über Jahrzehnte hinweg erweitert haben.

Kuratiert von Mohamed Ghazala

9,00 €
Online Standard

9,00 € inkl. 7% MwSt.

Menge

Freitag - 20:00 - Internationaler Wettbewerb 6 - Schauburg / Leone-Saal

Jahr für Jahr scheint unsere menschengemachte Welt mehr aus den Fugen zu geraten. Kriege und Genozide, Klimakollaps, ideologische Konflikte, digitale Empörung, Förderkürzungen – suchen Sie sich etwas aus! Und mit jeder neuen Ausgabe eines Filmfestivals kehrt die Frage nach dessen Rolle in einer solchen Welt zurück.
Jahr für Jahr klingen auch die Antworten vertraut: die Künste stärken, Filmschaffende unterstützen, Dialog pflegen, Brücken bauen. Wertvolle Worte – und oft genug wiederholt, dass sie zur institutionellen Fahrstuhlmusik zu werden drohen, zu aus Gewohnheit aufgesagten Mantras. Warum also weiterhin Einleitungen schreiben, wenn alle ohnehin schon wissen, was darin stehen wird?
Vielleicht, weil eine Einleitung weder Rechtfertigung noch Manifest ist, sondern eine Einladung – ein Angebot dafür, wie wir zusammenkommen wollen. Festivals können die Welt nicht reparieren, aber sie können temporäre Räume schaffen, in denen wir das Miteinander üben: zuhören, lachen, streiten, aufmerksam und neugierig sein.
Die Filme erden diese Aufmerksamkeit. Das diesjährige Programm navigiert die Komplexität unserer Zeit mit Arbeiten, die mal schreien und mal flüstern – Filme, die zögern, beobachten und auf Ambivalenz bestehen in einer Welt, die nach Gewissheit verlangt. Einige setzen sich direkt mit Machtstrukturen auseinander; andere spüren ihnen im Alltäglichen nach, entlang individueller Identitäten und kollektiver Geschichte.
Wenn Publikum und Filme aufeinandertreffen, treten Unterschiede unweigerlich zutage. Erwartungen prallen aufeinander, Vorurteile werden herausgefordert. Doch diese Reibung ist kein Scheitern, sondern gelebter Pluralismus. Wir betreten das Kino geprägt von eigenen Erfahrungen, Hoffnungen und Wünschen; diese Räume zu teilen heißt, Perspektiven zu begegnen, die unsere eigenen verunsichern – und neu auszuhandeln, was wir zu wissen glaubten.
Festivals sind keine neutralen Gebilde. Jede Auswahl trägt eine Perspektive in sich. Sie spiegelt nicht nur die Realitäten, die Filmschaffende beobachten, sondern auch die Gespräche, die wir als Programmer:innen in einer temporären Landschaft anstoßen möchten, geprägt von jenen, die sie betreten. Vielleicht schreiben wir diese Einleitungen weiter, um diesen gemeinsamen Anfang zu markieren – um anzuerkennen, dass wir uns für ein paar Stunden versammeln; präsent zu sein und zu entdecken, was es heißt, gemeinsam zu schauen, zu denken und zu fühlen.

Vincent Förster im Namen der Auswahlkommission für den Internationalen Wettbewerb

9,00 €
Online Standard

9,00 € inkl. 7% MwSt.

Menge

Freitag - 21:00 - Experimente - Thalia

Filme der Programmreihe „Experimente” sind grundsätzlich Interventionen, die etablierte Darstellungsformen in neue Bahnen lenken und dabei die Betrachter:innen zum Perspektivwechsel einladen. Es handelt sich um Grenzüberschreitungen, die Kategorien wie Gattung und Genre, Film und Performance, ja selbst Zeit und Raum auflösen. Jenseits des Raum-Zeit-Kontinuums oder in „Zwischenräumen” angesiedelt, ermöglichen es ungewohnte, manchmal gar utopische Konstellationen, Macht- und Gesellschaftssysteme gleichsam von außen in den Blick zu nehmen und sie auf diese Weise zu erschüttern.
Gleich der erste Film des Programms, PIDIKWE, ist ein audiovisueller Wirbelsturm, der die Ausbeutung des indigenen, weiblichen Körpers durch den kolonialen Blick gewissermaßen umkehrt. Der Film der franko-kanadischen Filmemacherin und Künstlerin Caroline Monnet bietet diesen Frauen die Möglichkeit, die Kontrolle über ihr Bild zurückzugewinnen und einen Prozess der Selbstbestimmung einzuleiten.
Sasha Pirkers EVERYONE DESERVES A SLICE OF THE PIE ist eine surreale Collage, die den subversiven Charakter des Kinos feiert, Inspiration in den Slapstickfilmen aus der Frühzeit des Kinos findet, zum Zeichensetzen in der Gegenwart auffordert, um für unsere Zukunft zu kämpfen.
WINNER von der multidisziplinären Künstlerin Marianna Simnett führt uns in eine halluzinatorische Welt, die an CLOCKWORK ORANGE von Stanley Kubrick erinnert und spielerisch Machthierarchien und Massenpsychologie beim Fußball seziert. Triumph und Niederlage, Leid und Brutalität, Spiel und Eskalation liegen dicht beieinander.
BLIND, INS AUGE von Atefeh Kheirabadi und Mehrad Sepahniai ist eine Dokumentation, welche die brutale Repression durch die Revolutionsgarden und Sicherheitskräfte gegenüber friedlichen Demonstrant:innen im Iran beleuchtet. Angesichts der Ereignisse seit Ende Februar 2026 und nach den Tyrannenmorden steht das Land vor einer ungewissen Zukunft. Es bleibt nur die Hoffnung auf Justiz und Freiheit für das Volk.
DI NOTTE von Anouk Chambaz oszilliert zwischen Dunkelheit und Licht, Traum und Wachsein, Unbekanntem und Vertrautem, Erinnerung und Vorstellungskraft – dem Schwebezustand, in dem Filme auch im Kinosaal erlebt werden.
THE END von Claudia Larcher ist eine KI-generierte ironisch-dystopische Zukunftsvision des Kinos. Nicolaas Schmidts LINEAR ENDJOY führt (technische) Vergangenheit und die gesellschaftlich-kulturelle Gegenwart noch einmal zusammen und lässt damit das Programm ausklingen.

Sven Pötting

9,00 €
Online Standard

9,00 € inkl. 7% MwSt.

Menge

Freitag - 22:00 - Nationaler Wettbewerb 1 - Schauburg / Lang-Saal

Seit 1998 ist der Nationale Wettbewerb nun bereits eine der beiden Herzkammern des FILMFEST DRESDEN und pumpt Herzschlag für Herzschlag pure Leidenschaft für Kurzfilme durch die Venen, Adern und Kapillaren des Festivals. Ein Relikt aus einem vergangenen Jahrtausend? Im Gegenteil, mehr als zuvor ist das nationale Filmschaffen ein Pulsmesser in Zeiten von Chaos, Krisen und Kriegen in einer hypertonen Welt. Auf diese Welt reagieren, resonieren, reflektieren; mal bunt, mal monochrom, mal wild und laut, still und stumm, poetisch oder mit Gebrüll: Der Kurzfilm ist kein bloßer Begleiter. Er ist Schrittmacher, Lautmaler, Traumfänger und Wellenbrecher.
Aus hunderten Einreichungen haben wir von der Auswahlkommission des Nationalen Wettbewerbs ein mitreißendes Programm zusammengestellt. In 25 Kurzfilmen, darunter zehn Animationsbeiträge, suchen hiesige Filmemacher:innen neue Narrative wie Ästhetiken, lassen die alten Welten kollabieren und öffnen neue Räume für Figuren und Geschichten. Fantastische Tierwesen und Märchenfiguren treffen auf dystopische Szenarien und existenzielle Krisen, KI-Alpträume und Zeitreisen, medienarchäologische Fundstücke, ein utopisches Tanz-Musical, Fruchtfliegen, Übungen für effektivere Prokrastination und Neujahr in einem anderen Palästina. Selten war der Nationale Wettbewerb so vielschichtig, wundersam und nachhallend.
Lassen Sie sich in die Kinosessel fallen, wenn das Licht ausgeht, der Vorhang sich öffnet und die Vorstellung beginnt! Wir möchten Sie zu einer Herzbluttransfusion einladen, Sie mit unserer Kurzfilmleidenschaft infizieren und Ihnen den Atem rauben. Doch keine Angst, Sie haben nichts zu befürchten, es ist alles Magie!

Christian Hempel für die Auswahlkommission Nationaler Wettbewerb

9,00 €
Online Standard

9,00 € inkl. 7% MwSt.

Menge

Freitag - 22:00 - Tribut - Schauburg/ Tarkowski-Saal

Als Filmemacherin, Installationskünstlerin und Wissenschaftlerin bewegt sich die gebürtige Südafrikanerin Jyoti Mistry an den Schnittstellen von Kunst, Kino und kritischer Bildpraxis. Film begreift sie nicht als bloßes Erzählmedium, sondern als Erkenntnisform: als Ort, an dem Bilder Geschichte speichern, formen – und zugleich verschleiern können.
Ausgehend von einer dezidiert nicht-westlichen Perspektive zielt sie mit großer formaler Kühnheit darauf ab, kanonisiertes Wissen zu hinterfragen und zu transformieren. Ein zentrales Element ihres Schaffens ist der Umgang mit vorhandenem Bildmaterial: Archivaufnahmen, Amateur:innenfilme und Fundstücke aus kolonialen und populärkulturellen Bildwelten werden durch Montage, Text, Animation und Voice-over in präzise filmische Essays verwandelt. Das Archiv wird so zum Ort einer politischen Rückeroberung von Erfahrungen und Perspektiven marginalisierter Gruppen, die sonst unsichtbar blieben.
Formal zeichnet sich Mistrys Kino durch große Offenheit aus: Dokumentarisches, Experimentelles und Essayistisches gehen ineinander über, Rhythmus, Klang und Sprache spielen eine ebenso tragende Rolle wie das Bild selbst. Ihre Arbeiten entfalten eine poetische Struktur, die weniger Geschichten erzählt als Denkbewegungen sichtbar macht – und dabei stets die ideologischen Strukturen des Sehens selbst befragt. In dieser Verdichtung liegt auch die besondere Kraft der kurzen Form, die Mistry immer wieder als Raum für formale Freiheit und kritische Intervention nutzt.
Das FILMFEST DRESDEN präsentiert im Tribut neben Arbeiten, die bereits auf Festivals und im Ausstellungskontext gezeigt wurden, auch eine Weltpremiere. Einen tieferen Einblick in die Arbeiten von Jyoti Mistry gibt die Masterclass, die an das Tribut angebunden ist.

Kuratiert von Jyoti Mistry, Sven Pötting, Florian Schattauer

9,00 €
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9,00 € inkl. 7% MwSt.

Menge

Freitag - 22:30 - Internationaler Wettbewerb 4 - Schauburg / Leone-Saal

Jahr für Jahr scheint unsere menschengemachte Welt mehr aus den Fugen zu geraten. Kriege und Genozide, Klimakollaps, ideologische Konflikte, digitale Empörung, Förderkürzungen – suchen Sie sich etwas aus! Und mit jeder neuen Ausgabe eines Filmfestivals kehrt die Frage nach dessen Rolle in einer solchen Welt zurück.
Jahr für Jahr klingen auch die Antworten vertraut: die Künste stärken, Filmschaffende unterstützen, Dialog pflegen, Brücken bauen. Wertvolle Worte – und oft genug wiederholt, dass sie zur institutionellen Fahrstuhlmusik zu werden drohen, zu aus Gewohnheit aufgesagten Mantras. Warum also weiterhin Einleitungen schreiben, wenn alle ohnehin schon wissen, was darin stehen wird?
Vielleicht, weil eine Einleitung weder Rechtfertigung noch Manifest ist, sondern eine Einladung – ein Angebot dafür, wie wir zusammenkommen wollen. Festivals können die Welt nicht reparieren, aber sie können temporäre Räume schaffen, in denen wir das Miteinander üben: zuhören, lachen, streiten, aufmerksam und neugierig sein.
Die Filme erden diese Aufmerksamkeit. Das diesjährige Programm navigiert die Komplexität unserer Zeit mit Arbeiten, die mal schreien und mal flüstern – Filme, die zögern, beobachten und auf Ambivalenz bestehen in einer Welt, die nach Gewissheit verlangt. Einige setzen sich direkt mit Machtstrukturen auseinander; andere spüren ihnen im Alltäglichen nach, entlang individueller Identitäten und kollektiver Geschichte.
Wenn Publikum und Filme aufeinandertreffen, treten Unterschiede unweigerlich zutage. Erwartungen prallen aufeinander, Vorurteile werden herausgefordert. Doch diese Reibung ist kein Scheitern, sondern gelebter Pluralismus. Wir betreten das Kino geprägt von eigenen Erfahrungen, Hoffnungen und Wünschen; diese Räume zu teilen heißt, Perspektiven zu begegnen, die unsere eigenen verunsichern – und neu auszuhandeln, was wir zu wissen glaubten.
Festivals sind keine neutralen Gebilde. Jede Auswahl trägt eine Perspektive in sich. Sie spiegelt nicht nur die Realitäten, die Filmschaffende beobachten, sondern auch die Gespräche, die wir als Programmer:innen in einer temporären Landschaft anstoßen möchten, geprägt von jenen, die sie betreten. Vielleicht schreiben wir diese Einleitungen weiter, um diesen gemeinsamen Anfang zu markieren – um anzuerkennen, dass wir uns für ein paar Stunden versammeln; präsent zu sein und zu entdecken, was es heißt, gemeinsam zu schauen, zu denken und zu fühlen.

Vincent Förster im Namen der Auswahlkommission für den Internationalen Wettbewerb

9,00 €
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Freitag - 22:30 - Panorama International - Schauburg / Chaplin-Saal

Wusstet Ihr, dass man aus der Spitze einer Ananas eine neue Ananas züchten kann, und aus der Spitze dieser Ananas wiederum eine weitere – und so weiter und so fort, theoretisch bis in alle Ewigkeit? Nützliches Wissen für den Tag, an dem geopolitische Katastrophen die Menschheit dazu zwingen, neu zu lernen, wie man in einer Welt nach dem Internet lebt. Bei dem Versuch, digitale Erinnerungen in die Realität zurückzubringen, könnte eine süß-saftige Ananas Euren Abend in einer von Mark Zuckerberg und dem Jenner-Kardashian-Clan betriebenen Entzugsklinik retten.
Saftig ist auch das Stichwort für zwei Schweißer, die während ihrer Mittagspause ein Himmelsphänomen beobachten. Angesichts des Erhabenen lassen sie ihre Masken fallen – obwohl die Sonne scheint. Apropos Masken: Habt Ihr jemals über die Gefühle einer Rettungspuppe nachgedacht? Hinter ihrem starren Lächeln strömen Emotionen durch ihren Plastikkörper, besonders wenn sie am Boden eines Schwimmbeckens vergessen wird. Wie schön wäre es, von den starken und beruhigenden Armen eines Schwimmers aufgehoben und an die Oberfläche gebracht zu werden …
Könnte dieser Schwimmer Pubert Jimbob sein? Noch nicht. Zunächst muss er Nadine, einem Klumpen mit Mund, zu Hilfe kommen, nachdem er von einer rätselhaften Gestalt, die ihm ein Feuerzeug zuwirft, von seinem geliebten Sofa weggelockt wurde. Candela hingegen hätte wahrscheinlich auf ihrem bleiben sollen. Stattdessen überfährt sie versehentlich den Hund ihres Neffen – ausgerechnet an seinem Geburtstag. Anstatt zu gestehen, erfindet sie eine Legende über eine Pilgerreise von Hunden zu einem heiligen Baum.
Und Lügen halten sich ja bekanntermaßen überraschend lange, zumindest bis wir wirklich im Post-Internet-Zeitalter angekommen sind. Bis dahin werden in unserer wilden Welt gewöhnliche Menschen als Wölfe bezeichnet und als nutzlos und gefährlich verfolgt, während sie in Wirklichkeit nur liebenswerte Katzen sind, die ihr normales Leben leben. Am Ende ist sich jedenfalls niemand einig, was wirklich wahr ist: die Sonnenfinsternis, die Pilgerreise, die Wölfe oder die Katzen. Immerhin die Ananas wächst weiter – und das ist ein ebenso gutes System der Wahrheit wie jedes andere.

Vincent Förster im Namen der Auswahlkommission für den Internationalen Wettbewerb

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Freitag - 23:30 - Cinema Digestif 2 - Thalia

Es ist schon wieder soweit. Wir würden ja gern sagen, wir hätten uns im vergangenen Jahr für dieses Programm völlig verausgabt – aber ganz ehrlich? Wir sind genauso erschöpft wie der Rest der Welt. Trotzdem sind wir wieder da. Mit einer Auswahl all der Dinge, die passieren, wenn andere sich Mühe geben. Wir sitzen derweil im Kino und schauen zu.
Kuratiert von Anne Gaschütz, Daniel Vadocký

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Samstag

Samstag - 11:00 - Kids 2 - Thalia

Es kommt oft anders als man denkt. Manchmal wird es für unsere Held:innen ganz schön knifflig, aber mit Freund:innen an ihrer Seite macht alles mehr Spaß. In diesen Geschichten wird gespielt, geholfen und gestaunt. Ein buntes Filmprogramm, das zeigt: Selbst wenn die Welt Kopf steht, ist es genau richtig, so zu sein, wie man ist.

EINMAL UM DIE WELT
Für junge Zuschauer:innen ab 5 Jahren präsentiert das 38. FILMFEST DRESDEN wieder aktuelle internationale Kinder- und Jugendkurzfilme, die den Hauch der weiten Welt auf die große Leinwand bringen. Mit viel Gefühl oder einer Prise Humor sorgen die Kurzfilme nicht nur für gute Unterhaltung, sondern auch wichtige Denkanstöße. Im Rahmen der Vorführungen hat das Publikum die Chance, sich mit anwesenden Filmemacher:innen auszutauschen sowie Fragen und Meinungen loszuwerden.

DAS JUNGE KURATORIUM
Die Zusammenstellung der fünf Programme fand mit tatkräftiger Unterstützung von 33 engagierten jungen Filmfans aus Dresden und Umgebung satt. Zusammen bilden sie das Junge Kuratorium und haben während der Festivalvorbereitungen viele Kurzfilme gesichtet, darüber diskutiert und über ihre finale Auswahl abgestimmt. So entstand das Kinder- und Jugendprogramm, samt eigenem Programmtitel. In der Festivalwoche werden die filmbegeisterten Mitglieder des Jungen Kuratoriums ihre Lieblingsfilme dem Kinopublikum vorstellen und den geladenen Filmschaffenden Löcher in den Bauch fragen.
Viel Spaß im Kino wünschen: Anni (5), Fritzi (7), Maxim (8), Bruno (8), Lou (9), Jaro (9), Dante (9), Pina (9), Nicoleta (9), Jakob (10), Lilith (10), Julika (10), Gustav G. (11), Kasimir (11), Johann (11), Arthur B. (11), Cäthe (11), Elisabeth (11), Robin (11), Antonio (12), Lotta (12), Gustav S. (12), Marie-Luise (12), Frederik (13), Elise (13), Smilla (15), Gertrud (15), Mathilde (15), Arthur G. (16), Lucy (16), Jette (18), Helena (18), Bundesfreiwillige Elin und Projektleiter Fabian.

von 4,00 € bis 5,00 €
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5,00 € inkl. 7% MwSt.

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Ermäßigt

bis 18 Jahre

4,00 € inkl. 7% MwSt.

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Samstag - 13:00 - Internationaler Wettbewerb 4 - Schauburg / Leone-Saal

Jahr für Jahr scheint unsere menschengemachte Welt mehr aus den Fugen zu geraten. Kriege und Genozide, Klimakollaps, ideologische Konflikte, digitale Empörung, Förderkürzungen – suchen Sie sich etwas aus! Und mit jeder neuen Ausgabe eines Filmfestivals kehrt die Frage nach dessen Rolle in einer solchen Welt zurück.
Jahr für Jahr klingen auch die Antworten vertraut: die Künste stärken, Filmschaffende unterstützen, Dialog pflegen, Brücken bauen. Wertvolle Worte – und oft genug wiederholt, dass sie zur institutionellen Fahrstuhlmusik zu werden drohen, zu aus Gewohnheit aufgesagten Mantras. Warum also weiterhin Einleitungen schreiben, wenn alle ohnehin schon wissen, was darin stehen wird?
Vielleicht, weil eine Einleitung weder Rechtfertigung noch Manifest ist, sondern eine Einladung – ein Angebot dafür, wie wir zusammenkommen wollen. Festivals können die Welt nicht reparieren, aber sie können temporäre Räume schaffen, in denen wir das Miteinander üben: zuhören, lachen, streiten, aufmerksam und neugierig sein.
Die Filme erden diese Aufmerksamkeit. Das diesjährige Programm navigiert die Komplexität unserer Zeit mit Arbeiten, die mal schreien und mal flüstern – Filme, die zögern, beobachten und auf Ambivalenz bestehen in einer Welt, die nach Gewissheit verlangt. Einige setzen sich direkt mit Machtstrukturen auseinander; andere spüren ihnen im Alltäglichen nach, entlang individueller Identitäten und kollektiver Geschichte.
Wenn Publikum und Filme aufeinandertreffen, treten Unterschiede unweigerlich zutage. Erwartungen prallen aufeinander, Vorurteile werden herausgefordert. Doch diese Reibung ist kein Scheitern, sondern gelebter Pluralismus. Wir betreten das Kino geprägt von eigenen Erfahrungen, Hoffnungen und Wünschen; diese Räume zu teilen heißt, Perspektiven zu begegnen, die unsere eigenen verunsichern – und neu auszuhandeln, was wir zu wissen glaubten.
Festivals sind keine neutralen Gebilde. Jede Auswahl trägt eine Perspektive in sich. Sie spiegelt nicht nur die Realitäten, die Filmschaffende beobachten, sondern auch die Gespräche, die wir als Programmer:innen in einer temporären Landschaft anstoßen möchten, geprägt von jenen, die sie betreten. Vielleicht schreiben wir diese Einleitungen weiter, um diesen gemeinsamen Anfang zu markieren – um anzuerkennen, dass wir uns für ein paar Stunden versammeln; präsent zu sein und zu entdecken, was es heißt, gemeinsam zu schauen, zu denken und zu fühlen.

Vincent Förster im Namen der Auswahlkommission für den Internationalen Wettbewerb

9,00 €
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9,00 € inkl. 7% MwSt.

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Samstag - 13:00 - Kids 1 - Thalia

Kommt mit auf eine unvergessliche Reise! Ob auf Schienen, unter Wasser oder hoch oben zwischen den Wolken: Unsere kleinen Entdecker:innen erkunden verborgene Welten, knüpfen neue Freundschaften und lernen, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Denn wer träumt, kann sich einfach alles vorstellen.

EINMAL UM DIE WELT
Für junge Zuschauer:innen ab 5 Jahren präsentiert das 38. FILMFEST DRESDEN wieder aktuelle internationale Kinder- und Jugendkurzfilme, die den Hauch der weiten Welt auf die große Leinwand bringen. Mit viel Gefühl oder einer Prise Humor sorgen die Kurzfilme nicht nur für gute Unterhaltung, sondern auch wichtige Denkanstöße. Im Rahmen der Vorführungen hat das Publikum die Chance, sich mit anwesenden Filmemacher:innen auszutauschen sowie Fragen und Meinungen loszuwerden.

DAS JUNGE KURATORIUM
Die Zusammenstellung der fünf Programme fand mit tatkräftiger Unterstützung von 33 engagierten jungen Filmfans aus Dresden und Umgebung satt. Zusammen bilden sie das Junge Kuratorium und haben während der Festivalvorbereitungen viele Kurzfilme gesichtet, darüber diskutiert und über ihre finale Auswahl abgestimmt. So entstand das Kinder- und Jugendprogramm, samt eigenem Programmtitel. In der Festivalwoche werden die filmbegeisterten Mitglieder des Jungen Kuratoriums ihre Lieblingsfilme dem Kinopublikum vorstellen und den geladenen Filmschaffenden Löcher in den Bauch fragen.
Viel Spaß im Kino wünschen: Anni (5), Fritzi (7), Maxim (8), Bruno (8), Lou (9), Jaro (9), Dante (9), Pina (9), Nicoleta (9), Jakob (10), Lilith (10), Julika (10), Gustav G. (11), Kasimir (11), Johann (11), Arthur B. (11), Cäthe (11), Elisabeth (11), Robin (11), Antonio (12), Lotta (12), Gustav S. (12), Marie-Luise (12), Frederik (13), Elise (13), Smilla (15), Gertrud (15), Mathilde (15), Arthur G. (16), Lucy (16), Jette (18), Helena (18), Bundesfreiwillige Elin und Projektleiter Fabian.

von 4,00 € bis 5,00 €
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Ermäßigt

bis 18 Jahre

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Samstag - 13:00 - Nationaler Wettbewerb 2 - Schauburg / Lang-Saal

Seit 1998 ist der Nationale Wettbewerb nun bereits eine der beiden Herzkammern des FILMFEST DRESDEN und pumpt Herzschlag für Herzschlag pure Leidenschaft für Kurzfilme durch die Venen, Adern und Kapillaren des Festivals. Ein Relikt aus einem vergangenen Jahrtausend? Im Gegenteil, mehr als zuvor ist das nationale Filmschaffen ein Pulsmesser in Zeiten von Chaos, Krisen und Kriegen in einer hypertonen Welt. Auf diese Welt reagieren, resonieren, reflektieren; mal bunt, mal monochrom, mal wild und laut, still und stumm, poetisch oder mit Gebrüll: Der Kurzfilm ist kein bloßer Begleiter. Er ist Schrittmacher, Lautmaler, Traumfänger und Wellenbrecher.
Aus hunderten Einreichungen haben wir von der Auswahlkommission des Nationalen Wettbewerbs ein mitreißendes Programm zusammengestellt. In 25 Kurzfilmen, darunter zehn Animationsbeiträge, suchen hiesige Filmemacher:innen neue Narrative wie Ästhetiken, lassen die alten Welten kollabieren und öffnen neue Räume für Figuren und Geschichten. Fantastische Tierwesen und Märchenfiguren treffen auf dystopische Szenarien und existenzielle Krisen, KI-Alpträume und Zeitreisen, medienarchäologische Fundstücke, ein utopisches Tanz-Musical, Fruchtfliegen, Übungen für effektivere Prokrastination und Neujahr in einem anderen Palästina. Selten war der Nationale Wettbewerb so vielschichtig, wundersam und nachhallend.
Lassen Sie sich in die Kinosessel fallen, wenn das Licht ausgeht, der Vorhang sich öffnet und die Vorstellung beginnt! Wir möchten Sie zu einer Herzbluttransfusion einladen, Sie mit unserer Kurzfilmleidenschaft infizieren und Ihnen den Atem rauben. Doch keine Angst, Sie haben nichts zu befürchten, es ist alles Magie!

Christian Hempel für die Auswahlkommission Nationaler Wettbewerb

9,00 €
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9,00 € inkl. 7% MwSt.

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Samstag - 13:30 - Kids 3 - Schauburg/ Tarkowski-Saal

Dieses Kurzfilmprogramm vermittelt liebevoll die Hoffnungen und Sehnsüchte der Protagonist:innen. Tapfer stellen sie sich den kleinen und großen Hürden des Heranwachsens. Und für aufmerksame Augen offenbaren sich ihre Stärken und Schwächen in allen Facetten.

EINMAL UM DIE WELT
Für junge Zuschauer:innen ab 5 Jahren präsentiert das 38. FILMFEST DRESDEN wieder aktuelle internationale Kinder- und Jugendkurzfilme, die den Hauch der weiten Welt auf die große Leinwand bringen. Mit viel Gefühl oder einer Prise Humor sorgen die Kurzfilme nicht nur für gute Unterhaltung, sondern auch wichtige Denkanstöße. Im Rahmen der Vorführungen hat das Publikum die Chance, sich mit anwesenden Filmemacher:innen auszutauschen sowie Fragen und Meinungen loszuwerden.

DAS JUNGE KURATORIUM
Die Zusammenstellung der fünf Programme fand mit tatkräftiger Unterstützung von 33 engagierten jungen Filmfans aus Dresden und Umgebung satt. Zusammen bilden sie das Junge Kuratorium und haben während der Festivalvorbereitungen viele Kurzfilme gesichtet, darüber diskutiert und über ihre finale Auswahl abgestimmt. So entstand das Kinder- und Jugendprogramm, samt eigenem Programmtitel. In der Festivalwoche werden die filmbegeisterten Mitglieder des Jungen Kuratoriums ihre Lieblingsfilme dem Kinopublikum vorstellen und den geladenen Filmschaffenden Löcher in den Bauch fragen.
Viel Spaß im Kino wünschen: Anni (5), Fritzi (7), Maxim (8), Bruno (8), Lou (9), Jaro (9), Dante (9), Pina (9), Nicoleta (9), Jakob (10), Lilith (10), Julika (10), Gustav G. (11), Kasimir (11), Johann (11), Arthur B. (11), Cäthe (11), Elisabeth (11), Robin (11), Antonio (12), Lotta (12), Gustav S. (12), Marie-Luise (12), Frederik (13), Elise (13), Smilla (15), Gertrud (15), Mathilde (15), Arthur G. (16), Lucy (16), Jette (18), Helena (18), Bundesfreiwillige Elin und Projektleiter Fabian.

von 4,00 € bis 5,00 €
Online Standard

5,00 € inkl. 7% MwSt.

Menge
Ermäßigt

bis 18 Jahre

4,00 € inkl. 7% MwSt.

Menge

Samstag - 15:00 - Internationaler Wettbewerb 2 - Schauburg / Leone-Saal

Jahr für Jahr scheint unsere menschengemachte Welt mehr aus den Fugen zu geraten. Kriege und Genozide, Klimakollaps, ideologische Konflikte, digitale Empörung, Förderkürzungen – suchen Sie sich etwas aus! Und mit jeder neuen Ausgabe eines Filmfestivals kehrt die Frage nach dessen Rolle in einer solchen Welt zurück.
Jahr für Jahr klingen auch die Antworten vertraut: die Künste stärken, Filmschaffende unterstützen, Dialog pflegen, Brücken bauen. Wertvolle Worte – und oft genug wiederholt, dass sie zur institutionellen Fahrstuhlmusik zu werden drohen, zu aus Gewohnheit aufgesagten Mantras. Warum also weiterhin Einleitungen schreiben, wenn alle ohnehin schon wissen, was darin stehen wird?
Vielleicht, weil eine Einleitung weder Rechtfertigung noch Manifest ist, sondern eine Einladung – ein Angebot dafür, wie wir zusammenkommen wollen. Festivals können die Welt nicht reparieren, aber sie können temporäre Räume schaffen, in denen wir das Miteinander üben: zuhören, lachen, streiten, aufmerksam und neugierig sein.
Die Filme erden diese Aufmerksamkeit. Das diesjährige Programm navigiert die Komplexität unserer Zeit mit Arbeiten, die mal schreien und mal flüstern – Filme, die zögern, beobachten und auf Ambivalenz bestehen in einer Welt, die nach Gewissheit verlangt. Einige setzen sich direkt mit Machtstrukturen auseinander; andere spüren ihnen im Alltäglichen nach, entlang individueller Identitäten und kollektiver Geschichte.
Wenn Publikum und Filme aufeinandertreffen, treten Unterschiede unweigerlich zutage. Erwartungen prallen aufeinander, Vorurteile werden herausgefordert. Doch diese Reibung ist kein Scheitern, sondern gelebter Pluralismus. Wir betreten das Kino geprägt von eigenen Erfahrungen, Hoffnungen und Wünschen; diese Räume zu teilen heißt, Perspektiven zu begegnen, die unsere eigenen verunsichern – und neu auszuhandeln, was wir zu wissen glaubten.
Festivals sind keine neutralen Gebilde. Jede Auswahl trägt eine Perspektive in sich. Sie spiegelt nicht nur die Realitäten, die Filmschaffende beobachten, sondern auch die Gespräche, die wir als Programmer:innen in einer temporären Landschaft anstoßen möchten, geprägt von jenen, die sie betreten. Vielleicht schreiben wir diese Einleitungen weiter, um diesen gemeinsamen Anfang zu markieren – um anzuerkennen, dass wir uns für ein paar Stunden versammeln; präsent zu sein und zu entdecken, was es heißt, gemeinsam zu schauen, zu denken und zu fühlen.

Vincent Förster im Namen der Auswahlkommission für den Internationalen Wettbewerb

9,00 €
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9,00 € inkl. 7% MwSt.

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Samstag - 15:00 - Jugend 1 - Thalia

Sich Alltagsrassismus, Umweltzerstörung oder den eigenen Ängsten entgegenzustellen, erfordert Mut. Die Geschichten dieses Kurzfilmprogramms handeln von genau diesem Moment: dem Wagnis, die eigene Komfortzone zu verlassen, eine unsichtbare Grenze zu übertreten und daran zu wachsen.

EINMAL UM DIE WELT
Für junge Zuschauer:innen ab 5 Jahren präsentiert das 38. FILMFEST DRESDEN wieder aktuelle internationale Kinder- und Jugendkurzfilme, die den Hauch der weiten Welt auf die große Leinwand bringen. Mit viel Gefühl oder einer Prise Humor sorgen die Kurzfilme nicht nur für gute Unterhaltung, sondern auch wichtige Denkanstöße. Im Rahmen der Vorführungen hat das Publikum die Chance, sich mit anwesenden Filmemacher:innen auszutauschen sowie Fragen und Meinungen loszuwerden.

DAS JUNGE KURATORIUM
Die Zusammenstellung der fünf Programme fand mit tatkräftiger Unterstützung von 33 engagierten jungen Filmfans aus Dresden und Umgebung satt. Zusammen bilden sie das Junge Kuratorium und haben während der Festivalvorbereitungen viele Kurzfilme gesichtet, darüber diskutiert und über ihre finale Auswahl abgestimmt. So entstand das Kinder- und Jugendprogramm, samt eigenem Programmtitel. In der Festivalwoche werden die filmbegeisterten Mitglieder des Jungen Kuratoriums ihre Lieblingsfilme dem Kinopublikum vorstellen und den geladenen Filmschaffenden Löcher in den Bauch fragen.

Viel Spaß im Kino wünschen: Anni (5), Fritzi (7), Maxim (8), Bruno (8), Lou (9), Jaro (9), Dante (9), Pina (9), Nicoleta (9), Jakob (10), Lilith (10), Julika (10), Gustav G. (11), Kasimir (11), Johann (11), Arthur B. (11), Cäthe (11), Elisabeth (11), Robin (11), Antonio (12), Lotta (12), Gustav S. (12), Marie-Luise (12), Frederik (13), Elise (13), Smilla (15), Gertrud (15), Mathilde (15), Arthur G. (16), Lucy (16), Jette (18), Helena (18), Bundesfreiwillige Elin und Projektleiter Fabian.

von 4,00 € bis 5,00 €
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5,00 € inkl. 7% MwSt.

Menge
Ermäßigt

bis 18 Jahre

4,00 € inkl. 7% MwSt.

Menge

Samstag - 15:00 - Kids 1 - Hygienemuseum

Kommt mit auf eine unvergessliche Reise! Ob auf Schienen, unter Wasser oder hoch oben zwischen den Wolken: Unsere kleinen Entdecker:innen erkunden verborgene Welten, knüpfen neue Freundschaften und lernen, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Denn wer träumt, kann sich einfach alles vorstellen.

EINMAL UM DIE WELT
Für junge Zuschauer:innen ab 5 Jahren präsentiert das 38. FILMFEST DRESDEN wieder aktuelle internationale Kinder- und Jugendkurzfilme, die den Hauch der weiten Welt auf die große Leinwand bringen. Mit viel Gefühl oder einer Prise Humor sorgen die Kurzfilme nicht nur für gute Unterhaltung, sondern auch wichtige Denkanstöße. Im Rahmen der Vorführungen hat das Publikum die Chance, sich mit anwesenden Filmemacher:innen auszutauschen sowie Fragen und Meinungen loszuwerden.

DAS JUNGE KURATORIUM
Die Zusammenstellung der fünf Programme fand mit tatkräftiger Unterstützung von 33 engagierten jungen Filmfans aus Dresden und Umgebung satt. Zusammen bilden sie das Junge Kuratorium und haben während der Festivalvorbereitungen viele Kurzfilme gesichtet, darüber diskutiert und über ihre finale Auswahl abgestimmt. So entstand das Kinder- und Jugendprogramm, samt eigenem Programmtitel. In der Festivalwoche werden die filmbegeisterten Mitglieder des Jungen Kuratoriums ihre Lieblingsfilme dem Kinopublikum vorstellen und den geladenen Filmschaffenden Löcher in den Bauch fragen.
Viel Spaß im Kino wünschen: Anni (5), Fritzi (7), Maxim (8), Bruno (8), Lou (9), Jaro (9), Dante (9), Pina (9), Nicoleta (9), Jakob (10), Lilith (10), Julika (10), Gustav G. (11), Kasimir (11), Johann (11), Arthur B. (11), Cäthe (11), Elisabeth (11), Robin (11), Antonio (12), Lotta (12), Gustav S. (12), Marie-Luise (12), Frederik (13), Elise (13), Smilla (15), Gertrud (15), Mathilde (15), Arthur G. (16), Lucy (16), Jette (18), Helena (18), Bundesfreiwillige Elin und Projektleiter Fabian.

von 4,00 € bis 5,00 €
Online Standard

5,00 € inkl. 7% MwSt.

Menge
Ermäßigt

bis 18 Jahre

4,00 € inkl. 7% MwSt.

Menge

Samstag - 16:00 - Nationaler Wettbewerb 3 - Schauburg/ Tarkowski-Saal

Seit 1998 ist der Nationale Wettbewerb nun bereits eine der beiden Herzkammern des FILMFEST DRESDEN und pumpt Herzschlag für Herzschlag pure Leidenschaft für Kurzfilme durch die Venen, Adern und Kapillaren des Festivals. Ein Relikt aus einem vergangenen Jahrtausend? Im Gegenteil, mehr als zuvor ist das nationale Filmschaffen ein Pulsmesser in Zeiten von Chaos, Krisen und Kriegen in einer hypertonen Welt. Auf diese Welt reagieren, resonieren, reflektieren; mal bunt, mal monochrom, mal wild und laut, still und stumm, poetisch oder mit Gebrüll: Der Kurzfilm ist kein bloßer Begleiter. Er ist Schrittmacher, Lautmaler, Traumfänger und Wellenbrecher.
Aus hunderten Einreichungen haben wir von der Auswahlkommission des Nationalen Wettbewerbs ein mitreißendes Programm zusammengestellt. In 25 Kurzfilmen, darunter zehn Animationsbeiträge, suchen hiesige Filmemacher:innen neue Narrative wie Ästhetiken, lassen die alten Welten kollabieren und öffnen neue Räume für Figuren und Geschichten. Fantastische Tierwesen und Märchenfiguren treffen auf dystopische Szenarien und existenzielle Krisen, KI-Alpträume und Zeitreisen, medienarchäologische Fundstücke, ein utopisches Tanz-Musical, Fruchtfliegen, Übungen für effektivere Prokrastination und Neujahr in einem anderen Palästina. Selten war der Nationale Wettbewerb so vielschichtig, wundersam und nachhallend.
Lassen Sie sich in die Kinosessel fallen, wenn das Licht ausgeht, der Vorhang sich öffnet und die Vorstellung beginnt! Wir möchten Sie zu einer Herzbluttransfusion einladen, Sie mit unserer Kurzfilmleidenschaft infizieren und Ihnen den Atem rauben. Doch keine Angst, Sie haben nichts zu befürchten, es ist alles Magie!

Christian Hempel für die Auswahlkommission Nationaler Wettbewerb

9,00 €
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9,00 € inkl. 7% MwSt.

Menge

Samstag - 16:00 - Next Generation Short Tiger - Schauburg / Lang-Saal

Auftakt zur Weltreise: Die 16. Ausgabe des rund um den Globus gezeigten Programms startet erneut in Dresden. Regisseurin Anna Roller und ihre Jurykolleg:innen Sarah Dombrink und Andreas Heidenreich haben zehn herausragende Produktionen von Studierenden deutscher Filmhochschulen und Regietalenten der freien Szene ausgewählt.

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Samstag - 17:00 - Jugend 2 - Thalia

Neue Umstände, alte Erinnerungen und die Sehnsucht nach Veränderung bestimmen die Geschichten dieses Kurzfilmprogramms. Vor dem Hintergrund familiärer Konflikte und flüchtiger Erinnerungen schärfen die Protagonist:innen ihren Blick für die Umwelt und kommen sich selbst dabei näher als je zuvor.

EINMAL UM DIE WELT
Für junge Zuschauer:innen ab 5 Jahren präsentiert das 38. FILMFEST DRESDEN wieder aktuelle internationale Kinder- und Jugendkurzfilme, die den Hauch der weiten Welt auf die große Leinwand bringen. Mit viel Gefühl oder einer Prise Humor sorgen die Kurzfilme nicht nur für gute Unterhaltung, sondern auch wichtige Denkanstöße. Im Rahmen der Vorführungen hat das Publikum die Chance, sich mit anwesenden Filmemacher:innen auszutauschen sowie Fragen und Meinungen loszuwerden.

DAS JUNGE KURATORIUM
Die Zusammenstellung der fünf Programme fand mit tatkräftiger Unterstützung von 33 engagierten jungen Filmfans aus Dresden und Umgebung satt. Zusammen bilden sie das Junge Kuratorium und haben während der Festivalvorbereitungen viele Kurzfilme gesichtet, darüber diskutiert und über ihre finale Auswahl abgestimmt. So entstand das Kinder- und Jugendprogramm, samt eigenem Programmtitel. In der Festivalwoche werden die filmbegeisterten Mitglieder des Jungen Kuratoriums ihre Lieblingsfilme dem Kinopublikum vorstellen und den geladenen Filmschaffenden Löcher in den Bauch fragen.
Viel Spaß im Kino wünschen: Anni (5), Fritzi (7), Maxim (8), Bruno (8), Lou (9), Jaro (9), Dante (9), Pina (9), Nicoleta (9), Jakob (10), Lilith (10), Julika (10), Gustav G. (11), Kasimir (11), Johann (11), Arthur B. (11), Cäthe (11), Elisabeth (11), Robin (11), Antonio (12), Lotta (12), Gustav S. (12), Marie-Luise (12), Frederik (13), Elise (13), Smilla (15), Gertrud (15), Mathilde (15), Arthur G. (16), Lucy (16), Jette (18), Helena (18), Bundesfreiwillige Elin und Projektleiter Fabian.

von 4,00 € bis 5,00 €
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5,00 € inkl. 7% MwSt.

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Ermäßigt

bis 18 Jahre

4,00 € inkl. 7% MwSt.

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Samstag - 18:00 - Schwerpunkt 1 - Schauburg / Chaplin-Saal

Wie verbringt Ihr Eure Tage? Wie bestreitet Ihr Euren Lebensunterhalt? „… What a Way to Make a Living!“ ist ein Programm über die Realität des Arbeitslebens, betrachtet durch die Brille des intersektionalen Feminismus. Mit einer Mischung aus Archivmaterial und zeitgenössischen Kurzfilmen aus aller Welt bietet diese Auswahl einen zwischenstaatlichen, zeitübergreifenden Einblick in das, was es bedeutet, eine „berufstätige Frau“ zu sein, und untersucht, wie unsere Arbeitserfahrungen durch die Dynamik von Klasse, Rasse, Geschlecht und Nationalität geprägt werden. Das Programm versucht zudem, eine weit gefasste Definition dessen zu liefern, was in einer hyperkapitalistischen, postindustriellen Gesellschaft „lohnende“ Arbeit ausmacht. Von den Reinigungskräften, die unsichtbar unser glänzendes, reibungsloses Leben ermöglichen, bis hin zu den Fabrikarbeiter:innen, die den physischen und psychischen Preis für unsere Sucht nach billigen Konsumgütern zahlen – diese Filme erinnern uns an die menschlichen Opfer unserer Gelüste und Wünsche.
Die Schwierigkeiten berufstätiger Mütter, die zermürbende Realität der „zweiten Schicht“ und die ethischen Probleme, die sich aus der Auslagerung von Hausarbeit an schlecht bezahlte, überwiegend migrantische Arbeitskräfte ergeben, spielen ebenfalls eine herausragende Rolle und erinnern uns an die anhaltende Relevanz der Argumente der zweiten Welle des Feminismus hinsichtlich der Notwendigkeit, der „Frauenarbeit“ einen höheren Stellenwert einzuräumen. Doch trotz der potenziellen Schwere des Themas dienen diese Filme auch als wunderbares Schaufenster für das Kurzfilmemachen in all seiner einfallsreichen Kreativität, wobei sie eine Reihe von Dokumentar-, Analog- und Animationstechniken nutzen, um die Vielfalt der hier gezeigten Perspektiven visuell widerzuspiegeln.
Durch die Konzentration auf Werke von Filmemacherinnen baut „… What a Way to Make a Living!“ zudem auf einer unterschwelligen, metaphorischen Reflexion darüber auf, wie künstlerische Arbeit von Frauen – wie „Frauenarbeit“ generell – in der Filmgeschichte oft herabgewürdigt und an den Rand gedrängt wurde. Die hier gezeigten Kurzfilme umfassen Werke, die solo, in Zusammenarbeit oder als Teil von Kollektiven entstanden sind. Darunter befinden sich Beispiele von Filmemacherinnen, die ein umfangreiches Werk geschaffen haben, sowie von solchen, deren filmisches Schaffen durch die schmerzhafte Realität der Branche ein jähes Ende fand.
Letztendlich hofft dieses Programm, eine Vielstimmigkeit weiblicher Stimmen in den Mittelpunkt der Leinwand zu rücken. Auch wenn es hier keine einfachen Antworten gibt, ermöglicht uns dieser Ansatz zumindest, kurz inne zu halten, eine Pause einzulegen und uns einen Moment Zeit zu nehmen, um die vielen unsichtbaren Frauen zu würdigen, deren weitgehend unsichtbare Arbeit unsere heutige Anwesenheit hier im Kino erst möglich gemacht hat.

Kuratiert von Rachel Pronger

9,00 €
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Samstag - 19:00 - Schwerpunkt 3 - Schauburg/ Tarkowski-Saal

Unser Arbeitsalltag befindet sich in einem Wandel, der durch Digitalisierung, KI und Globalisierung massiv beschleunigt wird. Traditionelle Strukturen lösen sich auf. Diese komplexe Dynamik fasziniert und verunsichert gleichermaßen. Das in Zusammenarbeit mit dem Schaufler Lab@TU Dresden entstandene Programm zeigt, wie sich die „schöne neue Arbeitswelt“ auch auf unser Leben auswirkt.
Kuratiert von Pauline Hohn, Gwendolin Kremer, Sven Pötting, Mario Pfeifer

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Samstag - 19:00 - The Currency Lab 3 - Geh8 Kunst Raum Ateliers

In einer Zeit, in der gesellschaftliche Ordnungen weltweit spürbaren Veränderungen unterliegen, stellt „The Currency Lab – Recht & Ordnung“ grundlegende Fragen: Welche Vorstellungen von Recht und Ordnung prägen unsere Gegenwart? Welche historischen Kontinuitäten wirken fort – von bestehenden Machtverhältnissen über soziale Strukturen bis hin zu globalen Abhängigkeiten? Und wie lassen sich diesen Entwicklungen alternative, solidarische und zukunftsweisende Praktiken entgegensetzen?

5,00 €
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Samstag - 19:30 - Tribut - Thalia

Als Filmemacherin, Installationskünstlerin und Wissenschaftlerin bewegt sich die gebürtige Südafrikanerin Jyoti Mistry an den Schnittstellen von Kunst, Kino und kritischer Bildpraxis. Film begreift sie nicht als bloßes Erzählmedium, sondern als Erkenntnisform: als Ort, an dem Bilder Geschichte speichern, formen – und zugleich verschleiern können.
Ausgehend von einer dezidiert nicht-westlichen Perspektive zielt sie mit großer formaler Kühnheit darauf ab, kanonisiertes Wissen zu hinterfragen und zu transformieren. Ein zentrales Element ihres Schaffens ist der Umgang mit vorhandenem Bildmaterial: Archivaufnahmen, Amateur:innenfilme und Fundstücke aus kolonialen und populärkulturellen Bildwelten werden durch Montage, Text, Animation und Voice-over in präzise filmische Essays verwandelt. Das Archiv wird so zum Ort einer politischen Rückeroberung von Erfahrungen und Perspektiven marginalisierter Gruppen, die sonst unsichtbar blieben.
Formal zeichnet sich Mistrys Kino durch große Offenheit aus: Dokumentarisches, Experimentelles und Essayistisches gehen ineinander über, Rhythmus, Klang und Sprache spielen eine ebenso tragende Rolle wie das Bild selbst. Ihre Arbeiten entfalten eine poetische Struktur, die weniger Geschichten erzählt als Denkbewegungen sichtbar macht – und dabei stets die ideologischen Strukturen des Sehens selbst befragt. In dieser Verdichtung liegt auch die besondere Kraft der kurzen Form, die Mistry immer wieder als Raum für formale Freiheit und kritische Intervention nutzt.
Das FILMFEST DRESDEN präsentiert im Tribut neben Arbeiten, die bereits auf Festivals und im Ausstellungskontext gezeigt wurden, auch eine Weltpremiere. Einen tieferen Einblick in die Arbeiten von Jyoti Mistry gibt die Masterclass, die an das Tribut angebunden ist.

Kuratiert von Jyoti Mistry, Sven Pötting, Florian Schattauer

9,00 €
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Samstag - 20:00 - Internationaler Wettbewerb 3 - Schauburg / Lang-Saal

Jahr für Jahr scheint unsere menschengemachte Welt mehr aus den Fugen zu geraten. Kriege und Genozide, Klimakollaps, ideologische Konflikte, digitale Empörung, Förderkürzungen – suchen Sie sich etwas aus! Und mit jeder neuen Ausgabe eines Filmfestivals kehrt die Frage nach dessen Rolle in einer solchen Welt zurück.
Jahr für Jahr klingen auch die Antworten vertraut: die Künste stärken, Filmschaffende unterstützen, Dialog pflegen, Brücken bauen. Wertvolle Worte – und oft genug wiederholt, dass sie zur institutionellen Fahrstuhlmusik zu werden drohen, zu aus Gewohnheit aufgesagten Mantras. Warum also weiterhin Einleitungen schreiben, wenn alle ohnehin schon wissen, was darin stehen wird?
Vielleicht, weil eine Einleitung weder Rechtfertigung noch Manifest ist, sondern eine Einladung – ein Angebot dafür, wie wir zusammenkommen wollen. Festivals können die Welt nicht reparieren, aber sie können temporäre Räume schaffen, in denen wir das Miteinander üben: zuhören, lachen, streiten, aufmerksam und neugierig sein.
Die Filme erden diese Aufmerksamkeit. Das diesjährige Programm navigiert die Komplexität unserer Zeit mit Arbeiten, die mal schreien und mal flüstern – Filme, die zögern, beobachten und auf Ambivalenz bestehen in einer Welt, die nach Gewissheit verlangt. Einige setzen sich direkt mit Machtstrukturen auseinander; andere spüren ihnen im Alltäglichen nach, entlang individueller Identitäten und kollektiver Geschichte.
Wenn Publikum und Filme aufeinandertreffen, treten Unterschiede unweigerlich zutage. Erwartungen prallen aufeinander, Vorurteile werden herausgefordert. Doch diese Reibung ist kein Scheitern, sondern gelebter Pluralismus. Wir betreten das Kino geprägt von eigenen Erfahrungen, Hoffnungen und Wünschen; diese Räume zu teilen heißt, Perspektiven zu begegnen, die unsere eigenen verunsichern – und neu auszuhandeln, was wir zu wissen glaubten.
Festivals sind keine neutralen Gebilde. Jede Auswahl trägt eine Perspektive in sich. Sie spiegelt nicht nur die Realitäten, die Filmschaffende beobachten, sondern auch die Gespräche, die wir als Programmer:innen in einer temporären Landschaft anstoßen möchten, geprägt von jenen, die sie betreten. Vielleicht schreiben wir diese Einleitungen weiter, um diesen gemeinsamen Anfang zu markieren – um anzuerkennen, dass wir uns für ein paar Stunden versammeln; präsent zu sein und zu entdecken, was es heißt, gemeinsam zu schauen, zu denken und zu fühlen.

Vincent Förster im Namen der Auswahlkommission für den Internationalen Wettbewerb

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Samstag - 20:00 - Preisverleihung - Schauburg / Leone-Saal

Die Spannung steigt, die Gewinnerfilme werden prämiert. Nach einer Woche voller cineastischer Momente werden nun die zehn Goldenen Reiter und sieben Sonderpreise mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 72.500 € feierlich verliehen.

Eintritt 9 € bzw. mit Einladung oder Akkreditierung

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Samstag - 20:15 - Diskurs Europa 1 - Schauburg / Chaplin-Saal

Mit dem Programm „Spiele mit Spiegeln“ wird der Fokus auf randständige Filmkulturen des Baltikums unter sowjetischer Okkupation fortgesetzt. 2023 widmete sich die Retrospektive „Das süße Wort Freiheit“ dem litauischen Künstler Artūras Barysas (1954-2005) – einem der wichtigsten subkulturellen Akteur:innen im Vilnius der 1980er Jahre. Nun wenden wir uns dem offiziellen Amateurfilm in Lettland zu.
Ab Ende der 1950er Jahre, während der „Tauwetter“-Politik unter Nikita Chruschtschow, wurden in der Sowjetunion die ersten Amateurfilm-Gruppen zugelassen. Lettland gehörte damals zu den Hotspots dieser immer beliebteren Freizeitbeschäftigung. 1970 war hier ihre Zahl auf mehr als 40 Amateurfilmklubs angewachsen. Gedreht wurde meist auf dem semi-professionellen Format 16mm – was gegenüber 8mm eine höhere technische Qualität und auch die Möglichkeit nachträglicher Vertonung mit sich brachte. Darunter gab es spätestens ab Mitte der 1960er Jahre immer wieder Einzelpersonen oder kleine Gruppen, die etwas mehr wagten, als von den strengen kulturpolitischen und juristischen Maßgaben vorgesehen war. So bildete z. B. die Beschäftigung mit der eigenständigen ethnischen Geschichte Lettlands eine wichtige, weil identitätsstiftende Rolle. Auch Umweltschutz oder Nöte des Alltags waren wichtige Themen.
Die Beobachtung durch den KGB gehörte zur Tagesordnung. Einige Pionier:innen der Szene wurden gemaßregelt, Material wurde beschlagnahmt oder aus Angst von den Autor:innen selbst zerstört. Dennoch hat sich ein Korpus wertvoller Werke erhalten. Für dessen Erforschung und Einordnung in die europäische Filmgeschichte hat sich vor allem die lettische Kulturhistorikerin Dr. Inese Strupule verdient gemacht. Die gesicherten und teilweise restaurierten Werke gehören heute zum nationalen Kulturerbe. Sie fanden Aufnahme im Lettischen Nationalarchiv Riga und wurden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Unsere Auswahl umfasst 15 zwischen 1966 und 1989 entstandene Produktionen, darunter befinden sich fiktionale und dokumentarische Arbeiten sowie Animations- und Experimentalfilme. Sie sind nun erstmals in Deutschland zu sehen. Das Programm wurde kuratiert von Dr. Elina Reitere und Dr. Claus Löser, die auch die Vorführungen begleiten und kommentieren werden. Die Recherche und Bereitstellung der Filme erfolgt in enger Kooperation mit Sanita Grīna vom lettischen Nationalarchiv Riga.

Kuratiert von Dr. Elīna Reitere und Dr. Claus Löser, mit Unterstützung von Sanita Grīna

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Samstag - 21:30 - Diskurs Europa 2 - Thalia

Das Programm „Can’t Help Being Human“ vereint sechs zeitgenössische lettische Kurzfilme, die die Spannungen zwischen privaten Impulsen und gesellschaftlichen Erwartungen, zwischen Innenleben und den Rollen, die wir spielen, beleuchten. Die Auswahl bewegt sich zwischen Fiktion, Dokumentarfilm und Animation und zeigt, wie Menschen mit Verletzlichkeit, Sehnsucht und Verantwortung umgehen – oft durch kleine Rituale, Routinen und Gesten der Fürsorge.
Den Auftakt bildet der RĪGAS CERIŅI, in dem sich scheinbar beiläufige Gespräche über Gerüche zu unerwartet aufschlussreichen Begegnungen entwickeln. Zwischen ängstlichen Bürger:innen, überheblichen Behörden und vorbeikommenden Fremden zeigen die Schilderungen, wie etwas nicht Greifbares wie ein Duft Verlegenheit, Humor und stille Verletzlichkeit in sich tragen kann.
In CAN’T HELP MYSELF führt die Suche nach Verbundenheit entlang der Ostseeküste. Während sie Eis verkauft, taucht eine junge Frau in geführte Affirmationen und Fragmente mitgehörter Gespräche ein und probt Intimität in einer Landschaft, die von Ratschlägen, Zweifeln und Sehnsucht durchdrungen ist.
Eine dunklere Form der Routine prägt TĪRĪBA. Obwohl es sich um ein humorvolles Porträt eines von Hygiene besessenen Büroangestellten handelt, offenbart der Film eine zerbrechlichere emotionale Realität, in der sorgfältig gepflegte Rituale auf tiefere Ängste und Abhängigkeiten hindeuten.
Mit Blick auf das Kino selbst betritt 81 METRS während der Pandemie im Jahr 2021 Lettlands letzte noch erhaltene Kinosäle. Gedreht auf Super 8, reflektiert der Film über die Verletzlichkeit physischer Kinoräume und die kollektiven Erinnerungen, die sie weiterhin bewahren.
Fragen nach Disziplin und Pflicht tauchen in GUARD OF HONOUR auf, wo eine zeremonielle militärische Routine fortbesteht, selbst als eine Naturkatastrophe die Szene stört. Der einfache Akt, auf seinem Posten zu bleiben, wird sowohl absurd als auch still ergreifend.
Schließlich stellt KUR SAULĪTE NAKTI GUĻ? den modernen Arbeitsplatz als surreale Unternehmensmythologie dar. In fensterlosen Büros, bevölkert von erschöpften Manager:innen und Buchhalter:innen, tauchen seltsame Rituale und Fragmente von Folklore auf, als Wege, mit der Monotonie der heutigen Arbeitswelt fertig zu werden.
In diesen Werken verflechten sich Humor, Melancholie und stille Absurdität. Gemeinsam zeichnen sie ein Bild der Gegenwart, in der Menschen Routinen, Geschichten und kleine Gesten der Fürsorge schaffen – Wege, sich zu erden und dem Alltag einen Sinn zu geben. In Momenten der Unsicherheit werden diese Gewohnheiten zu Werkzeugen der Resilienz und helfen uns, uns in einer Welt zurechtzufinden, die nicht nur von persönlichen Zweifeln, sondern auch von den Lasten und Ängsten der aktuellen Zeit geprägt ist. Die Filme erinnern uns auf sanfte Weise daran, dass Menschsein bedeutet, ständig nach einer Verbindung, Sinn und Stabilität zu suchen, selbst wenn sich die Welt um uns herum unsicher anfühlt.

Kuratiert von Lauma Kaudzīte

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Samstag - 21:30 - Nationaler Wettbewerb 1 - Schauburg/ Tarkowski-Saal

Seit 1998 ist der Nationale Wettbewerb nun bereits eine der beiden Herzkammern des FILMFEST DRESDEN und pumpt Herzschlag für Herzschlag pure Leidenschaft für Kurzfilme durch die Venen, Adern und Kapillaren des Festivals. Ein Relikt aus einem vergangenen Jahrtausend? Im Gegenteil, mehr als zuvor ist das nationale Filmschaffen ein Pulsmesser in Zeiten von Chaos, Krisen und Kriegen in einer hypertonen Welt. Auf diese Welt reagieren, resonieren, reflektieren; mal bunt, mal monochrom, mal wild und laut, still und stumm, poetisch oder mit Gebrüll: Der Kurzfilm ist kein bloßer Begleiter. Er ist Schrittmacher, Lautmaler, Traumfänger und Wellenbrecher.
Aus hunderten Einreichungen haben wir von der Auswahlkommission des Nationalen Wettbewerbs ein mitreißendes Programm zusammengestellt. In 25 Kurzfilmen, darunter zehn Animationsbeiträge, suchen hiesige Filmemacher:innen neue Narrative wie Ästhetiken, lassen die alten Welten kollabieren und öffnen neue Räume für Figuren und Geschichten. Fantastische Tierwesen und Märchenfiguren treffen auf dystopische Szenarien und existenzielle Krisen, KI-Alpträume und Zeitreisen, medienarchäologische Fundstücke, ein utopisches Tanz-Musical, Fruchtfliegen, Übungen für effektivere Prokrastination und Neujahr in einem anderen Palästina. Selten war der Nationale Wettbewerb so vielschichtig, wundersam und nachhallend.
Lassen Sie sich in die Kinosessel fallen, wenn das Licht ausgeht, der Vorhang sich öffnet und die Vorstellung beginnt! Wir möchten Sie zu einer Herzbluttransfusion einladen, Sie mit unserer Kurzfilmleidenschaft infizieren und Ihnen den Atem rauben. Doch keine Angst, Sie haben nichts zu befürchten, es ist alles Magie!

Christian Hempel für die Auswahlkommission Nationaler Wettbewerb

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Samstag - 22:30 - Internationaler Wettbewerb 5 - Schauburg / Lang-Saal

Jahr für Jahr scheint unsere menschengemachte Welt mehr aus den Fugen zu geraten. Kriege und Genozide, Klimakollaps, ideologische Konflikte, digitale Empörung, Förderkürzungen – suchen Sie sich etwas aus! Und mit jeder neuen Ausgabe eines Filmfestivals kehrt die Frage nach dessen Rolle in einer solchen Welt zurück.
Jahr für Jahr klingen auch die Antworten vertraut: die Künste stärken, Filmschaffende unterstützen, Dialog pflegen, Brücken bauen. Wertvolle Worte – und oft genug wiederholt, dass sie zur institutionellen Fahrstuhlmusik zu werden drohen, zu aus Gewohnheit aufgesagten Mantras. Warum also weiterhin Einleitungen schreiben, wenn alle ohnehin schon wissen, was darin stehen wird?
Vielleicht, weil eine Einleitung weder Rechtfertigung noch Manifest ist, sondern eine Einladung – ein Angebot dafür, wie wir zusammenkommen wollen. Festivals können die Welt nicht reparieren, aber sie können temporäre Räume schaffen, in denen wir das Miteinander üben: zuhören, lachen, streiten, aufmerksam und neugierig sein.
Die Filme erden diese Aufmerksamkeit. Das diesjährige Programm navigiert die Komplexität unserer Zeit mit Arbeiten, die mal schreien und mal flüstern – Filme, die zögern, beobachten und auf Ambivalenz bestehen in einer Welt, die nach Gewissheit verlangt. Einige setzen sich direkt mit Machtstrukturen auseinander; andere spüren ihnen im Alltäglichen nach, entlang individueller Identitäten und kollektiver Geschichte.
Wenn Publikum und Filme aufeinandertreffen, treten Unterschiede unweigerlich zutage. Erwartungen prallen aufeinander, Vorurteile werden herausgefordert. Doch diese Reibung ist kein Scheitern, sondern gelebter Pluralismus. Wir betreten das Kino geprägt von eigenen Erfahrungen, Hoffnungen und Wünschen; diese Räume zu teilen heißt, Perspektiven zu begegnen, die unsere eigenen verunsichern – und neu auszuhandeln, was wir zu wissen glaubten.
Festivals sind keine neutralen Gebilde. Jede Auswahl trägt eine Perspektive in sich. Sie spiegelt nicht nur die Realitäten, die Filmschaffende beobachten, sondern auch die Gespräche, die wir als Programmer:innen in einer temporären Landschaft anstoßen möchten, geprägt von jenen, die sie betreten. Vielleicht schreiben wir diese Einleitungen weiter, um diesen gemeinsamen Anfang zu markieren – um anzuerkennen, dass wir uns für ein paar Stunden versammeln; präsent zu sein und zu entdecken, was es heißt, gemeinsam zu schauen, zu denken und zu fühlen.

Vincent Förster im Namen der Auswahlkommission für den Internationalen Wettbewerb

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Samstag - 22:30 - Nominierte: LUCA - Schauburg / Chaplin-Saal

Das diesjährige Filmfest widmet sich erneut dem Thema Geschlechtergerechtigkeit und vergibt zum 9. Mal den LUCA-Filmpreis. Neben Veranstaltungen zum Thema widmen wir den nominierten Filmen auch in diesem Jahr ein eigenes Programm.
LUCA steht für die Anerkennung aller Geschlechter und positioniert sich klar gegen Sexismus und Diskriminierung. Das Engagement ist in dieser Form in der Festivallandschaft, speziell im Kurzfilmbereich, nahezu einzigartig. Die nominierten Filme geben unterschiedlichen Lebens- und Liebesweisen Raum, die Normen aufbrechen und neue Perspektiven eröffnen. Sie erzählen von Liebe, Akzeptanz und Solidarität – und von dem Recht, frei und selbstbestimmt zu leben. Stereotype werden dabei aufgebrochen und unterschiedliche Gewalterfahrungen von Frauen und Männern sowie Erlebnisse von Menschen mit vielfaltigen geschlechtlichen Identitäten thematisiert.
Vertreter:innen des Genderkompetenzzentrums Sachsen, der LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen e. V. und der LAG Queeres Netzwerk Sachsen e. V., vertreten dieses Jahr durch das FILMFEST DRESDEN, wählten als Vorjury die Filme aus. Gemeinsam mit der Hauptjury für den LUCA-Filmpreis für GeschlechterGerechtigkeit sind sie beim Gespräch nach dem Programm anwesend und beantworten Fragen des Publikums.

Kuratiert von Fatma Kütle, Anthony Rin Kluge, Thomas Qiu Hönel

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Samstag - 23:30 - Cinema Digestif 3 - Thalia

Das Programm präsentiert queeren Horror in Fiktion, Musikvideo und Animation. Das Monströse wird hier umgedeutet und zelebriert: Körper trans-formieren, rächen und begehren. Vom Bodyhorror zum queeren Empowerment werden filmische Narrative mit dunklem Humor, visuellem Exzess und widerständiger Lust umgeschrieben.
Kuratiert von Felix Bartke, Miri Ian Gossing

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Sonntag

Sonntag - 10:30 - Kids Spezial - Schauburg / Leone-Saal

In der Fantasia-Werkschau feiern wir die Premiere der Workshop-Ergebnisse: fantasievolle Animationsfilme von jungen Filmemacher:innen – für Kinder, Familien und Trickfilmfans jeden Alters. Antje Heyn und Alexander Isert (Protoplanet Studio) inspirieren junge Talente, ihrer Fantasie zu folgen und Bilder zum Leben zu erwecken. Wir freuen uns auf eine zauberhafte Trickfilm-Show.
Seit über 15 Jahren bereichern die originellen und fantasievollen Animationsfilme von Antje Heyn, Alexander Isert und dem Protoplanet-Team unser Festival. Alles begann mit LUMO, ausgezeichnet mit dem Goldenen Reiter für den Besten Animationsfilm 2010. Es folgten PAWO und META – Filme voller verblüffender Verwandlungen. Zum 30. Festivaljubiläum 2018 gestaltete Protoplanet den Festivaltrailer.
Bald darauf entstanden wunderbare Animationsfilme für Kinder wie CAT LAKE CITY und FÜR IMMER SIEBEN – Publikumslieblinge und Herzensfilme. In diesem Jahr freuen wir uns außerdem auf die Kinderbuchadaption VOR MEINER TÜR AUF EINER MATTE im Kids-1-Programm „Tierisch viel entdecken“.
Im Workshop entdecken wir, wie Zeichnungen lebendig werden und sich vor unseren Augen verwandeln. Ob gezeichnet, ausgeschnitten oder geknetet: Es geht um Metamorphosen – also um Bilderzauberei und überraschende Verwandlungen. Seid gespannt – und lasst Euch verzaubern!
Die Premiere der Workshop-Ergebnisse sowie viele weitere Animationsfilme aus dem Fantasia-Trickfilmstudio können Klein und Groß wieder auf großer Leinwand beim Kids Spezial bewundern.

Bewerbungen für den Workshop bitte per Mail an info@fantasia-dresden.de richten!

von 4,00 € bis 5,00 €
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5,00 € inkl. 7% MwSt.

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Ermäßigt

bis 18 Jahre

4,00 € inkl. 7% MwSt.

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Sonntag - 11:00 - Kids 1 - Clubkino im Lingnerschloss

Kommt mit auf eine unvergessliche Reise! Ob auf Schienen, unter Wasser oder hoch oben zwischen den Wolken: Unsere kleinen Entdecker:innen erkunden verborgene Welten, knüpfen neue Freundschaften und lernen, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Denn wer träumt, kann sich einfach alles vorstellen.

EINMAL UM DIE WELT
Für junge Zuschauer:innen ab 5 Jahren präsentiert das 38. FILMFEST DRESDEN wieder aktuelle internationale Kinder- und Jugendkurzfilme, die den Hauch der weiten Welt auf die große Leinwand bringen. Mit viel Gefühl oder einer Prise Humor sorgen die Kurzfilme nicht nur für gute Unterhaltung, sondern auch wichtige Denkanstöße. Im Rahmen der Vorführungen hat das Publikum die Chance, sich mit anwesenden Filmemacher:innen auszutauschen sowie Fragen und Meinungen loszuwerden.

DAS JUNGE KURATORIUM
Die Zusammenstellung der fünf Programme fand mit tatkräftiger Unterstützung von 33 engagierten jungen Filmfans aus Dresden und Umgebung satt. Zusammen bilden sie das Junge Kuratorium und haben während der Festivalvorbereitungen viele Kurzfilme gesichtet, darüber diskutiert und über ihre finale Auswahl abgestimmt. So entstand das Kinder- und Jugendprogramm, samt eigenem Programmtitel. In der Festivalwoche werden die filmbegeisterten Mitglieder des Jungen Kuratoriums ihre Lieblingsfilme dem Kinopublikum vorstellen und den geladenen Filmschaffenden Löcher in den Bauch fragen.
Viel Spaß im Kino wünschen: Anni (5), Fritzi (7), Maxim (8), Bruno (8), Lou (9), Jaro (9), Dante (9), Pina (9), Nicoleta (9), Jakob (10), Lilith (10), Julika (10), Gustav G. (11), Kasimir (11), Johann (11), Arthur B. (11), Cäthe (11), Elisabeth (11), Robin (11), Antonio (12), Lotta (12), Gustav S. (12), Marie-Luise (12), Frederik (13), Elise (13), Smilla (15), Gertrud (15), Mathilde (15), Arthur G. (16), Lucy (16), Jette (18), Helena (18), Bundesfreiwillige Elin und Projektleiter Fabian.

von 4,00 € bis 5,00 €
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5,00 € inkl. 7% MwSt.

Menge
Ermäßigt

bis 18 Jahre

4,00 € inkl. 7% MwSt.

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Sonntag - 11:00 - Kids 1 - Thalia

Kommt mit auf eine unvergessliche Reise! Ob auf Schienen, unter Wasser oder hoch oben zwischen den Wolken: Unsere kleinen Entdecker:innen erkunden verborgene Welten, knüpfen neue Freundschaften und lernen, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Denn wer träumt, kann sich einfach alles vorstellen.

EINMAL UM DIE WELT
Für junge Zuschauer:innen ab 5 Jahren präsentiert das 38. FILMFEST DRESDEN wieder aktuelle internationale Kinder- und Jugendkurzfilme, die den Hauch der weiten Welt auf die große Leinwand bringen. Mit viel Gefühl oder einer Prise Humor sorgen die Kurzfilme nicht nur für gute Unterhaltung, sondern auch wichtige Denkanstöße. Im Rahmen der Vorführungen hat das Publikum die Chance, sich mit anwesenden Filmemacher:innen auszutauschen sowie Fragen und Meinungen loszuwerden.

DAS JUNGE KURATORIUM
Die Zusammenstellung der fünf Programme fand mit tatkräftiger Unterstützung von 33 engagierten jungen Filmfans aus Dresden und Umgebung satt. Zusammen bilden sie das Junge Kuratorium und haben während der Festivalvorbereitungen viele Kurzfilme gesichtet, darüber diskutiert und über ihre finale Auswahl abgestimmt. So entstand das Kinder- und Jugendprogramm, samt eigenem Programmtitel. In der Festivalwoche werden die filmbegeisterten Mitglieder des Jungen Kuratoriums ihre Lieblingsfilme dem Kinopublikum vorstellen und den geladenen Filmschaffenden Löcher in den Bauch fragen.
Viel Spaß im Kino wünschen: Anni (5), Fritzi (7), Maxim (8), Bruno (8), Lou (9), Jaro (9), Dante (9), Pina (9), Nicoleta (9), Jakob (10), Lilith (10), Julika (10), Gustav G. (11), Kasimir (11), Johann (11), Arthur B. (11), Cäthe (11), Elisabeth (11), Robin (11), Antonio (12), Lotta (12), Gustav S. (12), Marie-Luise (12), Frederik (13), Elise (13), Smilla (15), Gertrud (15), Mathilde (15), Arthur G. (16), Lucy (16), Jette (18), Helena (18), Bundesfreiwillige Elin und Projektleiter Fabian.

von 4,00 € bis 5,00 €
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Ermäßigt

bis 18 Jahre

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Sonntag - 11:00 - Matinée - Schauburg / Lang-Saal

Wilhelm Hein (1940-2025) war einer der spannendsten und einflussreichsten Experimental- und Undergroundfilm-Pionier:innen Deutschlands. Seine Collagen aus Found Footage, eigenen Bildern und performativen Strukturen rücken Kino als offenes Denk- und Erfahrungsfeld ins Zentrum. Das Programm würdigt einen Freund des FILMFEST DRESDEN und sein einzigartiges Werk, das filmische Freiheit neu definiert.

Kuratiert von Sven Pötting, Andrej Krabbe

9,00 €
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9,00 € inkl. 7% MwSt.

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Sonntag - 12:30 - Kids 3 - Thalia

Dieses Kurzfilmprogramm vermittelt liebevoll die Hoffnungen und Sehnsüchte der Protagonist:innen. Tapfer stellen sie sich den kleinen und großen Hürden des Heranwachsens. Und für aufmerksame Augen offenbaren sich ihre Stärken und Schwächen in allen Facetten.

EINMAL UM DIE WELT
Für junge Zuschauer:innen ab 5 Jahren präsentiert das 38. FILMFEST DRESDEN wieder aktuelle internationale Kinder- und Jugendkurzfilme, die den Hauch der weiten Welt auf die große Leinwand bringen. Mit viel Gefühl oder einer Prise Humor sorgen die Kurzfilme nicht nur für gute Unterhaltung, sondern auch wichtige Denkanstöße. Im Rahmen der Vorführungen hat das Publikum die Chance, sich mit anwesenden Filmemacher:innen auszutauschen sowie Fragen und Meinungen loszuwerden.

DAS JUNGE KURATORIUM
Die Zusammenstellung der fünf Programme fand mit tatkräftiger Unterstützung von 33 engagierten jungen Filmfans aus Dresden und Umgebung satt. Zusammen bilden sie das Junge Kuratorium und haben während der Festivalvorbereitungen viele Kurzfilme gesichtet, darüber diskutiert und über ihre finale Auswahl abgestimmt. So entstand das Kinder- und Jugendprogramm, samt eigenem Programmtitel. In der Festivalwoche werden die filmbegeisterten Mitglieder des Jungen Kuratoriums ihre Lieblingsfilme dem Kinopublikum vorstellen und den geladenen Filmschaffenden Löcher in den Bauch fragen.
Viel Spaß im Kino wünschen: Anni (5), Fritzi (7), Maxim (8), Bruno (8), Lou (9), Jaro (9), Dante (9), Pina (9), Nicoleta (9), Jakob (10), Lilith (10), Julika (10), Gustav G. (11), Kasimir (11), Johann (11), Arthur B. (11), Cäthe (11), Elisabeth (11), Robin (11), Antonio (12), Lotta (12), Gustav S. (12), Marie-Luise (12), Frederik (13), Elise (13), Smilla (15), Gertrud (15), Mathilde (15), Arthur G. (16), Lucy (16), Jette (18), Helena (18), Bundesfreiwillige Elin und Projektleiter Fabian.

von 4,00 € bis 5,00 €
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5,00 € inkl. 7% MwSt.

Menge
Ermäßigt

bis 18 Jahre

4,00 € inkl. 7% MwSt.

Menge

Sonntag - 13:00 - Preisträger 1 - Schauburg / Leone-Saal

Nachdem am Vorabend die Jurys die „Goldenen Reiter“ an die glücklichen Gewinner:innen des 38. FILMFEST DRESDEN vergeben haben, kommen am Sonntag noch einmal alle Preisträgerfilme auf die große Leinwand. Die letzte Chance für alle Kurzfilmenthusiast:innen, die filmischen Höhepunkte des Festivals zu bestaunen.

9,00 €
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9,00 € inkl. 7% MwSt.

Menge

Sonntag - 14:30 - Nominierte: voll politisch - Schauburg/ Tarkowski-Saal

Kurzfilme haben das Potenzial, kulturelle, gesellschaftliche und politische Tendenzen zeitnah, künstlerisch und pointiert reflektieren zu können. Der Preis „voll politisch“ – Kurzfilmpreis für demokratische Kultur honoriert in diesem Jahr erneut den Film, der eine kritische und kontroverse Sicht auf ein politisches Thema ermöglicht. Eine Vorjury wählt die nominierten Filmbeiträge aus.

9,00 €
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9,00 € inkl. 7% MwSt.

Menge

Sonntag - 14:30 - VP - Schauburg/ Tarkowski-Saal

Kurzfilme haben das Potenzial, kulturelle, gesellschaftliche und politische Tendenzen zeitnah, künstlerisch und pointiert reflektieren zu können. Der Preis „voll politisch“ – Kurzfilmpreis für demokratische Kultur honoriert in diesem Jahr erneut den Film, der eine kritische und kontroverse Sicht auf ein politisches Thema ermöglicht. Eine Vorjury wählt die nominierten Filmbeiträge aus.

9,00 €
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9,00 € inkl. 7% MwSt.

Menge

Sonntag - 15:00 - Kids 2 - Thalia

Es kommt oft anders als man denkt. Manchmal wird es für unsere Held:innen ganz schön knifflig, aber mit Freund:innen an ihrer Seite macht alles mehr Spaß. In diesen Geschichten wird gespielt, geholfen und gestaunt. Ein buntes Filmprogramm, das zeigt: Selbst wenn die Welt Kopf steht, ist es genau richtig, so zu sein, wie man ist.

EINMAL UM DIE WELT
Für junge Zuschauer:innen ab 5 Jahren präsentiert das 38. FILMFEST DRESDEN wieder aktuelle internationale Kinder- und Jugendkurzfilme, die den Hauch der weiten Welt auf die große Leinwand bringen. Mit viel Gefühl oder einer Prise Humor sorgen die Kurzfilme nicht nur für gute Unterhaltung, sondern auch wichtige Denkanstöße. Im Rahmen der Vorführungen hat das Publikum die Chance, sich mit anwesenden Filmemacher:innen auszutauschen sowie Fragen und Meinungen loszuwerden.

DAS JUNGE KURATORIUM
Die Zusammenstellung der fünf Programme fand mit tatkräftiger Unterstützung von 33 engagierten jungen Filmfans aus Dresden und Umgebung satt. Zusammen bilden sie das Junge Kuratorium und haben während der Festivalvorbereitungen viele Kurzfilme gesichtet, darüber diskutiert und über ihre finale Auswahl abgestimmt. So entstand das Kinder- und Jugendprogramm, samt eigenem Programmtitel. In der Festivalwoche werden die filmbegeisterten Mitglieder des Jungen Kuratoriums ihre Lieblingsfilme dem Kinopublikum vorstellen und den geladenen Filmschaffenden Löcher in den Bauch fragen.
Viel Spaß im Kino wünschen: Anni (5), Fritzi (7), Maxim (8), Bruno (8), Lou (9), Jaro (9), Dante (9), Pina (9), Nicoleta (9), Jakob (10), Lilith (10), Julika (10), Gustav G. (11), Kasimir (11), Johann (11), Arthur B. (11), Cäthe (11), Elisabeth (11), Robin (11), Antonio (12), Lotta (12), Gustav S. (12), Marie-Luise (12), Frederik (13), Elise (13), Smilla (15), Gertrud (15), Mathilde (15), Arthur G. (16), Lucy (16), Jette (18), Helena (18), Bundesfreiwillige Elin und Projektleiter Fabian.

von 4,00 € bis 5,00 €
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5,00 € inkl. 7% MwSt.

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Ermäßigt

bis 18 Jahre

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Sonntag - 15:00 - Preisträger 2 - Schauburg / Leone-Saal

Nachdem am Vorabend die Jurys die „Goldenen Reiter“ an die glücklichen Gewinner:innen des 38. FILMFEST DRESDEN vergeben haben, kommen am Sonntag noch einmal alle Preisträgerfilme auf die große Leinwand. Die letzte Chance für alle Kurzfilmenthusiast:innen, die filmischen Höhepunkte des Festivals zu bestaunen.

9,00 €
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Sonntag - 16:00 - Jugend 1 - Schauburg / Lang-Saal

Sich Alltagsrassismus, Umweltzerstörung oder den eigenen Ängsten entgegenzustellen, erfordert Mut. Die Geschichten dieses Kurzfilmprogramms handeln von genau diesem Moment: dem Wagnis, die eigene Komfortzone zu verlassen, eine unsichtbare Grenze zu übertreten und daran zu wachsen.

EINMAL UM DIE WELT
Für junge Zuschauer:innen ab 5 Jahren präsentiert das 38. FILMFEST DRESDEN wieder aktuelle internationale Kinder- und Jugendkurzfilme, die den Hauch der weiten Welt auf die große Leinwand bringen. Mit viel Gefühl oder einer Prise Humor sorgen die Kurzfilme nicht nur für gute Unterhaltung, sondern auch wichtige Denkanstöße. Im Rahmen der Vorführungen hat das Publikum die Chance, sich mit anwesenden Filmemacher:innen auszutauschen sowie Fragen und Meinungen loszuwerden.

DAS JUNGE KURATORIUM
Die Zusammenstellung der fünf Programme fand mit tatkräftiger Unterstützung von 33 engagierten jungen Filmfans aus Dresden und Umgebung satt. Zusammen bilden sie das Junge Kuratorium und haben während der Festivalvorbereitungen viele Kurzfilme gesichtet, darüber diskutiert und über ihre finale Auswahl abgestimmt. So entstand das Kinder- und Jugendprogramm, samt eigenem Programmtitel. In der Festivalwoche werden die filmbegeisterten Mitglieder des Jungen Kuratoriums ihre Lieblingsfilme dem Kinopublikum vorstellen und den geladenen Filmschaffenden Löcher in den Bauch fragen.

Viel Spaß im Kino wünschen: Anni (5), Fritzi (7), Maxim (8), Bruno (8), Lou (9), Jaro (9), Dante (9), Pina (9), Nicoleta (9), Jakob (10), Lilith (10), Julika (10), Gustav G. (11), Kasimir (11), Johann (11), Arthur B. (11), Cäthe (11), Elisabeth (11), Robin (11), Antonio (12), Lotta (12), Gustav S. (12), Marie-Luise (12), Frederik (13), Elise (13), Smilla (15), Gertrud (15), Mathilde (15), Arthur G. (16), Lucy (16), Jette (18), Helena (18), Bundesfreiwillige Elin und Projektleiter Fabian.

von 4,00 € bis 5,00 €
Online Standard

5,00 € inkl. 7% MwSt.

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Ermäßigt

bis zu 18 Jahre

4,00 € inkl. 7% MwSt.

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Sonntag - 17:00 - Preisträger 3 - Schauburg / Leone-Saal

Nachdem am Vorabend die Jurys die „Goldenen Reiter“ an die glücklichen Gewinner:innen des 38. FILMFEST DRESDEN vergeben haben, kommen am Sonntag noch einmal alle Preisträgerfilme auf die große Leinwand. Die letzte Chance für alle Kurzfilmenthusiast:innen, die filmischen Höhepunkte des Festivals zu bestaunen.

9,00 €
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9,00 € inkl. 7% MwSt.

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Sonntag - 17:30 - Jugend 2 - Thalia

Neue Umstände, alte Erinnerungen und die Sehnsucht nach Veränderung bestimmen die Geschichten dieses Kurzfilmprogramms. Vor dem Hintergrund familiärer Konflikte und flüchtiger Erinnerungen schärfen die Protagonist:innen ihren Blick für die Umwelt und kommen sich selbst dabei näher als je zuvor.

EINMAL UM DIE WELT
Für junge Zuschauer:innen ab 5 Jahren präsentiert das 38. FILMFEST DRESDEN wieder aktuelle internationale Kinder- und Jugendkurzfilme, die den Hauch der weiten Welt auf die große Leinwand bringen. Mit viel Gefühl oder einer Prise Humor sorgen die Kurzfilme nicht nur für gute Unterhaltung, sondern auch wichtige Denkanstöße. Im Rahmen der Vorführungen hat das Publikum die Chance, sich mit anwesenden Filmemacher:innen auszutauschen sowie Fragen und Meinungen loszuwerden.

DAS JUNGE KURATORIUM
Die Zusammenstellung der fünf Programme fand mit tatkräftiger Unterstützung von 33 engagierten jungen Filmfans aus Dresden und Umgebung satt. Zusammen bilden sie das Junge Kuratorium und haben während der Festivalvorbereitungen viele Kurzfilme gesichtet, darüber diskutiert und über ihre finale Auswahl abgestimmt. So entstand das Kinder- und Jugendprogramm, samt eigenem Programmtitel. In der Festivalwoche werden die filmbegeisterten Mitglieder des Jungen Kuratoriums ihre Lieblingsfilme dem Kinopublikum vorstellen und den geladenen Filmschaffenden Löcher in den Bauch fragen.
Viel Spaß im Kino wünschen: Anni (5), Fritzi (7), Maxim (8), Bruno (8), Lou (9), Jaro (9), Dante (9), Pina (9), Nicoleta (9), Jakob (10), Lilith (10), Julika (10), Gustav G. (11), Kasimir (11), Johann (11), Arthur B. (11), Cäthe (11), Elisabeth (11), Robin (11), Antonio (12), Lotta (12), Gustav S. (12), Marie-Luise (12), Frederik (13), Elise (13), Smilla (15), Gertrud (15), Mathilde (15), Arthur G. (16), Lucy (16), Jette (18), Helena (18), Bundesfreiwillige Elin und Projektleiter Fabian.

von 4,00 € bis 5,00 €
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bis 18 Jahre

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Sonntag - 17:30 - Regionaler Fokus - Schauburg/ Tarkowski-Saal

Das alte Dresden, prächtige Residenz der Wettiner Kurfürsten, Perle des Barock – es sind Zuschreibungen wie diese, die das Selbstverständnis der sächsischen Hauptstadt bis heute prägen. Dieses Dresden ist im Zweiten Weltkrieg in Flammen aufgegangen. Ein Schicksal, das es mit vielen anderen deutschen Großstädten teilte, das jedoch wohl in keiner davon im kollektiven Gedächtnis bis heute derart präsent ist. Das hat vielleicht auch mit den unzähligen Bildern der Stadt zu tun, gebannt auf lichtempfindliche Filmstreifen. Schließlich war Dresden nicht nur historische Kulisse, sondern eine Zeitlang auch größter Produktionsstandort von Fotoapparaten, Filmkameras, Projektoren, Fotopapieren und Filmmaterial in Europa. Material, das natürlich irgendwo ausprobiert werden musste, und so entstanden von all der barocken Pracht nicht nur unzählige Fotoaufnahmen, sondern auch zahlreiche bewegte Bilder.
Dass viele davon erhalten sind, haben wir Ernst Hirsch zu verdanken. Der Dresdner Kameramann, Dokumentarfilmer und Regisseur trug in seinem privaten Archiv zahlreiche historische Filme über Dresden zusammen, die ältesten stammen von 1903. Aber es ist nicht nur die Sammlerleidenschaft, die Ernst Hirsch den Beinamen „Das Auge von Dresden“ einbrachte. Als Neunjähriger erlebte er den Untergang der Stadt, ihren Wiederaufbau begleitete er selbst mit der Filmkamera. Den Kunstwerken Dresdens und den Künstler:innen, die hier tätig waren, setzte er zahlreiche dokumentarische Denkmale, aber er machte auch vor für die Dresdner:innen schmachvollen Themen, wie dem „Judenlager“ am Heller, keinen Halt.
Einen Teil des Archivs von Ernst Hirsch haben die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) und der Filmverband Sachsen während der Pilotphase ihres gemeinsamen Programms zur Sicherung des audio-visuellen Erbes in Sachsen (SAVE) bereits 2018 digitalisiert. Im vergangenen Jahr erwarben die SLUB und die Museen der Stadt Dresden dann die gesamte Film- und Kamerasammlung von Hirsch, um sie für kommende Generationen zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ein kleiner Ausschnitt aus insgesamt mehr als 400 Filmrollen ist anlässlich des bevorstehenden 90. Geburtstages von Ernst Hirsch im Regionalen Fokus zu sehen. Im Zentrum steht historisches Archivmaterial aus der Zeit vor 1945, ergänzt wird es durch Aufnahmen des Filmemachers vom Wiederaufbau des Zwingers, der Hofkirche und der heutigen Wilsdruffer Straße aus den 1950er und 60er Jahren sowie der Frauenkirche aus den 1990ern.

Kuratiert von André Hennig, Ernst Hirsch, Lukas Schneider

Vor Beginn der Aufführung am Mittwoch bittet der Filmverband Sachsen alle Gäste zu einem kleinen kostenfreien Empfang.

Über Sicherung des audio-visuellen Erbes in Sachsen (SAVE)
Seit 2016 kümmert sich der Filmverband Sachsen gemeinsam mit der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) um die Bewahrung analoger audio-visueller Medien mit Bezug zum Freistaat. Durch das Landeprogramm SAVE werden audio-visuelle Kulturgüter und Forschungsdokumente mit sächsischem Bezug fachgerecht digitalisiert, öffentlich zugänglich gemacht und für die Zukunft dauerhaft gesichert. Gefördert wird das Landesprogramm SAVE durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus aus Mitteln auf Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

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Sonntag - 18:30 - RE - Schauburg / Lang-Saal

Der erste Film der Brüder Auguste und Louis Lumière dauert kaum eine Minute und dokumentiert das Ende eines Arbeitsalltags. Er zeigt Männer und Frauen, die als Gruppe durch ein Fabriktor gehen, bevor sie nach links und rechts zügig aus dem Bild verschwinden: LA SORTIE DE L’USINE LUMIÈRE À LYON (Frankreich, 1895) ist der erste Film, der je zur Vorführung gekommen ist. Die Geschichte des Mediums Film ist also eng mit einem Ort der Arbeit verbunden.
Die Geburtsstunde des Kinos fällt auch mit einer Zeit zusammen, in der sich die Arbeitswelt grundlegend veränderte. Es wurde heiß diskutiert, in welcher Weise diese Veränderungen gesellschaftliche Leitbilder und Wertvorstellungen prägen könnten und würden. Nun befinden wir uns wieder in einer Umbruchphase, die einen neuerlichen und noch rasanteren Strukturwandel für jede:n sichtbar und in allen Lebensbereichen spürbar macht.
Die Schwerpunktprogramme unter dem Titel „Work in Progress“ sind Spiegel der Arbeitswelt „in progress“. Die diesjährige Retrospektive rückt arbeitende Menschen und ihre Lebenswelten von der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis heute in den Fokus. Es handelt sich um eine filmische Reise, die ein Augenmerk auf Baukultur und Orte der Arbeit legt. Sie führt von westdeutschen Supermärkten über die proletarische DDR-Provinz in die Weiten Europas. Wir tauchen in den lakonisch-skurrilen Kosmos von Aki Kaurismäki ein und steigen in die Minen Siziliens herab, wir treffen auf Relikte der Wirtschaftswunderzeit und lernen einen Kreativort kennen, an dem auf nahezu utopische Art und Weise Arbeits- und Wohnraum miteinander kombiniert werden.

Kuratiert von Thorsten Birne, Sven Pötting, Sven Voigt

9,00 €
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9,00 € inkl. 7% MwSt.

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Sonntag - 18:30 - Retrospektive - Schauburg / Lang-Saal

Der erste Film der Brüder Auguste und Louis Lumière dauert kaum eine Minute und dokumentiert das Ende eines Arbeitsalltags. Er zeigt Männer und Frauen, die als Gruppe durch ein Fabriktor gehen, bevor sie nach links und rechts zügig aus dem Bild verschwinden: LA SORTIE DE L’USINE LUMIÈRE À LYON (Frankreich, 1895) ist der erste Film, der je zur Vorführung gekommen ist. Die Geschichte des Mediums Film ist also eng mit einem Ort der Arbeit verbunden.
Die Geburtsstunde des Kinos fällt auch mit einer Zeit zusammen, in der sich die Arbeitswelt grundlegend veränderte. Es wurde heiß diskutiert, in welcher Weise diese Veränderungen gesellschaftliche Leitbilder und Wertvorstellungen prägen könnten und würden. Nun befinden wir uns wieder in einer Umbruchphase, die einen neuerlichen und noch rasanteren Strukturwandel für jede:n sichtbar und in allen Lebensbereichen spürbar macht.
Die Schwerpunktprogramme unter dem Titel „Work in Progress“ sind Spiegel der Arbeitswelt „in progress“. Die diesjährige Retrospektive rückt arbeitende Menschen und ihre Lebenswelten von der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis heute in den Fokus. Es handelt sich um eine filmische Reise, die ein Augenmerk auf Baukultur und Orte der Arbeit legt. Sie führt von westdeutschen Supermärkten über die proletarische DDR-Provinz in die Weiten Europas. Wir tauchen in den lakonisch-skurrilen Kosmos von Aki Kaurismäki ein und steigen in die Minen Siziliens herab, wir treffen auf Relikte der Wirtschaftswunderzeit und lernen einen Kreativort kennen, an dem auf nahezu utopische Art und Weise Arbeits- und Wohnraum miteinander kombiniert werden.

Kuratiert von Thorsten Birne, Sven Pötting, Sven Voigt

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Sonntag - 19:30 - Preisträger 1 - Schauburg / Leone-Saal

Nachdem am Vorabend die Jurys die „Goldenen Reiter“ an die glücklichen Gewinner:innen des 38. FILMFEST DRESDEN vergeben haben, kommen am Sonntag noch einmal alle Preisträgerfilme auf die große Leinwand. Die letzte Chance für alle Kurzfilmenthusiast:innen, die filmischen Höhepunkte des Festivals zu bestaunen.

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Sonntag - 20:00 - Experimente - Thalia

Filme der Programmreihe „Experimente” sind grundsätzlich Interventionen, die etablierte Darstellungsformen in neue Bahnen lenken und dabei die Betrachter:innen zum Perspektivwechsel einladen. Es handelt sich um Grenzüberschreitungen, die Kategorien wie Gattung und Genre, Film und Performance, ja selbst Zeit und Raum auflösen. Jenseits des Raum-Zeit-Kontinuums oder in „Zwischenräumen” angesiedelt, ermöglichen es ungewohnte, manchmal gar utopische Konstellationen, Macht- und Gesellschaftssysteme gleichsam von außen in den Blick zu nehmen und sie auf diese Weise zu erschüttern.
Gleich der erste Film des Programms, PIDIKWE, ist ein audiovisueller Wirbelsturm, der die Ausbeutung des indigenen, weiblichen Körpers durch den kolonialen Blick gewissermaßen umkehrt. Der Film der franko-kanadischen Filmemacherin und Künstlerin Caroline Monnet bietet diesen Frauen die Möglichkeit, die Kontrolle über ihr Bild zurückzugewinnen und einen Prozess der Selbstbestimmung einzuleiten.
Sasha Pirkers EVERYONE DESERVES A SLICE OF THE PIE ist eine surreale Collage, die den subversiven Charakter des Kinos feiert, Inspiration in den Slapstickfilmen aus der Frühzeit des Kinos findet, zum Zeichensetzen in der Gegenwart auffordert, um für unsere Zukunft zu kämpfen.
WINNER von der multidisziplinären Künstlerin Marianna Simnett führt uns in eine halluzinatorische Welt, die an CLOCKWORK ORANGE von Stanley Kubrick erinnert und spielerisch Machthierarchien und Massenpsychologie beim Fußball seziert. Triumph und Niederlage, Leid und Brutalität, Spiel und Eskalation liegen dicht beieinander.
BLIND, INS AUGE von Atefeh Kheirabadi und Mehrad Sepahniai ist eine Dokumentation, welche die brutale Repression durch die Revolutionsgarden und Sicherheitskräfte gegenüber friedlichen Demonstrant:innen im Iran beleuchtet. Angesichts der Ereignisse seit Ende Februar 2026 und nach den Tyrannenmorden steht das Land vor einer ungewissen Zukunft. Es bleibt nur die Hoffnung auf Justiz und Freiheit für das Volk.
DI NOTTE von Anouk Chambaz oszilliert zwischen Dunkelheit und Licht, Traum und Wachsein, Unbekanntem und Vertrautem, Erinnerung und Vorstellungskraft – dem Schwebezustand, in dem Filme auch im Kinosaal erlebt werden.
THE END von Claudia Larcher ist eine KI-generierte ironisch-dystopische Zukunftsvision des Kinos. Nicolaas Schmidts LINEAR ENDJOY führt (technische) Vergangenheit und die gesellschaftlich-kulturelle Gegenwart noch einmal zusammen und lässt damit das Programm ausklingen.

Sven Pötting

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Sonntag - 20:00 - Schwerpunkt 4 - Schauburg/ Tarkowski-Saal

Heimat ist etwas Festes und doch Brüchiges. Sie ist mehr als nur ein Ort. Sie ist Erinnerung, fortwährende Erfahrung und flüchtiges Gut in einer Zeit, in der Menschen gewollt oder ungewollt immer mehr zu Nomad:innen werden. Die hier versammelten Filme bilden verschiedene Facetten von dem, was Heimat sein kann: Teil einer Identität, an der wir arbeiten und die sich immer wieder neu bildet.
Kuratiert von Husein Bastouni, Sven Pötting

9,00 €
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Sonntag - 22:00 - Preisträger 2 - Schauburg / Leone-Saal

Nachdem am Vorabend die Jurys die „Goldenen Reiter“ an die glücklichen Gewinner:innen des 38. FILMFEST DRESDEN vergeben haben, kommen am Sonntag noch einmal alle Preisträgerfilme auf die große Leinwand. Die letzte Chance für alle Kurzfilmenthusiast:innen, die filmischen Höhepunkte des Festivals zu bestaunen.

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Sonntag - 22:30 - Panorama National - Thalia

Der Schönbildseher ist kaputt, die Brautschuhe liegen im Schweinestall. Die maskuline Wettrangelei ist vorbei, auch antike Videospielagent:innen müssen aufgeben. Creating Human Life Outside the Body? Ein glatter Fehlschlag. Nun die Lottozahlen. Vogelkacke. Doch eine niederbayerische Astro-Therapeutin meint, am Ende wird alles gut. Eine Box unerfüllter Träume im Panorama National.

Christian Hempel für die Auswahlkommission Nationaler Wettbewerb

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